Teamviewer präsentiert Cloud-basierende Sicherheits-Abos für KMU

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Teamviewer (Grafik: Teamviewer)

Das als “ITbrain Anti-Malware” vermarktete Angebot soll komplexe IT-Infrastruktur und kostspielige Server-Wartung ersetzen. Es soll sich auch von weniger versierten Anwendern über Teamviewers Management-Konsole bedienen lassen. Firmen können darüber unter anderem auch Umfang und Intervall der Malware-Scans festlegen. Der technische Unterbau setzt sich aus Heuristiken und einer signaturbasierenden Erkennung zusammen.

Teamviewer hat eine webbasierende Antiviren-Lösung für kleine und mittelgroße Unternehmen auf den Markt gebracht. Der Göppinger Anbieter, der durch Software im Bereich Desktop-Sharing, Fernwartung und Online-Kollaboration bekannt geworden ist, bietet Firmen mit dem ITbrain Anti-Malware genannten Produkt nun sowohl den Schutz vor Angriffen durch Schadprogramme als auch die Verwaltung solcher Lösungen an. Ihm zufolge erfordert ITbrain Anti-Malware weder komplexe IT-Infrastruktur noch kostspielige Server-Wartung. KMU können die Lösung im Rahmen eines Abo-Modells erwerben.

Teamviewer Logo (Grafik: Teamviewer)

Teamviewer zufolge lässt sich das Produkt über dessen Cloud-basierende Management-Konsole auch von weniger versierten Anwendern bedienen. Firmen sollen damit ihre Endpunkte zentralisiert von jedem internetfähigen Endgerät aus mit wenigen Klicks bedienen und überwachen können, da alle benötigten Daten in der Cloud gesammelt und zusammengeführt werden. Dadurch soll die Lösung auch mit unterschiedlichen Windows-Desktops- und Servern zurechtkommen.

Die Anschaffung oder Einrichtung zusätzlicher Hardware sei dabei ebenso wenig erforderlich, wie die Installation der Software auf jedem Arbeitsplatzrechner. Laut Anbieter wird dies zentral über die Teamviewer-Management-Konsole abgewickelt.

ITbrain Anti-Malware kümmere sich ferner selbst um alle einzuspielenden Patches und Updates. Unternehmen soll damit der Aufwand erspart bleiben, sich kontinuierlich neu aufkommender Bedrohungen oder Sicherheitslücken annehmen zu müssen. Mehrmals am Tag aktualisiert sich ITbrain Anti-Malware Teamviewer zufolge selbstständig mit den aktuellsten Virensignaturen.

Entdeckte schädliche Dateien werden automatisch in Quarantäne verschoben, ohne dass Mitarbeiter dafür aktiv werden müssen. Alternativ erhalten sie eine Benachrichtigung per E-Mail, jede Aktion wird überdies direkt im Teamviewer-Client und der Management-Konsole angezeigt. Zur weiteren Verwendung lassen sich protokollierte Aktionen auch als Reports exportieren. Bei Bedarf kann der Anwender die in Quarantäne verschobenen Dateien auch wiederherstellen.

Der Anti-Malware-Schutz wird entweder zentral über die Management-Konsole im Unternehmensnetzwerk verteilt und kontrolliert oder individuell für jeden Rechner festgelegt. Ein Dashboard bietet außerdem die Möglichkeit, eine Status-Momentaufnahme aller verwalteten Clients in Echtzeit zu erstellen. Während sich für IT-Administratoren alle wesentlichen Rechte einstellen lassen, kann der Zugriff für Angestellte auf übergreifende Sicherheitsregeln und Einstellungen blockiert werden. So wird unter anderem vermieden, dass die Mitarbeiter den Schutz versehentlich deaktivieren.

Unternehmen können darüber hinaus Umfang und Art der Malware-Scans – ebenfalls in der Management-Konsole – festlegen und die Prozesse auch entsprechend anstoßen. Gleichermaßen lassen sich unter anderem Scan-Zeiten und Reichweite der Überprüfungen definieren. Dadurch sollen KMU selbst bestimmen können, ob und wann sie vollständige Scans für angemessen halten und wann schnelle Scans zur Vermeidung von Produktivitätseinschränkungen ausreichen. Ebenso können tägliche, wöchentliche oder anderweitig regelmäßige Intervalle definiert werden.

ITbrain_Anti-Malware_TeamViewer (Screenshot: Teamviewer)
ITbrain Anti-Malware ist in die Management-Konsole von Teamviewer integriert. Gemeinsam mit dieser sammelt die Lösung die für den Schutz erforderlichen Daten in der Cloud und führt sie dort entsprechend zusammen (Screenshot: Teamviewer).

Als technischer Unterbau kommt laut Teamviewer eine Kombination aus aktuellsten Heuristiken und einer signaturbasierenden Erkennung mit der Scan-Engine von Bitdefender zum Einsatz, mit der Schadsoftware – etwa Viren, Rootkits oder Spyware – blockiert werden soll, sobald sie aktiv wird. Auch Phishing-Versuchen und Datenverlust soll damit vorgebeugt werden.

“Die Gefahren durch Schadsoftware nehmen stetig zu. Zugleich verfügen viele kleine Unternehmen nicht über dediziertes IT-Personal, das umfassende Schutzmaßnahmen koordinieren, geschweige denn implementieren könnte. ITbrain Anti-Malware bietet diesen Unternehmen Sicherheit auf professionellem Niveau, jedoch ohne die Bürde der Instandhaltung und die kontinuierlichen Ausgaben einer komplexen Lösung. Und das Beste daran: So gut wie jeder Mitarbeiter kommt mit dieser einfachen, jedoch hoch effektiven Cloud-Lösung zurecht”, sagte Kornelius Brunner, Head of Product Management bei Teamviewer, in einer Pressemitteilung.

Das Abo-basierende ITbrain Anti-Malware ist ab sofort für Windows XP SP3, Vista, 7, 8 und 8.1 sowie für Windows Server 2003 R2, 2008, 2008 R2, 2012 und 2012 R2 verfügbar. Lizenzen werden pro Endpunkt auf Monats- oder Jahresbasis berechnet. Zudem gewährt Teamviewer Ermäßigungen für größere Nutzergruppen. Darüber hinaus kann die Lösung auch unabhängig von einer Teamviewer-Lizenz genutzt und lizensiert werden.

Bereits im Herbst hatte Teamviewer sein im vergangenen April gestartetes Online-Backup-Angebot um drei Produktpakete für KMU erweitert. Der Airbackup genannte Cloud-basierende Client umfasst standardmäßig die Sicherung von Dateien, Ordnern und Netzwerkfreigaben, kann – je nach gebuchtem Paket – aber um das Backup von Microsoft-Exchange- und SQL-Servern sowie MySQL-Datenbanken erweitert werden. Überdies wird der jeweilige Systemstatus entsprechend konserviert. Das umfangreichste Paket beinhaltet ferner eine “Local Speedkick” genannte Funktion, die die Erstellung einer zusätzlichen lokalen Sicherungskopie erlaubt.

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