Google will eigenes Mobilfunkangebot starten

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Logo Google (Bild: Google)

Das Unternehmen verhandelt dafür offenbar derzeit mit Sprint und T-Mobile USA. Der Service soll WLAN-Nutzung und Mobilfunk abdecken. Details dazu will Google in den kommenden Monaten bekannt geben. Ähnlich wie bei der Produktion der Nexus-Smartphones wolle man damit für Innovationen sorgen – nicht den Partnern Konkurrenz machen.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Sundar Pichai, Senior Vice President des Bereichs Produkte bei Google, bestätigt, das seine Unternehmen mit Mobilfunkbetreibern. Ein Ergebnis werde es in den kommenden Monaten geben. Er ging damit auf Spekulationen ein, wonach Google zusammen mit Providern einen Service anbieten wird, der WLAN und Mobilfunk kombiniert. Angeblich führt Google Gespräche mit Sprint und T-Mobile USA. Zudem sollen lokale WLAN-Netzwerke helfen, die Abdeckung zu erhöhen.

Google will eigenes Mobilfunkangebot starten (Bild: Google)

“Wir haben nicht vor, ein großer Mobilfunkbetreiber zu werden”, sagte Pichai bei seiner Rede auf dem MWC. “Wir arbeiten mit Mobilfunkpartnern. Was wir vorhaben, sehen sie in den kommenden Monaten. Unser Ziel ist es, bestimmte Innovationen voranzubringen, die wir für wichtig erachten, wie bei den Nexus-Geräten aber in einem kleineren Umfang, damit die Leute sehen, was wir machen.” Ein Firmensprecher präzisierte später Pichais Aussage. In den kommenden Monaten werde kein Dienst starten. Stattdessen sei in diesem Zeitraum eine Ankündigung geplant.

Mit den Nexus-Smartphones und –Tablets macht sich Google für ein “reines” Android-Erlebnis stark. Die zusammen mit Geräteherstellern wie Asus, HTC, Motorola, LG und Samsung entwickelten Geräte kommen mit der Standard-Android-Oberfläche und nur mit den vorinstallierten Google-Apps. Außerhalb des Nexus-Programms setzen sich die Hersteller durch eigene Oberflächen und eigene vorinstallierte Anwendungen voneinander ab, was jedoch zu einem inkonsistenten Nutzererlebnis führt.

Ein Mobilfunkangebot von Google wird sich wahrscheinlich auf den US-Markt beschränken. Den könnte es aber, ähnlich wie Googles Projekt Fiber, vollständig umkrempeln. Das superschnelle Breitbandinternet, das Google Kunden in bestimmten Regionen anbietet, hat die traditionellen Telekommunikations- und Kabelanbieter bereits gezwungen, ihre Bandbreiten zu erhöhen und die Preise zu senken. Google Fiber wiederum entspricht der Mission des Unternehmens, mehr Menschen mit dem Internet zu verbinden – und damit auch mehr Nutzer zu finden, die sich beispielsweise Suchwerbung anschauen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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