Bericht: Google arbeitet an Hybrid-Notebook mit Android und Chrome OS

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Android und Chrome OS (Bild: Google)

Dem Portal Digitimes zufolge läuft das 2-in-1-Chromebook im Tablet-Modus mit Android und im Notebook-Modus mit Chrome OS. Mit der Integration des Mobil-OS mit dem Browser-Betriebssystem will Google die Attraktivität von Chromebooks offenbar auch für Kunden außerhalb des US-Marktes steigern.

Wie Digitimes auf Basis eigener Recherchen innerhalb von Zuliefererkreisen meldet, plant Google ein 2-in-1-Chromebook, auf dem im Tablet-Modus Android läuft und bei angeschlossener Tastatur – also im Notebook-Modus – Chrome OS. Die Integration des Mobil-OS mit dem Linux-basierenden Browser-Betriebssystem soll Chromebooks offenbar vor allem für Endverbraucher außerhalb der USA interessanter machen. Bereits im Oktober 2014 wurde gemutmaßt, dass die Grenzen zwischen Android und Chrome OS künftig womöglich aufweichen könnten.

Android und Chrome OS (Bild: Google)

Das Chromebook werde Digitimes zufolge von Quanta Computer entwickelt und aller Voraussicht Ende des ersten Quartals auf den Markt kommen. Das Hybrid-Gerät soll im Notebook-Modus zwar wie erwähnt auf Chrome OS umschalten, allerdings sollen parallel auch Android-Apps in einem eigenen Fenster laufen können. Dies demonstrierte Google bereits auf seiner Hausmesse Google I/O im Juni vergangenen Jahres.

Dort kündigte es auch seine Pläne zur nahtlosen Integration des Android-Ökosystems in Chromebooks an. Neben Google planen laut Digitimes auch andere nicht näher benannte Markenhersteller die Einführung von Hybrid-Chromebooks in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr verkaufte Google weltweit 6,5 Millionen Chromebooks – 85% davon allerdings ausschließlich in den USA. Mit der Kombination von Android und Chrome OS will Google die 2-in-1-Geräte nun auch für andere Regionen interessanter machen, wie Digitimes mutmaßt.

Um sich der drohenden Konkurrenz durch die Hybrid-Chromebooks erwehren zu können, plant Microsoft für die zweite Jahreshälfte offenbar ebenfalls neue Schnäppchenangebote im Zusammenhang mit seinem kommenden Betriebssystem Windows 10. So will es Digitimes zufolge nur niedrige Lizenzgebühren auf 2-in-1-Geräte mit einer Displaydiagonalen bis zu 10,1 Zoll sowie auf Modelle mit Bildschirmgrößen zwischen 10,1 und 12,5 Zoll einführen. Darüber hinaus wolle der Softwarekonzern auch ein neues 10,6-Zoll-Hybridgerät mit abnehmbarer Tastatur unter seiner Marke Surface auf den Markt bringen, um Windows-basierende 2-in-1-Geräte zu fördern.

[mit Material von Thomas Wilke, Gizmodo.de]

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