Synology bringt NAS-Server mit Quad-Core-CPU und schneller Verschlüsselung

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DS2415+ (Bild: Synology)

Die Modelle Rackstation RS815+ und RS815RP+ sind für den Betrieb im Serverschrank ausgelegt, die Diskstation DS2415+ ist ein Standalone-Netzwerkspeicher. Der in allen Geräten verbaute Intel-Atom-Prozessor besitzt eine integrierte AES-Befehlssatzerweiterung, die zur hardware-beschleunigten Verschlüsselung der übertragenen Daten dient.

Synology hat sein Netzwerkspeicher-Portfolio um die NAS-Systeme Rackstation RS815+ respektive RS815RP+ sowie die Diskstation DS2415+ erweitert. Laut Anbieter wurden die Geräte im Wesentlichen für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen entwickelt. Dafür sind sie mit schneller Datenverschlüsselung und der einfachen Skalierbarkeit im laufenden Betrieb gerüstet.

DS2415+ (Bild: Synology)
Der Standalone-Netzwerkspeicher Diskstation DS2415+ verfügt standardmäßig über zwölf Festplatteneinschübe (Bild: Synology).

Alle drei Modelle werden durch den Intel-Atom-Prozessor C2538 mit vier Kernen, einer Gleitkommaeinheit und einem Takt von 2,4 GHz angetrieben. Der kann sowohl auf 2 GByte erweiterbaren DDR3-Arbeitsspeicher (ausbaubar auf bis zu 6 GByte RAM) als auch auf eine integrierte AES-Befehlssatzerweiterung (AES-NI) zurückgreifen. Diese Hardware-Engine soll den Verschlüsselungsvorgang der zu übertragenden Daten beschleunigen.

Weitere Gemeinsamkeit der drei Geräte sind die jeweils vier Gigabit-Ethernet-Ports, die sich zu einer logischen LAN-Schnittstelle bündeln lassen (Link Aggregation) oder bei einem Systemausfall einen ungeplanten Wechsel zwischen zwei oder mehreren Netzwerkdiensten erlauben (Failover). An weiteren Anschlüssen bieten die Rackstation-Geräte je vier USB-3.0-Ports. Das Diskstation-Modell weist drei solcher Schnittstellen auf. Zusätzlich offeriert jedes der neuen NAS-Systeme noch einen eSATA-Erweiterungsanschluss.

Alle NAS-Server sind ferner für die Virtualisierungstechnologien von VMWare, Citrix sowie Hyper-V von Microsoft zertifiziert, sodass sie sich laut Hersteller in entsprechende Virtualisierungsumgebungen in Unternehmen einfügen und dort als zentraler Speicher genutzt werden können. Als NAS-Betriebssystem kommt bei den Netzwerkspeichern – wie bei Synology-Geräten üblich – der modular aufgebaute Diskstation Manager (DSM) in Version 5.1 zum Einsatz. Unter anderem bietet dieser die für den Unternehmensalltag benötigten Backup- und Netzwerkmanagementanwendungen.

Die Neuvorstellungen nehmen standardmäßig bis zu vier (RS815+ und RS815RP+) beziehungsweise zwölf (DS2415+) 6-TByte-Festplatten- oder SSDs in ihren Schächten auf, lassen sich mit einer Erweiterungseinheit aber noch um weitere Einschübe ergänzen – das Modul RX415 erlaubt bei den Rackstation-Geräten insgesamt maximal acht Festplatten, das Diskstation-NAS kann dank der DX125-Einheit auf bis zu 24 Laufwerke erweitert werden.

Anders als das Serverschrank-Modell RS815RP+ verfügen die Geräte RS815+ und DS2415+ nicht über eine redundante Stromversorgung in Form eines separaten Netzteils, das die zusätzlichen Festplatten mit der erforderlichen Energie speist. Die Leistungsaufnahme des letztgenannten Modells beträgt aber dennoch 73,44 Watt im Betrieb sowie 37,13 Watt im HDD-Ruhezustand.

RS815+ (Bild: Synology)
Die für den Einbau im Serverschrank ausgelegten NAS-Systeme Rackstation RS815+ respektive RS815RP+ bieten standardmäßig Platz für bis zu vier Festplatten (Bild: Synology).

Die Lesegeschwindigkeiten der Netzwerkspeicher gibt der Anbieter mit rund 389 MByte/s für die Modelle RS815+ respektive RS815RP+ sowie mit 451 MByte/s für die Variante DS2415+ an. Synology zufolge sind die Geräte dadurch in der Lage, Anfragen von einer Vielzahl von Nutzern simultan zu verarbeiten. Anhand der integrierten Kombination aus SSD- und HDD-Cache können Unternehmen den Datendurchsatz ihrer NAS-Server nach Angaben des Herstellers noch weiter steigern.

Werden Dateien dagegen verschlüsselt übertragen, beträgt die Transferrate im Lesemodus bei den Rackstation-Geräten ebenfalls rund 389 MByte/s, während sie sich beim Diskstation-Modell unverändert auf 451 MByte/s beläuft. Laut Synology ist das DS2415+ damit 13-mal schneller als der Vorgänger, während die Modelle RS815 und RS815RP+ die 11-fache Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Vorgänger erzielen.

Die Modelle RS815+ beziehungsweise RS815RP+ sind zu Preisen von rund 803 respektive 1148 Euro erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung für das 27 mal 30 mal 34 Zentimeter große und rund 9,2 Kilogramm schwere DS2415+ liegt bei knapp 1226 Euro. Synology gibt drei Jahre Garantie auf die ab sofort verfügbaren Geräte.

Tipp der Redaktion: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

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