Alcatel-Lucent und EWE Tel kündigen Cloud-Telefonanlage für Firmen an

IT-ManagementIT-ProjekteNetzwerke
Alcatel Open Touch Enterprise Cloud (Bild: Alcatel-Lucent)

Der Telekommunikations-Ausstatter und der norddeutsche Netzbetreiber haben vor, gemeinsam eine Telefonanlage in der Cloud zu bauen und diese deutschlandweit anzubieten. Eine Befragung von über 500 Kunden habe den Bedarf bestätigt. Vom Wettbewerb soll sich das im ersten Halbjahr 2015 zu erwartende Angebot vor allem durch die größere Flexibilität abheben.

Alcatel-Lucent Enterprise und EWE Tel planen, Geschäftskunden im gesamten Bundesgebiet eine Cloud-basierende Telefonanlage anzubieten. Die beiden Betreiber sehen das geplante Angebot eher als Zusatzangebot für die kostengünstige Ausstattung von Unternehmen, denn sie verkaufen nach wie vor auch klassische Telefonanlagen. Sie wollen damit offenbar der Konkurrenz durch Firmen wie Nfon oder Placetel, Teamfon oder den von der Deutschen Telekom, QSC beziehungsweise Vodafone vermarkteten Angeboten entgegentreten.

Alcatel Open Touch Enterprise Cloud (Bild: Alcatel-Lucent)
Die Open Touch Enterprise Cloud soll Grundlage für einen deutschlandweiten Telefonanlagendienst von EWE Tel werden. (Bild: Alcatel-Lucent)

Alcatel-Lucent und Ewe Tel wollen, basierend auf den Erfahrungen aus zahlreichen Kundengesprächen, eine Telefonanlage anbieten, die jeder Kunde flexibel zusammenstellen kann, die bei ihm im Haus keinerlei Ressourcen bindet und die eine vollständige Kostenkontrolle ermöglicht. Die eigene Telefonanlage sei schließlich ein Kostenfaktor und binde Know-how für den Betrieb. Auch bei Erweiterungen oder Änderungen verursachten die alten Systeme zum Teil hohe Kosten. Die Zukunft liege also in der ausgelagerten virtuellen Telefonanlage, die in einer Cloud von Experten betrieben wird und auf Mausklick verändert werden kann.

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, läuft derzeit die abschließende Evaluierungsphase. Auf einen Termin für den Verkaufsstart wollen sich die Partner noch nicht festlegen, Interessenten können aber damit rechnen, dass es noch im ersten Halbjahr 2015 soweit ist.

Alle Funktionen der Telefonanlage werden dann im Rechenzentrum von EWE Tel gehostet. Der Netzbetreiber ist verantwortlich für Betrieb, Wartung, Applikationen und die Sicherheit der Anlage. Alcatel-Lucent Enterprise liefert die Applikationen und die Hardware. Die Kunden können die Anlage über eine Web-Anwendung konfigurieren und steuern.

Damit das Produkt auf Basis von Alcatels Open Touch Enterprise Cloud an die Bedürfnisse der deutschen Geschäftskunden angepasst ist, haben die Partner im Vorfeld eine Kundenbefragung durchgeführt. Ergebnis: Die Deutschen wollen alles steuern und an eigene Bedürfnisse anpassen können, ohne zu Beginn große Investitionen leisten zu müssen. Das gemeinsame Angebot soll daher ohne Grundinvestition und ohne Basislizenzen auskommen.

Gegenüber den Mitbewerbern will man vor allem durch die Flexibilität punkten. Dies soll zum Einen in Bezug auf die zentral genutzten Funktionen gelten, die sich – da softwarebasierend – an- und abschalten und sicherlich auch für unterschiedliche Mitarbeitergruppen unterschiedlich definieren lassen. Zum anderen verspricht man aber auch bei der Zahl der genutzten Endgeräte hohe Flexibilität. Wie das Angebot genau aussieht und wie es bepreist ist, werden die Partner erst zum Marktstart verraten. Erst dann ist auch der gründliche Vergleich mit den Wettbewerbsangeboten sinnvoll.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen