Qnap präsentiert Netzwerkspeicher mit 10-Gigabit-Ethernet

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QNAP_TVS-871U-RP (Bild: Qnap)

Die NAS-Server der Serie TVS-x71U kommen mit acht oder zwölf Einschüben. Sie lassen sich wahlweise mit Intel-CPUs der Reihen Core i3, i5 und i7 respektive Pentium ausstatten. Zudem sind die Geräte mit zweimal 2 oder 4 GByte beziehungsweise zwei- oder viermal 8 GByte RAM bestückbar. Qnap hat auch wieder dafür gesorgt, das sie die Wiedergabe und Transkodierung von 4K-Videos unterstützen.

Qnap hat sein Turbo-vNAS-Portfolio um die die TVS-x71U-Serie erweitert. Laut Hersteller richten sich die Varianten der NAS-Server, die zu Preisen zwischen 1843 und 3331 Euro erhältlich sind, vor allem an die Bedürfnisse von Unternehmen. Die insgesamt sieben Rackmount-Modelle (2U) beherbergen entweder acht (TVS-871U-RP) oder zwölf (TVS-1271U-RP) Laufwerksschächte, in die sich Hot-Swapping-fähige SATA-II- respektive SATA-III-Festplatten oder SSDs im 2,5- beziehungsweise 3,5-Zoll-Format mit einer maximalen Speicherkapazität von 8 TByte je Einschub verbauen lassen. Darüber hinaus integriert die TVS-x71U-Serie zwei Cache-Schnittstellen für die optionale Installation kleiner mSATA-Flashspeicher.

Qnap TVS-871U-RP aus der Serie TVS-x71U (Bild: Qnap)
Die Serverschrank-Modelle TVS-871U-RP sind mit bis zu acht 8-TByte-Festplatten oder SSDs bestückbar (Bild: Qnap).

Zusätzlich lässt sich die maximal mögliche Speicherkapazität von 96 TByte durch den Anschluss mehrerer RAID-Erweiterungsgehäuse – etwa den Modellen REXP-1600U-RP und REXP-1200U-RP – auf eine Bruttokapazität von bis zu 1 Petabyte ausbauen.

Die Netzwerkspeicher unterscheiden sich außer im Preis und der Speicherkapazität auch hinsichtlich der Prozessor- und Arbeitsspeicherausstattung: Als Recheneinheit kommen in allen Geräten auf der Haswell-Architektur basierende Intel-CPUs mit einem Durchsatz von 3300 MByte/s sowie 162.000 IOPS zum Einsatz. Zur Wahl stehen ein Intel-Pentium-Chip (G3250) mit zwei Kernen und einem Takt von 3,1 GHz, ein ebenfalls mit zwei Kernen versehener Core i3 (i3-4150) mit einer Taktrate von 3,5 GHz sowie die Quad-Core-Prozessoren Core i5 (i5-4590S) beziehungsweise Core i7 (i7-4790S) mit einer Taktfrequenz von 3 respektive 3,2 GHz.

Abhängig von der Ausführung mit acht oder zwölf Einschüben stehen den Prozessoren wiederum zum Teil unterschiedliche RAM-Konfigurationen zur Seite: Während der Core-i3-Chip in der 8-Bay-Version auf 4 GByte DDR3-RAM (zweimal 2 GByte) zugreifen kann, stehen ihm in der 12-Bay-Variante bis zu 8 GByte (zweimal 4 GByte) zur Verfügung. Die Core-i5-CPU arbeitet hingegen bereits in der 8-Bay-Basisausführung mit dieser RAM-Kapazität (zweimal 4 GByte), in dem Modell mit zwölf Einschüben kann der Prozessor indes auf doppelt soviel Arbeitsspeicher zurückgreifen (zweimal 8 GByte).

Dem Pentium-Prozessor greift dagegen immer auf 4 GByte DDR3-RAM zu – unabhängig von der jeweiligen Ausführung des NAS. Den meisten Arbeitsspeicher erhält, wer das Modell mit der integrierten Core-i7-CPU wählt, die ausschließlich in der Variante mit zwölf Einschüben zum Einsatz kommt. Sie arbeitet mit 32 GByte DDR3-RAM (viermal 8 GByte).

QNAP_TVS-1271U-RP (Bild: Qnap)
Die Rackmount-Modelle TVS-1271U-RP kommen hingegen mit gleich zwölf Laufwerksschächten und ermöglichen so eine maximale Speicherkapazität von 96 TByte. (Bild: Qnap)

Sämtliche Geräte lassen sich mit 10-Gigabit-Ethernet ans Firmennetzwerk anbinden. Hierfür stehen insgesamt vier LAN-Schnittstellen zur Verfügung, die erforderliche Netzwerkkarte ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. An weiteren Anschlüssen besitzen die Speicherserver ebenfalls je vier USB-3.0- und 2.0-Ports, zwei PCIe-Erweiterungssteckplätze sowie einen HDMI-Ausgang.

An letzteren lässt sich beispielsweise ein entsprechender externer Bildschirm anschließen. In Kombination mit einer Maus und einer Tastatur sowie der hauseigenen QvPC-Technologie können die NAS-Server der TVS-x71U-Serie somit auch als Alternative zum Desktop-Rechner eingesetzt werden. Mithilfe der Technik können etwa virtuelle Maschinen unter Windows, Linux oder Unix integriert werden, auch eine Internetrecherche mit den Browsern Chrome oder Firefox ist möglich. Zudem unterstützen die Netzwerkspeicher dank QvPC das Abspielen und Transkodieren von 4K-Videos sowie die Wiedergabe von 7.1-Surround-Sound per XBMC. Zusätzlich lassen sich damit auch Live-Bilder von Überwachungskameras in Echtzeit auf den Geräten einsehen.

Ferner ist die TVS-x71U-Serie laut Anbieter zu Virtualisierungslösungen von VMware, Microsoft und Citrix kompatibel. Unterstützt werden ebenso Windows Active Directory, das LDAP-Protokoll sowie Windows ACL (Access Control List). Außerdem kann die TVS-x71U-Serie als Domain-Controller für Windows agieren und bietet überdies Sicherungsmöglichkeiten für Windows- und Mac-Anwender sowie Notfallwiederherstellungsoptionen – etwa RTRR, rsync und eine Cloud-Speichersicherung.

Mit den Turbo-vNAS-Modellen der TVS-x71-Serie brachte Qnap in der vergangenen Woche bereits ähnlich gelagerte Modelle auf den Markt. Sie sind ebenso mit Intel-Pentium CPUs respektive den Prozessoren Core i3, i5 und i7 ausgerüstet. Überdies können sie gleichermaßen 4K-Videos wiedergeben und transkodieren. Allerdings handelt es sich dabei um kompaktere Tower-Netzwerkspeicher.

Ebenfalls letzte Woche kamen die Turbo-vNAS-Geräte der TVS-x63-Serie auf den Markt. Bei diesen Speicherservern handelte es sich zwar auch um Tower-Modelle, im Gegensatz zu den Systemen der Reihen TVS-x71 und TVS-x71U ist diese Serie jedoch mit AMD-Prozessoren bestückt.

Tipp der Redaktion: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

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