Android-Apps: AVG veröffentlicht Listen der größten Ressourcenfresser

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Smartphone-Apps (Bild: Shutterstock/Oleksiy-Mark)

Security- und Management-Software-Anbieter AVG Technologies weist in seinem aktuellen Android App Performance Report unter anderem die Apps aus, die den meisten Strom und die meiste Bandbreite beanspruchen. Unrühmliche Spitzenplätze belegen so verbreitet Anwendungen wie Facebook, Spotify und Instagram. Aber auch Energiesparprogramme gehören laut AVG zu den Stromverschwendern.

AVG Technologies weist in seinem jetzt vorgelegten Android App Performance Report (PDF) für das vierte Quartal 2014 auch au die Apps hin, die den meisten Strom und die meiste Bandbreite verbrauchen. Die negativste Auswirkung auf die Gesamtleistung haben dem Bericht zufolge die Apps von Facebook und Spotify sowie Instagram, gefolgt von der App Path und der Amazon-Shopping-App.

Den größten Energieverbrauch bei den von selbst startenden Apps bescheinigt AVG dem Übertragungsservice Beep’nGo. Allerdings folgt gleich danach Samsungs Knox-Komponente Security Policy Updates. In der Negativliste folgen Facebook, Waze und VaultHide.

AVG  hat erneut Listen der größten Ressourcenfresser unter den Android-Apps veröffentlicht (Bild: AVG)

Bei den vom Anwender zu startenden Apps gehen vor allem Spiele verschwenderisch mit Strom um. Allerdings gehören auch hier Spotify und Amazons Shopping-App zu den Anwendungen, die unangenehm auffallen. Mit Bandbreite gehen unter anderem Tumblr, Facebook, Instagram und Spotify Music besonders verschwenderisch um.

Beim benötigten Speicherplatz sind die Messaging-App Tango, Daily Mail Online, Facebook, Spotify und Line negativ aufgefallen. Allerdings erfordern auch Instagram, Chrome, SoundCloud, Ball Pool und Vine überdurchschnittlich viel Speicherplatz. Tango, Vine und Daily Mail verbrauchen wertvollen Speicher für zwischengespeicherte Inhalte.

Android-Apps mit  besonders starker Beeinträchtigung der Smartphone-Leistung  (Diagramm: AVG)
Android-Apps mit besonders starker Beeinträchtigung der Smartphone-Leistung (Diagramm: AVG).

AVG weist zudem ausdrücklihc darauf hin, dass sich Samsung Knox außerordentlich nachteilig auf die Leistung auswirkt. Der Dienst Security Policy Update reduziere die Akkulaufzeit um 30 bis 40 Prozent und lässt sich “aus Sicherheitsgründen” nicht abschalten, wie Samsung gegenüber ZDNet.com erklärt hat.

Außerdem warnt AVG vor Apps die eigentlich die Effizienz erhöhn sollen, sich aber selbst als wahre Performance-Bremsen erweisen. Außdrücklich erwähnt der Hersteller die Apps Clean Master und Battery Doctor. Letztere soll eigentlich die Akkulaufzeit verlängern, gehört aber solange sie läuft zu den schlimmsten Stromverschwendern unter den Android-Apps.

Android-Nutzern empfiehlt AVG, in den App-Einstellungen Benachrichtigungen für alle Apps abzuschalten, bei denen sie nicht erforderlich sind. Im Fall von Facebook bestehe die Möglichkeit, nur den Messenger zu nutzen. Außerdem lasse sich bei Facebook und einigen anderen Apps die Download-Frequenz für Updates einstellen. Und schließlich bietet es sich laut AVG an, standortbasierende Dienste grundsätzlich abzuschalten und das GPS-Modul nur zu aktivieren, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

Allerdings hat AVG im Vergleich zu seinem früheren Performance-Bericht für Android-Apps auch Verbesserungen festgestellt. So haben sich offensichtlich die Netflix-Entwickler die damals erhaltene Schelte zu Herzen genommen. Sie fielen im Bericht für das dritte Quartal durch den hohen Akkuverbrauch besonders negativ auf. Mit dem Update im November hat sich das AVG zufolge allerdings deutlich verbessert.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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