Panasonic zeigt Überwachungskamera Nubo mit UMTS und LTE

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Panasonic Nubo (Bild: Panasonic)

Mit der 4G-Überwachungskamera Panasonic Nubo sollen sich auch schwer zugängliche und abseits eines traditionellen Netzwerks liegende Umgebungen kontrollieren lassen. Eine eingebaute Logik ermöglicht die Erkennung von Personen. Apps zur Steuerung für Android und iOS stehen bereit. Die Markteinführung in Deutschland lässt allerdings noch auf sich warten.

Panasonic bündelt unter dem Namen Nubo eine mobile Kamera, einen Mobilfunktarif, eine App und abgesicherten Cloud-Speicher zu einer Überwachungsplattform. Das Produkt der Unternehmenstochter Panasonic Cameramanager ist eine “4G-Überwachungskamera”, die auch ohne Wi-Fi- oder LAN-Verbindung Informationen senden kann. Die Standalone-Kamera ist sowohl für den Innen- als auch Außenbereich vorgesehen. Das Gerät ist wind- und regenresistent nach Schutznorm IP66.

Panasonic Nubo (Bild: Panasonic)

Die eingebaute Logik zur Erkennung von Personen kann dazu genutzt werden, Alarme nur auszulösen, wenn sich Unbefugte dem Objekt nähern, dagegen vorbeifahrende Autos, streunende Tiere oder vom Wind bewegte Pflanzen zu ignorieren. Die Zwei-Wege-Kommunikation erlaubt es auch, nach einem durch die Kamera ausgelösten Alarm mit der beobachteten Seite zu sprechen. Nubos Funktechnik erlaubt die Kommunikation mit externen Sensoren wie Türsensoren oder Bewegungsmeldern und kann damit in den Bereich Smart Home integriert werden.

Als Beispielanwendung nennt das japanische Unternehmen unter anderem Gewächshäuser und Plantagen. Aber auch Garten- und Ferienhäuser, Boote, abgelegene Kioske und ähnliche, schützenswerte Dinge und Anlagen sind als Einsatzort denkbar.

Die installierte App steuert und alarmiert, externe Akkus zum Nachrüsten liefern den Strom für einen längeren Betrieb. Der mitgeliferte Mobilfunktarif sorgt für die Übermittlung der Videos ins Netz. Sie landen auf einem Cloud-Speicher, über den sie sich auch verwalten lassen. Für ihn nutzt der Hersteller SSL-Verschlüsselung und chiffrierte Zugangskennwörter. Über iOS- und Android-Apps lassen sich die Daten auf dem Online-Speicher aufrufen.

Für den Vertrieb seiner Mobilfunkkamera will der Hersteller eine gute Netzabdeckung garantieren und verhandelt deshalb mit einigen Mobilfunkanbietern. Erster Partner in Europa soll Vodafone sein. Die komprimierten Videos sollen dann über GPRS/2G/3G/4G gestreamt werden. Panasonic plant zudem, ein eigenes Mobile Virtual Network (MVN) einzurichten. Darüber werden Geräte für den Unternehmenseinsatz mit einer M2M-Cloud (“Machine to Machine”) verbunden. Dies soll schrittweise in zahlreichen Produktreihen integriert werden und Anwendungsszenarien wie Remote Monitoring, Datensammlungen sowie –analysen ermöglichen. Nubo ist der erste Artikel, der das Panasonic-MVN nutzt.

Interessenten können die Panasonic Nubo ab April 2015 in Großbritannien, den Niederlanden und den USA vorbestellen, die Auslieferung beginnt im überwachungskameraaffinen Großbritannien im vierten Quartal 2015. In weiteren Ländern in Europa, inklusive Deutschland, wird es wohl bis zu ersten Quartal 2016 dauern. Preise will der Hersteller erst kurz vor Markstart bekannt geben, da diese auch von den ausgehandelten Mobilfunkkonditionen abhängen.

Tipp der Redaktion: Videoüberwachung ist aufgrund gesunkener Preise und verbesserter Technik für immer mehr Einsatzbereiche interessant. Allerdings sind im professionellen Umfeld einige Aspekte im Vorfeld zu bedenken, damit das Projekt ein Erfolg wird. D-Link-Spezialist Robert Rudolph erklärt im Expertenbeitrag für ITespresso, worauf es ankommt.

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