Meru Networks führt cloud-basierende Verwaltung von Access Points ein

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Meru XP8i Cloud AP

In dem als Abo angebotenen Dienst zur Cloud-Verwaltung von WLAN-Zugriffspunkten ist die Hardware gleich enthalten. Die im Rechenzentrum gehostete Management-Software tauscht nur die Steuerungsinformationen über das Internet aus, alle Unternehmensdaten bleiben hinter einer Firewall. Meru Networks Deutschland plant, den als Xpress Cloud bezeichneten Service auch hierzulande anzubieten.

Meru Networks offeriert mit der Xpress Cloud einen Webdienst zur Verwaltung von Access Points. Dabei werden die Aufgaben des sonst verwendeten WLAN-Controllers quasi in einen Online-Dienst ausgelagert. Den erforderlichen Access Point XP8i liefert der Anbieter gleich mit. Die fällige Abogebühr setzt sich dann wie zum Beispiel bei vertragsgebundenen Mobiltelefonen der Monatspreis aus Hardware- und Service-Preis zusammen. Wer das nicht möchte, kann das Gerät auch einzeln erwerben und dann den Service hinzubuchen..

Meru XP8i Cloud AP
Der Access Point XP8iist Teil des Gesamtpakets Xpress Cloud (Bild: Meru Networks)

Xpress Cloud ist laut Anbieter für die Nutzung in räumlich weit verteilten Unternehmensstrukturen und im Mittelstand abgestimmt. Teil der XPress Cloud ist der Access Point XP8i, der von Beginn an für das Management per Webservice entwickelt wurde. Er ermöglich WLAN-Zugriff per 802.11ac-Standard und kann entweder über Power-over-Ethernet oder das mitgelieferte Netzteil mit Strom versorgt werden. Zur Installation ist keine Software erforderlich, eine Internetverbindung reicht aus. Die Konfiguration erfolgt über XPress Cloud. Pro Access Point können bis zu vier SSIDs genutzt werden.

Der XP8i kommt mit integrierten 2×2 MIMO-Antennen und zwei “Spatial Streams”. Die vier eingebauten Dualband-Antennen nutzen die WLAN-Frequenzbänder bei 2,4 und 5 GHz. Jedes der integrierten Funkmodule nutzt mehrere Antennen gleichzeitig zum Senden und Empfangen von Datenpaketen in jeweils einem einzelnen Kanal. Das 802.11ac-Gerät funkt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,2 GBit/s und ist kompatibel zu Geräten, die ältere Wi-Fi-Standards nutzen.

Meru Xpress Cloud (Bild: Meru Networks)
Die Steuerung und Konfiguration der Access Points kann in der Meru Xpress Cloud auch über das iPad vorgenommen werden (Bild: Meru Networks).

Ein integriertes, sogenanntes “Captive Portal” ermöglicht die Einbeziehung der Geräte von Mitarbeitern und Gästen. Der Access Point arbeitet mit den Sicherheitsstandards WPA2 Enterprise, WPA2-PSK und IEEE 802.1X, erkennt “Rogue Devices”, also nicht im Netz zugelassene Geräte, und bietet Gastzugänge ohne Zugriff auf unternehmenskritische Teile des Netzwerks.

Interessierte können die XPress Cloud entweder mit einem Direktkauf der XP8i-Access-Points oder als buchbares Wi-Fi-as-a-Service-Modell erwerben. Die EU-Preise der Cloud-Management-Lizenzen stehen noch nicht fest. In den Vereinigten Staaten gibt es den Access Point XP8i für 695 Dollar und den Cloud-Service für 135 Dollar im Jahr. Dort ist der Zugangspunkt auch als Kaufmodell und ohne Service für einen Preis von 44,95 Dollar im Monat erhältlich.

Hierzulande sollen autorisierte Meru-Händler die Preise festlegen und selbst auswählen, welche Teile des Management-Portals sie kaufen und weiterverkaufen und welche Dienstleistungen sie dazu anbieten. Ein Direktverkauf findet nicht statt. Ein kostenloses Trial des virtuellen Access-Point-Controllers ist über einen US-Server von Meru Networks verfügbar.

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