WorkMail: Amazon Web Services will Firmen mit E-Mail-Dienst versorgen

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Amazon_Workmail (Bild: Amazon)

Der Cloud-Service offeriert übliche Funktionalitäten rund um E-Mail, darunter Terminkalender, Aufgaben, Kontaktlisten und öffentliche Ordner. Mit den Features soll er E-Mail-Server in Firmen sowie deren Verwaltung ersetzen. Zugleich soll er sicherer als bisherige Cloud-Lösungen sein. Für ein Postfach mit 50 GByte fordert Amazon monatlich 4 Dollar pro Nutzer.

Mit WorkMail hat Amazon Web Services (AWS) einen E-Mail-Dienst für Geschäftskunden angekündigt. Seinen Nutzern offeriert er übliche Funktionen rund um die E-Mail-Verwaltung – etwa einen Terminkalender, Aufgaben, Kontaktlisten sowie öffentliche Ordner. Damit tritt Amazon in direkten Wettbewerb zu Angeboten von Microsoft und Google und will WorkMail auch zu entsprechenden Preisen anbieten.

Amazon Workmail (Bild: Amazon)

Amazon verspricht Anwendern insbesondere mehr Sicherheitsfunktionen als andere E-Mail-Dienste in der Cloud. Als Managed Service verwendet WorkMail zugleich AWS-Dienste wie die als Amazon Zocalo eingeführte Storage-Lösung Amazon WorkDocs, den Directory Service, AWS Identity and Access Management sowie AWS Key Management Service.

Laut Peter De Santis, als Vice President zuständig für AWS Compute Services, soll WorkMail Kunden vollständige Kontrolle über den Speicherort ihrer Daten geben, indem sie die AWS-Region für die Speicherung auswählen können. Die Übermittlung erfolgt SSL-verschlüsselt, für die gespeicherten Informationen können Kunden ihre eigenen Kryptoschlüssel über den AWS Key Management Service wählen. Von Unternehmen vorgeschriebene Sicherheitsrichtlinien für mobile Geräte setzt WorkMail über Microsofts Exchange-ActiveSync-Protokoll durch.

Administratoren können Amazons E-Mail-Dienst mit einem bestehenden Microsoft Active Directory integrieren, sodass Anwender mit ihren bisherigen geschäftlichen Zugangsdaten auf ihre Postfächer gelangen können. Ein entsprechendes Werkzeug hilft, Postfächer von eigenen E-Mail-Servern zu Amazon WorkMail zu migrieren. Amazon wirbt damit, dass sich mit seinem Dienst Kauf und Lizenzierung von E-Mail-Servern sowie die laufende Verwaltung für diese Systeme erübrige.

AWS verspricht darüber hinaus Kompatibilität zu Desktop-Clients wie Microsoft Outlook sowie mobilen Clients. WorkMail ist zudem über ein Web-Interface mit Browsern wie Chrome, Firefox und Internet Explorer zugänglich. Jedes Postfach liefert 50 GByte Speicherplatz für E-Mails und Anhänge. Nachrichten können bis zu einer Größe von 30 MByte übertragen werden.

AWS nimmt ab sofort Anmeldungen für eine vorerst nur regional erhältliche Preview-Version entgegen. In einem 30-tägigen Testzeitraum stehen kostenlos jeweils 50 GByte Speicherplatz für 25 Anwender bereit. Im Anschluss verlangt Amazon monatlich 4 Dollar pro Nutzer sowie ein WorkMail-Postfach mit 50 GByte. Für ein Bundle-Angebot bestehend aus WorkMail und WorkDocs werden monatlich 6 Dollar je Nutzer fällig.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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