Deutsches Start-up Lowotec startet Crowdfunding für einfache VPN-Lösung

NetzwerkeSicherheitSicherheitsmanagementStart-UpUnternehmen
Lowotec Alice und Bob VPN (Bild: Lowotec)

Sie besteht aus zwei kleinen, “Alice” und “Bob” genannten Boxen. Die werden lediglich im Büro und dann am gewünschten Arbeitsort per Ethernet-Kabel eingesteckt. Anwender können dann auch anderswo so arbeiten, als seien sie im Büro – und zum Beispiel auf alle Laufwerke und Netzwerkressourcen zugreifen.

Die Firma Lowotec aus Oldenburg will mit einer jetzt auf Indiegogo angelaufenen Crowdfunding-Kampagne 120.000 Euro einsammeln, um damit die erste Charge seiner “Alice” und “Bob” genannten Geräte zu produzieren. Das Projekt mit dem Arbeitstitel “Zero Config Hardware VPN” erklärt bereits, wie das System funktioniert: Die Geräte auf beiden Seiten nehmen automatisch Kontakt auf, sobald sie eingesteckt sind, und schaffen dann eine geschützte VPN-Connection – zum Beispiel zwischen dem Bürorbeitsplatz und dem Home-Office.

Lowotec Alice und Bob VPN (Bild: Lowotec)

“Alice” und “Bob” sollen sich dazu abstimmen und selbst um Zugriffsrechte und dergleichen kümmern. Während Alice im Büro verbleibt und den Zugang zum Netzwerk regelt, kann Bob dort, wo sich der User gerade befindet, zwischen den verwendeten Rechner und den Router gesteckt werden und damit die sichere Fernverbindung steuern.

Wer das Hardware-Paar im Rahmen der Kampagne als “Perk” vorbestellt, bekommt es für 279 Euro. Später ist dann ein Preis von 399 Euro angedacht. Spielt das Crowdfunding bis zum Ende der Kampagne die angepeilte Summe ein, startet die Serienproduktion im Mai. Die Lieferung soll dann im Oktober erfolgen.

Die beiden Ausführungen der Verbindungs-Hardware sind jeweils 9,7 mal 7,1 mal 2,2 Zentimeter groß und wiegen je 68 Gramm. Sie sind mit zwei RJ45-Anschlüssen (Ethernet) ausgestattet. Die Macher versprechen eine Transferleistung von bis zu 10 MBit/s.

Die genutzte Verschlüsselungstechnik zwischen den beiden Seiten verwendet eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlene Technik, erklärt der Mitgründer, Geschäftsführer und Diplom-Informatiker Guido Neun. Auf ihrer Crowdfunding-Seite nennen die Gründer die Kryptographie nach AES 256 (FIPS 197), IPSec (RFC4301), IKE v2 (RFC 5996) und HMAC-SHA256 (FIPS 198). Wie sie die Techniken verbinden, sagen sie aus Sicherheitsgründen nicht. Prototypen von Alice und Bob sind bei Testanwendern seit einigen Monaten im Einsatz.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen