Infor kündigt Cloud-basierende EDI-Lösung an

IT-ManagementIT-ProjekteKarriereNetzwerk-ManagementNetzwerkeSoftware
Infor-Logo (Bild: Infor)

Der “Electronic Data Interchange”, eine Art Framework für die richtige Daten-Konvertierung und Umsetzung des Austauschs zwischen Unternehmen und Anwendungen, soll durch gemanagte Dienste beherrschbarer werden. Infor ist nicht der erste, der so etwas bietet. Der geplante Service des Software-Konzerns richtet sich vorerst an Fertigungsunternehmen und deren Zulieferer.

Der IT-Dienstleister Infor will mit einem Cloud-Dienst rund um den Datenaustausch per EDI starten: “Infor Electronic Data Interchange (EDI) Managed Service” richtet sich an Fertigungsunternehmen und Zulieferer. Das Angebot ist noch nicht online, einen Termin für den Start hat der Anbieter noch nicht bekannt gegeben.

Infor-Logo (Bild: Infor)

Durch den Dienst sollen sich Änderungen bei Bestellungen, Lieferinformationen und Zahlungseingängen leichter austauschen lassen. Erforderliche Änderungen und Erweiterungen an den für EDI verwendeten Formatkonvertierungen sind laut Infor im laufenden Betrieb einführbar und anpassbar.

Das für Fertiger optimierte Paket konzentriert sich auf Konnektivität, Anfragenverwaltung und die Skalierbarkeit auf verschiedene Infrastruktur-, Partner- und Datengrößen. Es soll den Austausch mit Zulieferern gewährleisten und ihnen die passenden Infos in den notwendigen Datenformaten weitervermitteln.

Mehrere Cloud-Services bedienen das EDI-Marktsegment bereits. So ist etwa Pironet NDH mit seinem Produkt EDI as a Service aktiv, Comarch richtet sich mit Comarch EDI Outsourcing vorwiegend an Kunden im Umfeld des Einzelhandels und EDIGrid vermarktet sein gleichnamiges Angebot zu moderaten Fixpreisen auch an kleinere Unternehmen.

Bei EDIGrid können allerdings nur gängige EDI-Formate von EDIFACT bis VDA genutzt werden. Pironet und Comarch liefern fertige Datenaustauschlösungen für verschiedene Branchen. Infor richtet sich aufgrund des Kundenstamms für seine sonstige Sofwtare vor allem an den Automotive-Bereich. Es offeriert jedoch auch die Funktion, die Datenkonverter, also so genannte EDI-Maps, selbst zu verändern.

Je nach den Anforderungen, vorhandenen Systemen und Know-how im eigenen Haus können die Kosten bei allen Systemen allerdings stark differieren. Auch für mittelgroße Unternehmen empfiehlt es sich daher, beid er Einführung einen Berater einzubeziehen, um langfristig Kosten zu sparen – sofern sie denn die Wahl haben und nicht von einem oder mehreren großen Abnehmern auf ein bestimmtes System verpflichtet werden.

Im angekündigten Infor-Service stimmt die Middleware ION die EDI-Kommunikation der Partner mit der EDI-Lösung von Rocket Software ab. Die Cloud-Umgebung schiebt sich vor den technischen Umsetzungsteil und soll so den Vorgang transparenter machen. Vorhandene installierte On-Premise-Systeme lassen sich einbinden. Statt Clients bei jedem Partner oder Zulieferer zu installieren, gewährt ihm eine Cloud-Lösung den Zugriff zu Daten und Prozessen über den Browser.

Für viele Branchen und den in ihnen verwendeten Datenformaten und Geschäftsprozesse liefert Infor vordefinierte Abbildungen. So können etwa die nordamerikanischen und europäischen Anforderungen im Automotive-Umfeld erfüllt und ausgetauscht werden. Die EDI-Maps für die einzelnen Teilbereiche lassen sich abonnieren. Neben vorgefertigten Maps für Industriegruppen lassen sich standardisierte “XML Business Object Documents” (BODs) nutzen, um den Set-up-Prozess für neue Partner zu automatisieren.

Weil sich EDI-Spezifikationen für globale Automobilkonzerne ständig ändern, stellt der Infor-Service inmer die aktuellsten Formatbeschreibungen bereit. Formatdefinitionen für andere Branchen lassen sich über den Cloud-Dienst anpassen und einbinden, wenn Infor selbst keine parat hat.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen