Auch Huawei präsentiert Android-Wear-Smartwatch und Fitness-Wearables

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huawei-smartwatch (Bild: Huawei)

Die Huawei Watch besitzt ein rundes 1,4-Zoll-Display und orientiert sich am Design klassischer Luxus-Armbanduhren. Der ebenfalls vorgestellte Fitness-Tracker TalkBand B2 kann auch als Bluetooth-Headset eingesetzt werden. Das TalkBand N1 mit eingebauten In-Ear-Kopfhörern wird dagegen wie eine Kette um den Hals getragen.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat Huawei gleich mehrere Wearable-Geräte präsentiert. Neben seiner ersten, auf Android Wear basierenden Smartwatch stellte der chinesische Anbieter auch das Fitness-Armband TalkBand B2 sowie das TalkBand N1 vor, das wie eine Kette um den Hals getragen wird.

Huawei Watch (Bild: Huawei)
Die Huawei Watch verfügt über ein 1,4 Zoll großes Display und verwendet Android Wear als Betriebssystem (Bild: Huawei).

Die Huawei Watch besitzt – genau wie LGs G Watch R – ein rundes Display und orientiert sich am Design klassischer Luxus-Herrenarmbanduhren. Ihr Gehäuse setzt sich aus kaltgeschmiedetem Edelstahl zusammen, das von einem Metall- oder Lederarmband am Handgelenk gehalten wird. Bedient wird die Smartwatch über eine Krone an der rechten Gehäuseseite.

Das runde AMOLED-Display der Huawei Watch misst 1,4 Zoll im Durchmesser und wird von Saphirglas geschützt. Die Auflösung beträgt 400 mal 400 Bildpunkte, womit die Smartwatch auf eine Pixeldichte von 286 ppi kommt. Die Anzeige hat ein hohes Kontrastverhältnis von 10.000:1, wodurch sie auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar sein soll.

Wie in den meisten Android-Wear-Smartwatches arbeitet auch unter der Haube der Huawei Watch eine Snapdragon-CPU mit 1,2 GHz. An Arbeitsspeicher sind 512 MByte verbaut. Der für Apps oder Musik zur Verfügung stehende Speicher ist 4 GByte groß. Ein Mobilfunkmodul hat Huawei nicht integriert, sodass sich die Smartwatch nur in Kombination mit einem Smartphone einsetzen lässt. Die Datenübertragung zwischen den Geräten erfolgt per Bluetooth 4.1.

Ferner sind ein sechsachsiger Bewegungssensor, ein barometrischer Höhenmesser und ein Pulsmesser zum Erfassen der Herzfrequenz an Bord. Somit kann die Huawei Watch erkennen, ob der Träger gerade läuft, Fahrrad fährt oder klettert. Außerdem können die Schritte gezählt, der Kalorienverbrauch berechnet oder die zurückgelegte Strecke erfasst werden. Auch den Schlaf kann sie überwachen.

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Das TalkBand B2 kann auch als Bluetooth-Headset eingesetzt werden (Bild: Huawei).

Das vorinstallierte Betriebssystem Android Wear ergänzt Huawei um 40 eigene Ziffernblätter. Darüber hinaus arbeitet es gegenwärtig an einem eigenen Ökosystem, das aus unterschiedlichen Apps Fitness-Daten sammelt und es Anwendern erlaubt, Gesundheitsziele festzulegen und ihren Fortschritt zu dokumentieren. Zu diesem Zweck kooperiert Huawei etwa mit Jawbone und auch Google Fit, dessen Apps unterstützt werden sollen.

Die Huawei Watch wird in 20 Ländern erhältlich sein, darunter auch Deutschland. Sie soll in den Farbvariationen Schwarz, Silber und Gold auf den Markt kommen. Angaben zu Verfügbarkeit und Preisen will der Hersteller erst zum Verkaufsstart bekannt geben.

Der Fitness-Tracker TalkBand B2 ist der Nachfolger des TalkBand B1, kommt aber in einem komplett überarbeiteten Design. Er wird ab Mitte April in einer Standard- und einer Premium-Variante zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 169 beziehungsweise 199 Euro verfügbar sein. Unterschiede bestehen bei beiden hinsichtlich des Materials des Armbands, das sich je nach Ausführung aus Kunststoff oder Metall respektive Leder zusammensetzt.

Das nach IP57 gegen Staub und Wasser geschützte TalkBand B2 offeriert ein 1,4 Zoll großes PMOLED-Display. Die Anzeigeneinheit kann aus dem Armband gelöst und als Bluetooth-Headset eingesetzt werden. Eine Dual-Mikrofon-Rauschunterdrückung soll störungsfreie Gespräche gewährleisten. Das Gerät lässt sich per Bluetooth 3.0 oder NFC mit zwei Mobilgeräten parallel koppeln (Android ab 4.0 oder iOS ab 7.0). Die Akkulaufzeit gibt Huawei bei kontinuierlicher Nutzung mit bis zu fünf Stunden an, die reine Gesprächszeit mit maximal sieben Stunden. Die Standbyzeit ist mit bis zu 12 Tagen spezifiziert. Der Vorgänger bot hingegen lediglich sechs Stunden Nutzungsdauer, dafür bis zu 14 Tage Standby-Betrieb. In knapp eineinhalb Stunden soll der Akku voll geladen sein.

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Das TalkBand N1 lässt sich bei Nichtgebrauch wie eine Kette um den Hals tragen (Bild: Huawei).

Das TalkBand N1 wendet sich in erster Linie an Musikliebhaber, die auch gerne beim Sport Musik hören. Es integriert dazu In-Ear-Kopfhörer und dient als Stereo-Bluetooth-Headset. Wie das TalkBand B2 erfasst es auf Wunsch Aktivitäten sowie den Schlaf des Trägers. Es misst etwa Schritte, die zurückgelegte Distanz oder den Kalorienverbrauch sowie nachts die Schlafphasen.

Zudem lassen sich auch mit dem Wearable-Gerät Anrufe entgegennehmen. MP3-Dateien finden im 4 GByte großen internen Speicher Platz. Die Akkulaufzeit bei Telefongesprächen ist mit bis zu fünf Stunden angegeben. Bei normaler Verwendung reicht eine Ladung laut Hersteller drei, im Standby-Betrieb zwölf Tage. Das TalkBand N1 wird im Mai in den Farben Silber, Grau und Rot in den Handel kommen. Preise hat Huawei noch nicht genannt.



[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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