Qnap stellt NAS-Server-Serie TVS-x63 mit vier bis acht Einschüben vor

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Qnap TVS-x63-Serie (Bild: Qnap()

Die Speichersysteme der NAS-Serie TVS-x63 richten sich an kleine und mittelgroße Unternehmen. Sie sind allesamt mit Quad-Core-Prozessoren von AMD ausgestattet. Die Storage-Boxen sind in drei Varianten erhältlich. Eine vierte, weiter ausgebaute Version, soll im Februar kommen.

Mit der TVS-x63-Serie ergänzt Qnap seine als Turbo-vNAS vermarktete Reihe von Speicherboxen. Die Geräte sind auf dem deutschen Markt ab sofort mit vier, sechs oder acht Einschüben erhältlich. Die angekündigte Variante TVS-863+ erhält ihre Energie per Power-over-Ethernet. Alle vier sind Tower-Modelle.

Update 17. Januar 2017: Experten von F-Secure haben in der Firmware des Modells Qnap TVS-663 eine Schwachstelle entdeckt. Daher soll es möglich sein, über den Firmware-Update-Prozess des Geräts administrative Rechte zu erlangen. Angreifer könnten damit die gleiche Kontrolle über das Gerät erlangen, wie ein legitimer Administrator.

Qnap TVS-x63-Serie (Bild: Qnap)

In allen neuen Netzwerkspeichern von Qnap gibt ein mit 2,4 GHz getakteter Vierkernprozessor der AMD Serie “Embedded G” den Takt an. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 16 GByte aufrüsten. In die Einschübe passen 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-SATA-Laufwerke (Festplatten oder SSDs). Sie können im laufenden Betrieb ausgewechselt werden (Hotswap). Die Übertragungsraten liegen bei 6 GBit/s.

Die kleinste Version, das Modell TVS-463, besitzt vier Einschübe, 4 GByte Arbeitsspeicher und einen PCI-E-Erweiterungssteckplatz. Die 6-Bay-Variante TVS-663 ist bis auf die Anzahl der Schächte identisch ausgestattet, das Modell TVS 863 kommt mit acht Einschüben und ebenfalls 4 GByte RAM. Der Hersteller rüstet das TVS-863+ mit doppelt so viel Speicher aus und installiert eine 10-Gigabit-Etherne-Karte mit einem Anschluss.

Als Schnittstellen stehen jeweils fünf USB-3.0-Ports, zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse und zweimal HDMI (gespiegelte Anzeige) zur Verfügung. Ein schwarzweißer LCD-Bildschirm zeigt den Status an. Die NAS-Server verfügen über Hardwareverschlüsselung, SSD-Cache-Beschleunigung und Radeon-Grafikkarten.

Die hauseigene QvPC-Technologie erlaubt es, die Speichersysteme nach dem Anschluss von Tastatur, Maus und HDMI-Monitor als PC zu nutzen. Dieser greift dann direkt auf die auf dem NAS gespeicherten Daten zu oder führen parallel Anwendungen unter Windows-, Linux-, Unix- und Android-VMs aus. Die NAS-Server lassen sich auch als Zentrale für den Betrieb virtueller Rechner nutzen und unterstützen neben der firmeneigenen Qnap-Virtualisierung auch die entsprechenden Technologien von Microsoft und Citrix.

Mittels hardwarebeschleunigter Transkodierung lassen sich codierte Videos unmittelbar umwandeln. Eine Offline-Transkodierung belässt vorgerenderte Videos in niedriger Auflösung zur unterbrechungsfreien Wiedergabe auch bei begrenzter Bandbreite. Die Videofähigkeiten der Geräte erlauben die direkte Übertragung von 4K-Filmen über den HDMI-Port.

Das leistungsfähigste Modell, TVS-863+, mit 8 GByte RAM kostet 1379 Euro. Das TVS-863 mit 4 GByte 1117 Euro. Das TVS-663 ist für 951 Euro zu haben und das TVS-463 zum Preis von 784 Euro. Über Erweiterungsgehäuse (wie Qnaps UX-800P oder UX-500P) lassen sich Speicherkapazitäten bis zu 92 TByte betreiben und verwalten.

Tipp: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

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