Adobe patcht außerplanmäßig Sicherheitslücke in Flash Player

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Flash Player Logo (Bild: Adobe).

Es liefert dazu Version 16.0.0.305 der Software aus. Die erst vor wenigen Tagen entdeckte Schwachstelle, die schon für Angriffe mit manipulierten Anzeigen ausgenutzt wurde, soll damit nun behoben sein. Das Update steht für Windows und OS X bereits zum Download bereit. Außerdem kommt die Aktualisierung auch über die Auto-Update-Funktion in Flash Player zu den Anwendern.

Adobe hat wie angekündigt ein Update für sein Internet-Plug-in Flash Player bereitgestellt, das die vor einigen Tagen entdeckte Zero-Day-Lücke schließen soll. Die Schwachstelle konnten Angreifer ausnutzen, indem sie manipulierte Anzeigen verwendten. Sie steckt in allen Versionen von Flash Player. Die neue Version 16.0.0.305 steht für Windows und OS X ab sofort zum Download zur Verfügung. Die Aktualisierung liefert Adobe auch über die Auto-Update-Funktion in Flash Player aus.

Logo Flash Player (Bild: Adobe)

Die Schwachstelle erlaubte es, Schadcode über manipulierte Anzeigen einzuschleusen und so die Kontrolle über ein System zu übernehmen. Von den Angriffen waren vor allem Internet Explorer und Firefox unter Windows betroffen. Ein Opfer muss lediglich mit einem der beiden Browser eine speziell präparierte Website besuchen – Schadsoftware gelangt dann automatisch und im Hintergrund als Drive-by-Download auf den Rechner.

Entdeckt wurde das Leck von Elia Florio und Dave Weston von Microsoft sowie Peter Pi, Threat Analyst bei Trend Micro. “Unseren Daten zufolge wurden Besucher der beliebten Site Dailymotion.com zu mehreren Sites umgeleitet, die möglicherweise zu der URL ‘hxxp://www.retilio.com/skillt.swf’ führten, wo der eigentliche Exploit gehostet wurde. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Infektion automatisch geschieht, da Anzeigen so gestaltet sind, dass sie geladen werden, sobald ein Nutzer eine Seite besucht”, schreibt Pi im Trend-Micro-Blog.

Pi vermutet, dass die Angriffe nicht auf Dailymotion beschränkt waren, da die Anzeigen über eine Werbeplattform geschaltet wurden. Die Angriffswelle begann demnach am 14. Januar und hatte am 27. Januar ihren Höhepunkt. Die meisten Opfer stammten aus den USA. Derzeit werde allerdings keine Malware mehr für die aktuelle Flash-Lücke verteilt.

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Da sich die Verwendung von Flash Player nicht völlig vermeiden lässt, sollte das Internet-Plug-in so eingestellt werden, dass vor seiner Aktivierung eine Zustimmung erforderlich ist (Screenshot: ZDNet.de)
Da sich die Verwendung von Flash Player nicht völlig vermeiden lässt, sollte das Internet-Plug-in so eingestellt werden, dass vor seiner Aktivierung eine Zustimmung erforderlich ist (Screenshot: ZDNet.de).

[mit Material von ZDNet.de]