Deutsche Telekom verschickt jetzt fälschungssicherere Online-Rechnungen

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telekom-rechnung-neu-siegel (Bild: Telekom)

Drei neue Sicherheitsmerkmale führt das Unternehmen zum heutigen 20. Februar ein. Sie sollen Kunden die Unterscheidung zwischen originalen und gefälschten Rechnungen erleichtern. In der E-Mail wird in Zukunft ein Teil der Kundenadresse sowie ein Siegel dargestellt. Darüber hinaus integriert der Konzern eine unsichtbare digitale Signatur.

Ab dem heutigen 20.Februar versieht die Deutsche Telekom sämtliche Online-Rechnungen für Mobilfunk und Festnetz mit neuen Sicherheitsmerkmalen. Sie sollen es den Kunden einfacher machen, Originale von Fälschungen zu unterscheiden. Auf diese Weise reagiert der Bonner Konzern auf die permanenten Versuche von Cyberkriminellen, die Computer ihrer Opfer durch das Versenden gefälschter Rechnungen mit Schadsoftware zu kompromittieren (Phishing).

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Das blaue @-Zeichen mit Haken soll die Echtheit der Rechnung bestätigen (Bild: Telekom).

“Mit der neuen Rechnung Online gehen wir einen weiteren Schritt für die Sicherheit unserer Kunden. Wir helfen mit, dass sich gefährliche Trojaner, Viren und Würmer nicht auf Rechnern einnisten und dort Schaden anrichten”, sagt Thomas Tschersich, Leiter IT- und physische Sicherheit der Deutschen Telekom.

Eine authentische Rechnungsmail sollen Verbraucher dann künftig mittels zweier neuer Merkmale identifizieren können, ein drittes ist dagegen nicht sichtbar.

Einerseits findet sich ab sofort ein Teil der Kundenadresse sowohl im Betreff der E-Mail als auch im ersten Satz des Nachrichtentextes. Die Information ergänzt damit die bislang schon eingesetzte persönliche Anrede und Buchungskontonummer.

Andererseits zeigt ein E-Mail-Siegel in Form eines blauen @-Zeichens mit einem Haken vor dem Absender der Nachricht an, dass eine Rechnungsmail tatsächlich echt ist. Dieses Siegel taucht nicht nur beim Abruf der Rechnung im E-Mail-Center oder über die mobile E-Mail-App der Telekom auf, sondern auch bei den Providern GMX, Web.de, Freenet und 1&1. In E-Mail-Clients wie Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird wird das Siegel aus technischen Gründen dagegen nicht dargestellt.

Das dritte – nicht wahrnehmbare – Sicherheitsmerkmal integriert die Telekom direkt in ihre Online-Rechnungen. Dabei handelt es sich um eine Signatur, die beim Versand von den Internet-Providern ausgelesen wird. Mit ihrer Hilfe können die Anbieter gefälschte E-Mails mit vermeintlichem Telekom-Absender leichter als Spam kennzeichnen, sodass sie gar nicht erst im Posteingang ihrer Kunden erscheinen.

Angaben des Unternehmens zufolge beziehen mittlerweile etwa 16 Millionen Kunden ihre Telekom-Rechnung online. “Mit unseren Echtheitsmerkmalen helfen wir unseren Kunden, die Spreu vom Weizen zu trennen. Oft werden auch Kunden anderer Provider von gefälschten Telekom-Rechnungen verunsichert. Auch diesen Kunden geben wir jetzt Sicherheit. Unsere Lösung kehrt eben nicht nur vor der eigenen Tür”, erklärt Ralf Hoßbach, Leiter Kundenservice der Telekom.

Wie die Telekom selbst gesteht, bieten die Authentizitätsmerkmale “persönliche Anrede”, “Buchungskontonummer” und “Adressdaten” jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Fälschung. Wenn diese Echtheitsmerkmale allerdings einen Fehler aufweisen, sei eine Fälschung sofort als solche überführt.

Die Telekom hatte erst Ende vergangenen Jahres vor gefälschten Rechnungen “in neuer Qualität” gewarnt: In einzelnen Mails wurden die Kunden sogar mit korrektem Vor- und Nachnamen adressiert. Davor war die fehlende personalisierte Anrede immer ein sicherer Hinweis darauf gewesen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Unsichere Verbraucher können den Rechnungsbetrag aus der E-Mail jederzeit überprüfen, indem sie im abgesicherten Kundencenter ihre Rechnung einsehen.

Im Allgemeinen empfiehlt es sich, keine Anhänge oder Links in dubiosen E-Mails anzuklicken. Zudem sollten Anwender eine aktuelle Sicherheitslösung auf ihrem Rechner installiert haben und ihr System inklusive Software immer up to date halten.

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Die neuen Online-Rechnungen der Telekom zeigen als ein Sicherheitsmerkmal künftig auch einen Teil der Kundenanschrift an (Bild: Telekom).

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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