Logitech bringt portables HD-Videokonferenzsystem für kleine Arbeitsgruppen

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ConferenceCam Connect (Bild: Logitech)

Die ConferenceCam Connect genannte Neuvorstellung eignet sich laut Anbieter für bis zu sechs Konferenzteilnehmer. Im Vergleich zum Vorgänger BCC950 ist es batteriebetrieben und unterstützt Bluetooth, NFC sowie Miracast. Das ab März erhältliche Gerät kommt auch mit allen gängigen Unified-Communications-Werkzeugen wie Jabber und Lync zurecht.

Logitech hat die Erweiterung seines Videokonferenz-Portfolios um die Lösung ConferenceCam Connect angekündigt. Das portable All-in-One-Gerät mit integrierter Kamera und eingebauter Freisprecheinrichtung eignet sich dem Hersteller zufolge für Arbeitsgruppen von bis zu sechs Personen in Meetingräumen kleiner oder mittlerer Größe. Ab März soll das 766 Gramm schwere, zylinderförmige System für rund 500 Euro (UVP) im Handel erhältlich sein.

ConferenceCam Connect (Bild: Logitech)
Die 1080p-Kamera des Videokonferenzsystems ConferenceCam Connect kommt mit vierfachem HD-Zoom und mechanischer Neigungsfunktion (Bild: Logitech).

ConferenceCam Connect lässt sich laut Logitech an jeden Rechner (etwa PC, Mac oder Chromebook) mit USB-Port anschließen und unterstützt gängige Unified-Communications-Angbote wie Cisco WebEx, Skype, Google Hangouts oder Citrix GoToMeeting. Optimiert ist es nach Angaben des Anbieters allerdings für die Nutzung mit Cisco Jabber und Microsoft Lync 2013.

Die integrierte 1080p-Kamera verfügt über eine Zeiss-Linse, bietet ein 90-Grad-Blickfeld und ermöglicht vierfachen digitalen Full-HD-Zoom. Ferner besitzt sie eine digitale Schwenk- und Neigungsfunktion und lässt sich mittels eines unter der Kamera befindlichen Rädchens zusätzlich mechanisch neigen.

Die Verarbeitung der durch die Kamera aufgefangenen Full-HD-Bilder erfolgt im Inneren des Geräts mit einem H.264-Encoder (UVC 1.5/SVC), Der soll dem mit dem ConferenceCam Connect verbundenen Computer die Video-Kodierung und somit die Rechenarbeit abnehmen.

Logitech hat eigenen Angaben zufolge vor allem an der Verbesserung der Videoqualität gearbeitet: “Sie kennen das vielleicht von ihrer privaten Videokonferenz-Software. Wenn die Qualität bei einem Videotelefonat extrem schlecht ist, macht sich das durch unschöne Artefakte, Verzerrungen und ein allgemein unsauberes Bild bemerkbar. Zudem scheinen Objekte weiter weg zu sein, als sie es eigentlich sind. Unsere Ingenieure haben nun dafür gesorgt, dass dies zumindest unseren Nutzern keine Kopfschmerzen mehr bereitet”, sagte Ziva Nissan, Senior Global Product Manager bei Logitech, während der Vorstellung des Produkts vor der Presse vergangene Woche in München.

Außerdem beherrscht das ConferenceCam Connect WLAN und unterstützt auch Miracast, sodass sich Smartphones oder Tablets drahtlos mit dem Gerät verbinden und deren Inhalte auf einen externen Bildschirm – etwa einen Fernseher – spiegeln lassen (Screen Mirroring). Hierfür muss die Videokonferenz-Lösung zuvor allerdings per HDMI mit dem TV verbunden werden – bei mehreren möglichen HDMI-Ports synchronisiert sich das Gerät automatisch mit der passenden Quelle, manuelle Einstellungen im TV-Menü sind nicht notwendig. Um beispielsweise Präsentationen, Videos oder Websites während einer Konferenz auf dem großen Screen anzeigen zu können, ist laut Hersteller mindestens Android 4.3 oder Windows Phone 8.1 als Plattform erforderlich.

In Sachen Audio hat Logitech eine Vollduplex-Freisprecheinrichtung (Lautsprecher-Mikrofon-Kombination) mit einer Mikrofonreichweite von 360 Grad (jeweils ein Mikrofon auf Vorder- und Rückseite) in das ConferenceCam Connect integriert. Innerhalb eines Drei-Meter-Radius können Konferenzteilnehmer laut Logitech damit klar und deutlich hören beziehungsweise gehört werden. Zur Steigerung der Audioqualität soll überdies eine akustische Echo- und Rauschunterdrückung beitragen. Rein audiobasierte Konferenzen lassen sich mit dem ConferenceCam Connect ebenso über ein Smartphone initiieren. Voraussetzung hierfür ist die vorherige Kopplung des Mobilgeräts mit dem Konferenzsystem per Bluetooth oder NFC.

Voll aufgeladen erlaubt der Akku des Geräts laut Logitech bis zu drei Stunden lange Videotelefonate sowie maximal 15 Stunden lange Audiokonferenzen. Aufladen lässt sich der Stromspeicher via USB oder Netzteil, eine entsprechende LED-Anzeige informiert über den aktuellen Ladezustand. Als Diebstahlschutz ist darüber hinaus ein Kensington-Schloss verbaut. Im Lieferumfang findet sich des Weiteren eine Fernbedienung, die sowohl der Bedienung der Kamera als auch der Kontrolle des integrierten Soundsystems dient.

Das ConferenceCam Connect ist der Nachfolger des im März 2012 von Logitech eingeführten Videokonferenzsystems BCC950, das sich gleichermaßen an kleine Arbeitsgruppen richtet und aktuell noch zwischen knapp 250 und 300 Euro kostet. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein portables All-in-One-Gerät mit integrierter Kamera und Freisprecheinrichtung, das bereits Full-HD-Auflösung (1080p) sowie eine 360-Grad-Freisprecheinrichtung mitbringt.

Hauptunterschied zwischen den beiden Videokonferenzsystemen ist jedoch die Tatsache, dass das BCC950 weder batteriebetrieben ist, noch die Drahtlostechnologien Miracast, Bluetooth und NFC beherrscht. Dass all das nun in der neuesten Gerätegeneration integriert ist, ist laut Ziva Nissan kein Zufall: “Schon 2012 verlangten unsere Kunden vermehrt die Integration von Smartphones und Tablets mit unseren Videokonferenzlösungen. Auch die Nachfrage nach einem wirklich portablen System wurde immer größer.”




Logitech präsentiert sein ab März verfügbares Videokonferenzsystem ConferenceCam Connect auch in einem englischsprachigen Video auf Youtube.

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