Comodo bringt Antiviren-Software erstmals als Kaufversion in den Handel

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Comodo_Internet_Security_Pro8 (Bild: Comodo)

Bisher war Comodo Internet Security 8 nur als Gratis-Download verfügbar. Nun kommt der Malware- und Firewall-Schutz in der aktualisierten Pro-Version in den Handel. Wichtigste Neuerung ist die Containment-Technik, die dubiosen, unbekannten Anwendungen den Systemzugriff verwehrt. Bei Virenbefall zahlt Comodo unter gewissen Bedingungen bis zu 300 Euro.

Comodo bringt sein Produkt Internet Security erstmals als Kaufversion in den Handel. Der Vertrieb der vormals ausschließlich als Gratis-Download verfügbaren Software erfolgt zusammen mit dem Partnerunternehmen Tarox. Neben der neu gestalteten und frei wählbaren Oberfläche sollen Nutzer bei Internet Security Pro 8 auch vom enthaltenen Hersteller-Support profitieren, der in der Download-Variante nicht inklusive ist. So kann der Nutzer über einen integrierten Chat-Button Kontakt zum Anbieter aufnehmen und beispielsweise Unterstützung bei der Installation erhalten.

Comodo_Internet_Security_Pro8 (Bild: Comodo)
Comodo Internet Security Pro 8 enthält unter anderem die Containment-Technologie, die unbekannte Anwendungen zunächst in einer isolierten, virtuellen Umgebung ausführt (Bild: Comodo).

Sollte der Rechner trotz installierter Comodo-Lösung unter bestimmten Bedingungen von Malware befallen werden, gewährt das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Zahlung von maximal 300 Euro. Es nennt das “Virus-Free-Garantie” – und tritt damit in die Fußstapfen von Symantec, dass im Herbst anlässlich der Markteinführung seiner aktualisierten Norton-Produkte ein ähnliches Versprechen abgegeben hat. Um es im Fall der Fälle bei Comodo in Anspruch nehmen zu können, muss der Anwender die Software korrekt installiert sowie den Parameter “Automated Sandbox” aktiviert haben.

Als wesentlichste technische Neuerung der Kaufversion bezeichnet der Hersteller die sogenannte Containment-Technologie. Sie soll den Malware-Schutz nochmals dadurch erhöhen, dass sie unbekannte Dateien zunächst in einer isolierten, virtuellen Umgebung ausführt und in Echtzeit auf Unbedenklichkeit testet. Lautet das Ergebnis auf “Malware”, wird die Anwendung in Quarantäne verschoben, andernfalls erfolgt eine Benachrichtigung des Nutzers darüber, dass die Datei sicher ist. Durch diese Vorgehensweise hindert die Software laut Anbieter auch Zero-Day-Exploits daran, ein System zu befallen.

Als weitere Schutzfunktion kann der Nutzer mit Comodo Internet Security Pro 8 einen “Virtuellen Desktop” starten und seine Applikationen respektive Internetaktivitäten dadurch geschützt ausführen. Beispielsweise lässt sich der Browser in der Sandbox starten. Der Anwender erkennt das laut Hersteller am grünen Rahmen auf seinem Display, dieser kennzeichnet den “Virtual Desktop Mode”.

In Kombination mit der Antivirenkomponente soll die Comodo Memory genannte Firewall zudem Datendiebstähle, automatische Downloads (Drive-by-Downloads) sowie Computerabstürze und Systemschäden vermeiden. Ein Spyware-Scanner, Cloud-basierendes Whitelisting sowie eine Applikationskontrolle und ein Website-Filter runden die Schutzmaßnahmen ab. Darüber hinaus lässt sich das gewünschte Sicherheitsniveau individuell anpassen.

An zusätzlichen Features offeriert Comodo Internet Security Pro 8 das Host-basierende Intrusion-Prevention-System (HIPS) Defense+, den Browser Comodo Dragon sowie einen Spiele-Modus, der die Systemressourcen während der Ausführung eines PC-Spiels entsprechend umverteilt. Die zugehörige Lizenz kostet 14,90 Euro pro Jahr, bis zu drei Anwender zahlen im selben Zeitraum 29,90 Euro.

Comodo_Internet_Security_Pro8_Screenshot (Screenshot: Comodo)
Neben einer Sandbox beinhaltet Comodo Internet Security Pro 8 auch ein HIPS-Modul (Host-basierendes Intrusion-Prevention-System) sowie einen Spiele-Modus (Screenshot: Comodo).
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