Adobe warnt schon wieder vor gefährlicher Lücke im Flash Player

Sicherheit
Logo Flash Player (Bild: Adobe)

Die als “kritisch” eingestufte Sicherheitslücke findet sich in der gerade erst ausgelieferten Version 16.0.0.296 des Adobe Flash Players. Allerdings wird sie bereits für Angriffe mit präparierten Online-Anzeigen ausgenutzt. Sie wurden auch auf eigentlich unverdächtigen Sites, wie dem Videoportal Dailymotion, an Nutzer ausgeliefert.

Adobe hat erneut vor einer kritischen Schachstelle in Version 16.0.0.296 des Adobe Flash Players. gewarnt. Sie werde bereits für Malvertising-Attacken, also Angriffe mit manipulierten Anzeigen, ausgenutzt. Betroffen sind Flash Player 16.0.0.296 und früher sowie die Version 13.0.0.264 und früher für Windows und Mac OS X. Zudem ist Flash Player 11.2.202.440 für Linux fehlerhaft.

Adobe warnt vo einer Lücke in der gerade erst ausgelieferten Version 16.0.0.296 des Adobe Flash Players (Bild: Adobe)

Der Fehler steckt in Flash Player 16.0.0.296, den Adobe vor rund einer Woche herausgebracht hatte, um eine andere, ebenfalls als kritische eingestufte Zero-Day-Lücke zu schließen.

Die Schwachstelle erlaubt es, Schadcode einzuschleusen und damit die Kontrolle über ein betroffenes System zu übernehmen. Derzeit richten sich die Angriffe gegen Internet Explorer und Firefox unter Windows. Ein Opfer muss lediglich mit einem der beiden Browser eine speziell präparierte Website besuchen – Schadsoftware gelangt dann automatisch und im Hintergrund als Drive-by-Download auf den Rechner.

Entdeckt wurde das Leck von Elia Florio und Dave Weston von Microsoft sowie Peter Pi, Threat Analyst bei Trend Micro. “Unseren Daten zufolge wurden Besucher der beliebten Site Dailymotion.com zu mehreren Sites umgeleitet, die möglicherweise zu der URL ‘hxxp://www.retilio.com/skillt.swf’ führten, wo der eigentliche Exploit gehostet wurde. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Infektion automatisch geschieht, da Anzeigen so gestaltet sind, dass sie geladen werden, sobald ein Nutzer eine Seite besucht”, schreibt Pi im Trend-Micro-Blog.

Pi vermutet, dass die Angriffe nicht auf Dailymotion beschränkt waren, da die Anzeigen über eine Werbeplattform geschaltet wurden. Die Angriffswelle begann demnach am 14. Januar und hatte am 27. Januar ihren Höhepunkt. Die meisten Opfer stammten aus den USA. Derzeit werde allerdings keine Malware mehr für die aktuelle Flash-Lücke verteilt.

Trend Micro rät aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Cyberkriminelle die Schwachstelle für ihre Zwecke einsetzen, den Flash Player vorübergehend zu deaktivieren. Adobe hat indes einen Patch noch für diese Woche versprochen.

[mit Material von ZDNet.de]