Kim Dotcom stellt Beta des verschlüsselten Messengers MegaChat vor

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Audio- und Videotelefonate sichert MegaChat laut Ankündigung mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ab (Screenshot: ITespresso)

Der kostenlose, browserbasierende Dienst steht in direkter Konkurrenz zu Skype – und sieht auch fast so aus wie eine frühe Skype-Version. Audio- und Videochats sichert der Messenger mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ab. Darüber hinaus können Anwender auch Dateien austauschen.

Kim Dotcom hat jetzt eine Betaversion des Ende Dezember angekündigten Kommunikationsdienstes MegaChat verfügbar gemacht. Der Dienst, der in unmittelbarer Konkurrenz zu Skype steht. Er ermöglicht durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgesicherte Audio- und Video-Telefonate. Anwender können überdies Dateien austauschen.

Audio- und Videotelefonate sichert MegaChat laut Ankündigung mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ab (Screenshot: ITespresso)
Audio- und Videotelefonate sichert MegaChat laut Ankündigung mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ab (Screenshot: ITespresso)

Um den Dienst verwenden zu können, ist ein kostenloser Mega-Account erforderlich. Nach der Anmeldung findet sich am linken Rand des Browserfensters das Symbol “Conversations”. Darüber lässt sich einen Audio- oder Videochat mit anderen Mega-Nutzern initiieren. MegaCaht ist rein browserbasierend. Es folgt damit dem Beispiel des von Mozilla mit Firefox 34 vorgestellten und mit Firefox 35 kürzlich verbesserten Videochats Hello.

Laut TechCrunch ist die Betaversion – wie in einem solchen Stadium üblich – allerdings noch nicht fehlerfrei. Der Verbindungsaufbau funktionier zum Teil erst nach mehreren Anläufen. Audio- und Videoqualität an sich seien aber auf einer Ebene mit Skype. Die Filesharing-Funktion habe auf Anhieb den Austausch von Dateien möglich gemacht. Außerdem kündigte der in Kiel als Kim Schmitz geborene Dotcom noch weitere Funktionen an. Schon bald soll MegaChat demnach auch Textnachrichten sowie Audio- und Videokonferenzen unterstützen.

Dotcom ist auch Gründer der Filesharing-Plattform Megaupload, die US-Behörden 2012 wegen Urheberrechtsverletzungen geschlossen hatten. Seither versuchen sie, Dotcoms Auslieferung zu erzielen. Der Internetunternehmer hält sich derzeit in Neuseeland auf.

Trotz der Vorwürfe startete er 2013 mit Mega ein neues Filesharing-Angebot, das seinen Anwendern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und somit mehr Sicherheit bieten soll. Megaupload wurde angeblich von 150 Millionen Nutzern verwendet. Illegal darüber verbreitete Musik und Filme sollen der Unterhaltungsindustrie einen Schaden von 500 Millionen Dollar zugefügt haben.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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