Gorilla Electronics stellt Alarmanlage für Mobilgeräte vor

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gorillamobile (Bild: Gorilla Electronics)

Die “Gorilla mobile” genannte Hardware wird als Verbindungsstecker etwa zwischen Ladegerät sowie Smartphone oder Tablet geklemmt. Es schlägt akustisch Alarm, falls die elektronisch überwachte Kabelverbindung getrennt wird. Über einen zum Lieferumfang gehörenden Adapter lässt sich zudem auch ein Notebook gegen Diebstahl absichern.

Der deutsche Elektronikhersteller Gorilla Electronics stellt auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit Gorilla mobile die nach eigenen Angaben “erste echte Alarmanlage für Smartphones und Tablets” vor. Es handelt sich dabei um eine 9,7 mal 4,8 mal 1,8 Zentimeter große Hardware. Eine App zur Steuerung wird nicht benötigt, auch auf eine Cloud-Anbindung – etwa zur Nachverfolgung, verzichtet der Anbieter.

Gorilla mobile wird als Verbindungsstecker zwischen Mobil- und Ladegerät geklemmt und schlägt akustisch Alarm, sobald die Kabelverbindung getrennt wird (Bild: Gorilla Electronics).
Gorilla mobile wird als Verbindungsstecker zwischen Mobil- und Ladegerät geklemmt und schlägt akustisch Alarm, sobald die Kabelverbindung getrennt wird (Bild: Gorilla Electronics).

Gorilla mobile wird lediglich beispielsweise zwischen Smartphone und Ladegerät als Verbindungsstecker geklemmt. Es schlägt dann akustisch Alarm, falls die elektronisch überwachte Kabelverbindung unerlaubt getrennt wird. Die Stärke des Alarmtons gibt der Hersteller mit 80 dbA an.

Über einen beiliegenden Adapter lässt sich zudem auch ein Notebook gegen Diebstahl absichern. Somit soll nicht nur das jeweilige Mobilgerät vor Diebstahl geschützt werden, sondern auch die darauf gespeicherten Kontaktadressen, Chat-Verläufe, Fotos oder Videos.

Übrigens lässt sich das Mobilgerät auch dann vor Diebstahl schützen, wenn gerade keine Steckdose in der Nähe ist. Dazu wird das eine Ende eines Kabels am Gerät eingesteckt, das andere Ende durch die Öffnung im Gorilla Mobile und ähnlich wie ein Fahrradschloss um einen Gegenstand geführt, von dem es nicht abgestreift werden kann, und wird schließlich in den Port am Gorilla Mobile eingesteckt.

Der Hersteller will mit dem voraussichtlich ab Mai erhältlichen Gorilla mobile offenbar in eine Marktlücke stoßen. Denn laut im vergangenen Jahr veröffentlichten Zahlen aus dem poizeilichen Informationssystem sind ihm zufolge allein im Jahr 2013 rund 237.000 gestohlene Smartphones und Tablets registriert worden. Ein genauer Preis für Gorilla mobile ist bislang noch nicht bekannt. Der soll genannt werden, wenn der akustische Diebstahlmelder voraussichtlich im Mai auf den Markt kommt.

Für sein Produkt hat das Unternehmen bereits ein Patent zugesprochen bekommen, zwei weitere sind beantragt. Ganz neu ist die – zugegebenermaßen frisch und elegant umgesetzte Idee – allerdings nicht. Bereits vor etwa zehn Jahren bot einmal eine Firma aus Norwegen ein – damals allerdings recht schweres und klobiges – Kabel mit Alarmfunktion an. Dort wurde der Alarm ausglöst, wenn die Stromverbindung unterbrochen wurde. Als Einsatzgebiet waren vor allem elektrische Geräte im öffentlichen Raum, etwa bei Veranstaltungen, angedacht. Der Alarm konnte durch ein Zahlenschloss mit vier Ziffern abgestellt werden.

Gorilla Mobile (Bild: Gorilla Electronics)

Tipp der Redaktion: Hersteller, Telekommunikationsanbieter, Vertriebsunternehmen und Versicherungen bieten vermehrt Schutzbriefe zu mobilen Geräten an. Bei Diebstahl, Bruch, Konstruktionsfehlern und dergleichen mehr würden sie bezahlen, bewerben die Anbieter ihre Tarife. Wie bei allen Versicherungen muss man allerdings auf das Kleingedruckte achten. ITespresso.de gibt eine Marktübersicht und Tipps für die Auswahl.

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