Qualcomm kündigt vier weitere 64-Bit-CPUs an

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snapdragon-415-425-618-620-43 (Bild: Qualcomm)

Die Snapdragon-Prozessoren 415, 425, 618 und 620 sind für preiswerte mobile Endgeräte im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment konzipiert. Im zweiten Halbjahr 2015 sollen sie auf den Markt kommen. Alle vier Chips unterstützen LTE mit Datenübertragungsraten von bis zu 300 MBit/s.

Mit den Snapdragon-Modellen 415, 425, 618 und 620 hat Qualcomm vier 64-Bit-CPUs vorgestellt, die LTE mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s beherrschen. Die ab dem zweiten Halbjahr verfügbaren CPUs sind für preisgünstige mobile Endgeräte im Einstiegs- und Mittelklasse-Bereich vorgesehen.

snapdragon-415-425-618-620-43 (Bild: Qualcomm)

Die neuen Modelle der Snapdragon-600er-Serie besitzen sechs (618) respektive acht (620) Recheneinheiten. In beiden Chips ist unter anderem der vor wenigen Tagen vorgestellte A72-Kern von ARM integriert. Die Cortex-A72-Prozessoren setzen auf der ARMv8-A-Architektur auf und benötigen bei gleicher Leistung 75 Prozent weniger Strom als ihre Vorgänger.

Alles in allem liefern sie allerdings die bis zu dreieinhalbfache Leistung der Cortex-A15-CPUs. Im Snapdragon 620 sind vier A72-Kerne mit einer Taktrate von 1,8 GHz im Einsatz. Ihnen stehen zusätzlich vier Cortex-A53-Recheneinheiten mit einer Taktfrequenz von bis zu 1,2 GHz zur Seite.

Beim Snapdragon 618 nutzt Qualcomm hingegen nur zwei A72-Kerne sowie darüber hinaus vier Cortex-A53-Einheiten. Das Speicherinterface mit einer Breite von zweimal 32 Bit bietet in beiden Modellen einen Durchsatz von 14,9 GByte/s. Als Grafikeinheit kommt ein mit schlicht “Next-gen Adreno” bezeichneter Chip zum Einsatz. Dieser soll Videos mit einer Auflösung von 2160p (Ultra-HD) bei 30 fps (Bilder pro Sekunde) wiedergeben und aufzeichnen können. Bei Videos mit 1080p-Auflösung (Full HD) wächst die Leistung auf 120 fps. Das integrierte Modem beherrscht LTE Cat. 7 mit maximal 300 MBit/s im Downstream und bis zu 100 MBit/s im Upstream.

Die beiden Low-End-Prozessoren Snapdragon 415 und 425 bestehen aus je zwei Cortex-A53-Recheneinheiten mit insgesamt acht Kernen. Im Snapdragon 425 takten sie jeweils mit bis zu 1,7 GHz, während sie im 415er-Modell auf 1,4 GHz limitiert sind. Die Speicheranbindung erfolgt im Gegensatz zu den 600er-Modellen lediglich über ein einziges 32 Bit breites Interface. Dementsprechend ist die Bandbreite mit 7,5 GByte/s (425) beziehungsweise 5,3 GByte/s (415) bedeutend niedriger. Die integrierte Grafikeinheit Adreno 405 beherrscht die Aufnahme von 1080p-Videos mit 30 fps. Während der Snapdragon 425 ebenfalls LTE Cat. 7 unterstützt, ist der 415 hingegen nur halb so schnell.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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