F-Secure bringt Privatsphäre-App Freedome als Desktop-Anwendung

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F-Secure_Freedome_Mainscreen (Screenshot: ITespresso)

Die ab morgen erhältliche PC-Fassung lässt sich zusammen mit den Mobilversionen in einem Abo abdecken. Mit dem Release für Desktop-Rechner bringt F-Secure auch eine “private Suchfunktion”. Sie erlaubt unter anderem anonyme Anfragen an Suchmaschinen. Freedome App Security für Android ist ebenfalls neu und blockiert die Installation von Schnüffel-Apps.

F-Secure offeriert seine auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Anwendung Freedome ab 21. Januar nicht länger nur als App für Smartphones und Tablets, sondern auch als Desktop-Applikation für PCs und Notebooks. Das Tool ermöglicht es Anwendern, ihre Rechner mit einem Knopfdruck für Cyberkriminelle, Tracker und sonstige Schnüffler unsichtbar zu machen. Der Schutz von PCs und mobiler Geräte ist mit ein- und demselben Abo abgedeckt.

F-Secure Freedome Tracking Protection (Screenshot: ITespresso)
Auch in der Desktop-Version schützt F-Secure Freedome vor unerwünschtem Tracking – etwa durch Werbenetzwerke (Screenshot: ITespresso).

Mit der Einführung der Variante der Software für Desktop-Rechner hat F-Secure auch eine neue, private Suchfunktion integriert. Sie soll Anwendern helfen, an ihre Suchmaschinen-Ergebnisse zu gelangen, ohne dabei etwa anhand von Cookies durch das Werbenetzwerk von Google getrackt zu werden.

Das “Private Suche” genannte Feature sorgt dafür, dass Anfragen an Suchmaschinen anonym eingereicht und die entsprechenden Suchbegriffe nicht gespeichert werden. Die echte IP-Adresse des Anwenders wird von Freedome maskiert, sodass auch diese nicht auf Googles Servern landet und somit zusätzlich Anonymität gewährleistet ist. Dem finnischen Sicherheitsanbieter zufolge hat das Ganze keinerlei Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Genauigkeit der erzielten Suchergebnisse.

“F-Secure kombiniert die Nutzung einer leistungsfähigen Suchmaschine mit der Privatsphäre von Freedome, so dass die privaten Informationen verborgen bleiben. Die User würden wahrscheinlich nicht einmal wollen, dass ihre eigene Familie die gesamte Historie ihrer Web-Suchen kennt. Warum also diese Informationen Unbekannten preisgeben”, kommentiert Samu Konttinen, Executive Vice President Consumer Security bei F-Secure, in einer Pressemitteilung.

“Private Daten, die von Dritten erfasst werden, können verwendet werden, um das Profil des Benutzers und ihr Verhalten zu beeinflussen oder einfach nur auf unbestimmte Zeit gespeichert werden, bis neue Methoden der Monetarisierung entdeckt werden. F-Secure Freedome gibt Benutzern die Möglichkeit, die Kontrolle über ihre Privatsphäre wieder zu erlangen, immer wenn sie online sind”, so Konttinen weiter.

F-Secure will Tracker mittels Freedome zudem auch bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots aussperren, indem das Tool die übertragenen privaten Nutzerdaten verschlüsselt. Darüber hinaus enthält Freedome laut dem Sicherheitsunternehmen nun weitere Möglichkeiten zum Schutz persönlicher Informationen.

Eine davon ist das App-Security-Feature für Android. Es ergänzt die bisherigen Funktionen von Freedome – also die Einrichtung einer möglichst sicheren Kommunikationsverbindung, das Herstellen von Online-Anonymität sowie den hauseigenen Browsing-Schutz (Web-Filter gegen verdächtige und bösartige Websites) – ab sofort durch Cloud-basierende Reputations-Scans. Konkret blockiert App Security die Installation von schädlichen Anwendungen, die versuchen, private Informationen zu stehlen, persönliche Inhalte zu verändern oder das jeweilige Mobilgerät für illegale Zwecke auszunutzen.

F-Secure_Freedome_Private_Search (Screenshot: ITespresso)
Mit dem Release der Desktop-Version von Freedome führt F-Secure auch eine private Suchfunktion ein, die anonyme Anfragen an Suchmaschinen – unter anderem durch die Maskierung der IP-Adresse – erlaubt (Screenshot: ITespresso).

Einmal installiert, könnten solche Apps laut F-Secure im Hintergrund unaufgefordert Dateien herunterladen und installieren sowie zum Beispiel die GPS-Position des Anwenders verfolgen, mittels Audio- respektive Videoaufzeichnung überwachen oder seine Bankdaten entwenden. Die App-Security-Funktion soll das verhindern, indem sie alle App-Downloads mit einer ständig aktualisierten Datenbank vergleicht, die Anwendungen aus der ganzen Welt vorhält.

Freedome steht als kostenlose 14-Tage-Testversion für Android und iOS-Gerät oder Windows-PC respektive Notebooks zur Verfügung. Ein Freedome-Abo, das sämtliche Geräteplattformen abdeckt, ist auf der Homepage des Anbieters erhältlich. 12-Monats-Abos sind für Gruppen aus einem, drei oder fünf Geräten verfügbar. Freedome gibt es zudem als separaten Download im Apple App Store beziehungsweise bei Google Play.

Die Abos sind zwar auf die jeweilige Plattform beschränkt, gelten jedoch für alle Geräte, die mit dem gleichen Benutzerkonto verbunden sind. Freedome App Security ist hingegen für alle Android-Nutzer kostenlos und steht daher auch nach Ablauf der 14-tägigen Testversion von Freedome zur Verfügung.

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