IT-Führungskräfte müssen stärker mit dem Marketing kooperieren

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Logo Gartner (Bild: Gartner)

Durch Personalisierungen und digitale Marketingstrategien sind Marketingabteilungen in Zukunft noch mehr auf die Kooperation mit IT-Führungskräften angewiesen. Gartner unterstreicht in einem aktuellen Bericht, dass bis 2018 durch eine Kooperation beider Abteilungen, Marketing-Technologien um 25 Prozent effizienter genutzt werden können.

Gartner weist darauf hin, dass in Zukunft das Marketing in Firmen auf gute Beziehungen zur IT-Abteilung angewiesen ist. IT-Fachkräfte können dem Beratungsunternehmen zufolge Marketingleiter dabei unterstützen, passende Lösungen zu personalisiertem, digitalem Marketing auszuwählen, zu implementieren und sinnvoll zu verknüpfen, zum Beispiel mit CRM-Lösungen. Laut den Gartner-Analysten kann diese Kooperation bis 2018 den Return on Invest (ROI) in Marketing-Technologien um 25 Prozent erhöhen.

IT-Führungskräfte müssen laut Gartner stärker mit dem Marketing kooperieren (Bild: Shutterstock/mama_mia)

“Marketing bleibt ein heiß umkämpftes Feld für IT-Investitionen und innovative Technologien mit einem schnell wachsenden Portfolio an Applikationen. Diese fordern eine größere Integration und mehr Fokus beim Investment”, sagt Kimberly Collins, Research Vice President bei Gartner. “IT-Führungskräfte, die das Marketing unterstützen, müssen eine enge Beziehung zu Marketingleitern aufbauen, damit die IT-Investitionen ihr volles Potenzial entfalten können.”

Marketing ist ihm zufolge mittlerweile ein Segment mit hohen IT-Investitionen geworden, besonders durch die schnell zunehmende Bedeutung von digitalem Marketing. Große Unternehmen, besonders im Business-To-Consumer-Bereich (B2C), haben meist mehr als 50 Applikationen und Technologien, die das Marketing unterstützen. Um dieses vielfältige Portfolio sinnvoll zu verwalten und dabei noch Umsatz zu generieren, müssten sie sinnvoll konsolidiert werden – jedoch ohne das Marketing in seiner Kreativität zu sehr einzuschränken. Im digitalen Marketing liegt Gartner zufolge der Fokus immer mehr auf der Verbesserung von Personalisierung für den Kunden, wofür oft eine Vielzahl an Applikationen und Technologien zum Einsatz kommt.

Im Business-To-Business-Umfeld (B2B) erwartet Gartner bis 2018 Umsatzsteigerungen von bis zu 15 Prozent, wenn Unternehmen Personalisierungen in ihre digitale Marketing-Strategie übernehmen. Kunden erwarteten, wiedererkannt zu werden und auf sie zugeschnittene Angebote und Werbung zu bekommen. Personalisiertes Marketing sei daher ein Muss. Besonders im B2B-Bereich haben Kunden einen hohen Anspruch an ihre Lieferanten, zu denen sie schon lange Beziehungen pflegen.

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Unternehmen, die Personalisierungen in ihre digitale Strategie übernehmen, machen es ihren Kunden einfacher, mehr Geld bei ihnen auszugeben, da sie die Interaktion angenehmer gestalten und dadurch die Möglichkeit von “Cross-Selling” erhöhen, was letzendlich alles zu höheren Umsatz führt. Aus verschiedenen Datenquellen automatisch Informationen über die Präferenzen des Kunden zusammenzutragen – und dass abteilungsübergreifend – ist daher ein weiterer Punkt, in dem IT-Führungskräfte Marketingabteilungen unterstützen können.

Noch weitgreifender und zentraler ist die Kooperation von IT-Abteilungen und Marketingabteilungen bei der Verteilung von sogenannten “Voice of Customer“-Daten innerhalb des Unternehmens. Laut Gartner wirken sich VoC-Initiativen, deren Daten innerhalb des Unternehmens nicht verfügbar gemacht werden, Kundenzufriedenheit und -treue. Diese Werte könnten auf einer Vergleichsskala um bis zu 30 Prozent zurückgehen.

IT-Abteilungen können laut Gartner hierbei ihre Bedeutung für das Unternehmen unter Beweis stellen: Zum einem mit ihrem Wissen und Verständnis von verschiedenen Technologien, die in mehreren Abteilungen verfügbar gemacht werden, zum anderen durch ihre Fähigkeit, integrierte Lösungen zu schaffen, die auf den Kunden statt auf die Abteilung ausgerichtet sind. Die Rolle der IT-Abteilungen wird es in Zukunft daher sein, eine unternehmensweite VoC-Initiative unabhängig davon zu unterstützen, wer sie initiiert hat.