Visa führt in Europa Token-basierendes Bezahlen mit Mobilgeräten ein

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Visa Europe Logo (Bild: Visa Europe)

Bankpartnern steht das Angebot ab April zur Verfügung. Apple Pay, Google Wallet und dessen neuer Partner Softcard übermitteln ebenfallls ausschließlich Token – und nicht wie sonst Kreditkartennummern. Über Partnerschaften mit diesen Firmen will Visa derzeit nicht sprechen.

Visa hat ein neues Verfahren für das Bezahlen mit Mobilgeräten angekündigt (PDF). Hierbei werden zwischen Smartphone und Kassensystem nicht die Kontodaten des Kunden übertragen, sondern lediglich ein Token übermittelt. Es ist speziell für den europäischen Markt konzipiert und soll ab Mitte April von ersten Banken genutzt werden.

Visa führt in Europa Token-basierendes Bezahlen mit Mobilgeräten ein (Bild: Visa Europe)

Visa verspricht sich davon einen besseren Schutz der Kundendaten, da Informationen zu deren Konto auf dem Smartphone verbleiben. Zum Beispiel wird mit dem neuen Verfahren keine Kreditkartennummer mehr übermittelt. Das System ist für kontaktloses Bezahlen vorgesehen und steht damit in Konkurrenz zu Google Wallet oder dem in Europa noch nicht verfügbaren Apple Pay, die beide Near-Field Communication (NFC) arbeiten.

Auch Apple Pay setzt übrigens ein Token-Bezahlsystem ein. Visa könnte ihm also den Einstieg in den europäischen Markt erleichtern. Aber auch das konkurrierende Google Wallet und dessen neuer Partner – das von den großen US-Netzbetreibern gegründete System Softcard – übertragen Software-basierende Token um Bezahlvorgänge zu autorisieren.

Sandra Alzetta, Executive Director bei Visa Europe, glaubt, dass sich mobiles Bezahlen 2015 bei europäischen Verbrauchern durchsetzen wird. Sie hält die von Token für “eine der wichtigsten neuen Techniken bei digitalen Bezahlvorgängen”. “Daher haben wir diesen flexiblen, skalierbaren Dienst entwickelt, der Karten ausgebenden Firmen, Händlern und Handelsbanken die Möglichkeit gibt, Verbraucher mit innovativer Bezahltechnik der nächsten Generation auszustatten – mit der hohen Sicherheitsstufe, die sie erwarten”, so Alzetta in eine Pressemitteilung. Detaillierter stellt Visa Europe seine Bezahltechnik in der kommenden Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor.

Bereits im vergangenen Jahr ist auch Mastercard – wie jetzt Visa – auf den Trend des kontaktlosen Bezahlens aufgesprungen. Chris Kangas, Head of Contactless Payments Europe bei MasterCard, erläutert diesbezüglich: „Wir wollen das elektronische Bezahlen für Verbraucher so einfach und bequem wie nur irgend möglich gestalten, über alle Endgeräte hinweg“. Daher habe Mastercard 2014 seine Spezifikationen vorgestellt, die – wie Apple Pay und Google Wallet – kontaktloses Bezahlen mittels Near Field Communication (NFC) ermöglichen. Ferner nutzt Mastercard – ebenso wie Google – die Technik Host Card Emulation (HCE).

Kontaktloses Bezahlen mit Mastercard respektive Maestro ist dem Kreditkartenunternehmen zufolge bereits in 38 Ländern Europas sowie in 68 Ländern weltweit verfügbar. Mehr als 5 Millionen entsprechend ausgerüstete Karten seien bereits in Österreich, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, der Türkei und Großbritannien ausgegeben worden. Im Übrigen ist laut einer von Mastercard zitierten Studie von InSites Consulting aus September 2014 das Smartphone für knapp 75 Prozent der Verbraucher in Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien der Favorit unter den mobilen Endgeräten, wenn es um das kontaktlose Bezahlen geht.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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