Avast bietet WLAN-Sicherheitsfunktion für Smartphones an

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Avast (Bild: Avast)

WLAN-Router überprüft Avast nun auf schwache Passwörter. Außerdem wird festgestellt, ob das Gerät vom Internet aus zugänglich oder möglicherweise mit Malware infiziert ist. Das Feature steht Für Android bereits zur Verfügung. Im Rahmen von SecureMe für iOS soll es zusammen mit einem kostenlosen VPN-Dienst in den nächsten Tagen im App Store verfügbar werden.

Avast hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine Erweiterung seiner Android-Sicherheitslösung Mobile Security präsentiert. Mit der ab sofort verfügbaren Version 4.0.7879 bietet sie ein neues WLAN-Schutzmodul, das Router auf schwache Passwörter überprüft und untersucht, ob das Gerät vom Internet aus zugänglich oder mit Malware infiziert ist. Für iOS soll in den nächsten Tagen das Tool SecureMe im App Store zur Verfügung stehen, das über dieselbe Funktionalität verfügt. Avast will so mobile Nutzer vor Domain-Name-Server-Hijacking und WLAN-Hacking-Angriffen schützen.

Avast-WLAN-Schutz (Screenshot: ZDNet.de)

Der Sicherheitsanbieter weist darauf hin, dass die Mehrzahl der Mobilnutzer ihre Geräte häufig über offene WLANs mit dem Internet verbindet. Dieser Zugang kann aber mit Risiken behaftet sein. Wie Avast herausgefunden hat, sind zahlreiche WLAN-Router nur mangelhaft geschützt. Zahlreiche im vergangen Jahr bekannt gewordene Sicherheitslücken untermauern die Ergenisse der Avast-Studie.

Cyberkriminelle könnten diese Lücken ausnutzen, um den Internetverkehr des Anwenders auf gefälschte Webseiten umzuleiten. Wenn sich der Nutzer dann beispielsweise in sein vermeintliches Online-Banking-Konto einloggt, stehlen die Hacker die Zugangsdaten. In ungeschützten WLAN-Netzwerken können Kriminelle auch E-Mails, Browserverläufe und persönliche Daten des Nutzers mitlesen.

Sobald SecureMe oder das in Mobile Security enthaltene WLAN-Sicherheitsmodul ein unsicheres WLAN entdecken, warnen sie den Nutzer und bieten als Option eine sichere Verbindung über ein VPN an. Anwender können auch ihnen bekannte unverschlüsselte Netzwerke einer Liste “vertrauenswürdiger Netzwerke” hinzufügen und jederzeit davon entfernen. In diesem Fall wird keine VPN-Verbindung aufgebaut.

Der VPN-Dienst ist für iOS-Nutzer in Verbindung mit SecureMe kostenlos. Android-Anwender müssen derzeit noch auf den kostenpflichtigen Dienst SecureLine zurückgreifen. Nach den ersten sieben Tage kostet dieser pro Monat 2,59 Dollar, die Jahresgebühr beträgt 19,99 Dollar. Wie Avast auf Nachfrage mitteilt, soll die App SecureMe in den nächsten Monaten auch für Android verfügbar werden. Dann steht das kostenlose VPN auch für diese Plattform zur Verfügung. Im Unterschied zu SecureLine erlaubt SecureMe allerdings nicht die Auswahl eines VPN-Servers in einer bestimmten Region. Stattdessen werden Nutzer mit einem von Avast ausgewählten Server verbunden.

[mit Material von ZDNet.de]

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