Qnap präsentiert NAS-Serie mit stromsparender ARM-CPU für das Kleinbüro

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Qnap_TS-31__series (Bild: Qnap)

Die Modelle der Turbo-NAS-Reihe TS-x31+ kommen entweder mit zwei oder vier Einschüben. Jeder Schacht lässt sich mit einer bis zu 8 TByte großen HDD oder SSD bestücken. Angetrieben werden beide vom energieeffizienten ARM-Prozessor Cortex A15 mit zwei Kernen und einem Takt von 1,4 GHz. Übertragene Daten werden mit einer 256 Bit starken Hardwareverschlüsselung chiffriert.

Qnap hat seine Turbo-NAS-Produktpalette um zwei Tower-Modelle der TS-x31+-Serie erweitert. Es handelt sich um Ausführungen mit jeweils zwei (TS-231+) oder vier (TS-431+) Laufwerksschächten. Darin können im laufenden Betrieb austauschbare SATA-II- und SATA-III-Festplatten respektive SSDs im 2,5- und 3,5-Zoll-Format mit theoretischen Transferraten von 3 beziehungsweise 6 GBit/s verbaut werden. Sie sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen extra angeschafft werden.

Qnap Turbo-NAS-Reihe TS-x31+ (Bild: Qnap)
Die Modelle der Turbo-NAS-Reihe TS-x31+ kommen als Ausführungen mit zwei (TS-231+) oder vier (TS-431+) Festplatteneinschüben (Bild: Qnap).

Die maximal unterstützte Storage-Kapazität beträgt 8 TByte je Einschub, sodass das Modell TS-231+ bis zu 16 TByte Speicherplatz bietet, während das TS-431+ maximal 32 TByte offeriert. Zusätzlich sind jeweils 512 MByte Flash-Speicher verbaut. Die für Klein- und Heimbüros vorgesehenen Netzwerkspeicher sind ab sofort zu Preisen von je 284 (TS-213+) und 392 Euro (TS-431+) erhältlich.

Beide Netzwerkspeicher werden von einem energieeffizienten ARM-Cortex-A15-Prozessor mit zwei Kernen und einem Takt von 1,4 GHz angetrieben. Ihm stehen sowohl eine VFPv4-Gleitkommaeinheit (FPU) als auch 1 GByte DDR3-RAM zur Seite.

Die mit den NAS-Servern maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit gibt der Hersteller für das Modell TS-231+ mit 204 MByte/s beim Lesen und 213 MByte/s beim Schreiben an. Die Variante TS-431+ schafft laut Qnap hingegen einen Lesedurchsatz von bis zu 193 MByte/s sowie einen Schreibdurchsatz von maximal 157 MByte/s. Werden Daten verschlüsselt übertragen, erreicht die Transferrate dem Anbieter zufolge immerhin noch mehr als 162 MByte/s für die TS-231+-Ausführung sowie über 157 MByte/s für das TS-431+-NAS. Zum Einsatz kommt eine hardwarebasierende NAS-Volume-Verschlüsselung mit einem 256 Bit starken AES-Schlüssel.

Ins SOHO-Netzwerk lassen sich die NAS-Server über zwei Gigabit-Ethernet-Ports einbinden. Sie unterstützen Port-Bündelung (Link Aggregation), womit sich der Datendurchsatz erhöhen lässt. Auch die Einrichtung einer Fehlertoleranz (Failover) wird unterstützt. An weiteren Anschlüssen integrieren die NAS-Systeme drei USB-3.0-Ports, von denen sich einer auf der Vorder- und zwei auf der Rückseite befinden. Qnap zufolge sind die Anschlüsse unter anderem zu USB-Druckern, USB Pen Drives oder etwa WLAN-USB-Adaptern, die nach den Standards 802.11ac oder 802.11n im Dual-Band-Modus funken, kompatibel.

Mithilfe des mitgelieferten, webbasierenden Editors Notes Station 2.0 können Anwender digitale Notizen in ihrer privaten Cloud erstellen und zur gemeinsamen Nutzung an ausgewählte Kontakte weiterleiten. Generell lassen sich damit Notizen bearbeiten, mittels einer Chrome-Erweiterung respektive der Qsnap-Desktopanwendung Screenshots erstellen oder auch Notizen mit auf den NAS-Servern gespeicherten Mediendateien verknüpfen. Mit der zugehörigen App Qnotes kann der Nutzer auch von unterwegs aus auf die Notizen zugreifen.

Desweiteren unterstützt Notes Station 2.0 den Im- und Export von PDF-Dateien, RSS-Live-Feeds sowie Snapshots für die Versionskontrolle. Anwender erhalten ferner eine Online-Vorschau auf beigefügte Multimedia-Dateien, eine AES-256-Bit-Verschlüsselung für ihre Notizen sowie die Möglichkeit, in Evernote aufgezeichnete Notizen zu sichern und zu modifizieren.

Im Hinblick auf multimediale Anwendungen unterstützt die TS-x31+-Serie sowohl DLNA als auch Airplay. Das ermöglicht Heim-Anwendern, über kompatible Smart-TVs, Spielkonsolen und Medienplayer in HD-Qualität Zugriff auf die auf den NAS-Geräten gespeicherten Fotos und Videos zu erhalten. Wer über ein iOS-Gerät verfügt, kann überdies die auf den Netzwerkspeichern abgelegten Multimediadateien durchsuchen und per Apple TV auf einem Fernseher wiedergeben. Außerdem kann der Nutzer mittels QAirplay&Chromecast Mediendateien aus dem QTS App Center über Apple TV oder den Chromecast-Stick direkt auf ein TV-Gerät streamen. Ein zusätzliches Mobilgerät ist nicht erforderlich.

Apps wie Photo Station, Music Station und Video Station erlauben Nutzern weiterhin, ihre Mediensammlung zu zentralisieren und sie für verschiedene Personen freizugeben. Zudem sollen weitere mobile Anwendungen wie Qphoto, Qmusic, Qvideo, Qfile und Qmanager den externen Zugriff und die Verwaltung der auf den TS-x31+-Geräten gespeicherten Dateien vereinfachen. Eine zusätzliche Erleichterung bei der Synchronisierung vom jeweiligen Turbo-NAS-Modell mit verschiedenen Geräten lässt sich laut Anbieter mit Qsync erreichen.

QNAP_TS-231+_back (Bild: Qnap)
Auf der Rückseite der TS-x31+-Modelle finden sich neben zwei USB-3.0-Ports auch zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, die unter anderem Funktionen zur Port-Bündelung und Ausfallsicherung bieten (Bild: Qnap).

Im QTS App Center stehen Anwendern überdies noch Applikationen zur Erweiterung des Funktionsumfangs der TS-x31+-Reihe um eigene und Drittanbieter-Apps zur Verfügung. Hier finden Nutzer unter anderem Anwendungen zur Erleichterung von Sicherung und Synchronisierung.

Das Modell TS-231+ ist 16,9 mal 10,2 mal 22,5 Zentimeter groß und rund 1,3 Kilogramm schwer, kommt also im Vergleich zur Variante TS-431+ kompakter und leicher daher. Letztere misst 17,7 mal 18 mal 23,5 Zentimeter udn wiegt 3 Kilogramm.

In puncto Leistungsaufnahme ist das kleinere Modell ebenfalls im Vorteil: Im HDD-Ruhezustand verbraucht es 9,03 Watt und im regulären Betrieb 16,01 Watt. Das TS-431+ kommt hier hingegen auf Werte von 11,89 (HDD-Ruhezustand) beziehungsweise 26,15 Watt (regulärer Betrieb).

Bereits vor rund anderthalb Wochen brachte Qnap mit der TVS-x71-Serie neue Tower-Netzwerkspeicher auf den Markt. Sie bieten wahlweise sogar bis zu acht Festplatteneinschübe und integrieren – anders als die TS-x31+-Serie – Intel-Prozessoren der Core-i- respektive Pentium-Serie. Ferner sind sie mit bis zu 16 GByte RAM bestückbar.

Tipp der Redaktion: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

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