Microsoft Office für iOS bietet nun Unterstützung für iCloud

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Microsoft Office Logo (Bild: Microsoft)

Durch das Update der Apps Word, Excel und PowerPoint auf Version 1.6 lassen sich diese nun ohne Umwege mit Apples Speicherdienst synchronisieren. Anwender können jetzt in der iCloud gespeicherte Dokumente, Tabellen und Präsentationen öffnen, bearbeiten und erneut dort ablegen. Hierfür wird ein iPhone oder iPad mit iOS 8 vorausgesetzt.

Microsoft hat seinen Office-Apps für iPhone und iPad ein Update spendiert. Die Versionen 1.6 von Word, Excel und PowerPoint für iOS beseitigen einige Fehler und unterstützen als Neuerung die iCloud. Damit lassen sich die Office-Anwendungen jetzt ohne Umwege mit Apples Online-Speicherdienst synchronisieren. Anwender können ab sofort in der iCloud abgelegte Dokumente, Tabellen und Präsentationen mit Word, Excel respektive PowerPoint öffnen, bearbeiten und im Anschluss erneut dort speichern.

office-2013 (Bild: Microsoft)

Bei der Einführung der Office-Apps für iOS unterstützte Microsoft ausschließlich seinen eigenen Cloud-Speicherdienst OneDrive. Im Zuge einer strategischen Partnerschaft integrierte es im November schließlich Dropbox. Nun folgt also auch iCloud, was sich viele Anwender bereits seit langem wünschen.

Für den Einsatz von iCloud mit Office wird ein Gerät mit iOS 8 vorausgesetzt. Die Anwendungen selbst laufen demgegenüber bereits unter iOS 7.1 oder höher. Sie sind jeweils knapp 250 MByte groß und auf das iPhone 5, iPhone 6 sowie das iPhone 6 Plus ausgelegt.

Microsoft offeriert seine Office-Apps für iOS seit November kostenlos. Anwender müssen jedoch einen Microsoft-Account besitzen und können lediglich Basisfeatures einsetzen. Für weiterführende Funktionen wie die Bearbeitung von Diagrammelementen ist zusätzlich ein Office-365-Abonnement erforderlich, für das Privatanwender 99 Euro im Jahr zahlen. Abonnenten erhalten zudem unbegrenzten Speicherplatz auf Microsoft OneDrive.

So schön die Idee des Office-Einsatzes auf unterschiedlichen Endgeräten auch ist, ohne Kompatibilitätsprobleme wird das Ganze in der Praxis nicht ablaufen. Eine erster Test mit einem mittels Excel auf dem Mac erstellten Diagramm zeigte zum Beispiel, dass auf dem iPad nicht verfügbare Schriftarten für eine fehlerhafte Darstellung sorgen.

Microsoft bietet mit Office Online darüber hinaus eine kostenlose Webvariante seiner Office-Anwendungen als Alternative zu Office 365 an. Diese erweitert es kontinuierlich um neue Funktionen. Mit der ersten Aktualisierung in diesem Jahr wurden etwa die Leseansicht, die Dateiverwaltung sowie die Bearbeitungsfunktionen verbessert.

Offenbar um Microsoft Office-Anwender wegzunehmen, hat Apple erst kürzlich die kostenlosen Beta-Webversionen seiner Produktivitätsanwendungen Pages, Numbers und Keynote für reine Windows-Anwender freigegeben. Auch wer über kein iOS- oder OS-X-Gerät verfügt, kann ab sofort eine für den Zugang zu den Webanwendungen erforderliche Apple-ID generieren.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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