Mobil-Messenger Localyd weist auf Kontakte in der Umgebung hin

MobileMobile AppsMobile OSWorkspaceZubehör
Localyd Logo (Bild: Webkarat)

Die kostenlose App steht zunächst für Android bereit. Sie ermittelt den Standort mittels GPS und zeigt Nutzern, welche Kontakte gerade in der Nähe sind. Welcher Radius als “Nähe” betrachtet werden soll, lässt sich einstellen. Betreten Freunde oder Geschäftspartner diesen Kreis, werden Anwender mit Push-Nachrichten darauf aufmerksam gemacht.

Mit Localyd steht jetzt ein weiterer kostenloser Messenger für Android bereit. Dessen Besonderheit ist, dass er das Chatten mit realen Treffen mit den Kontakten verbinden soll. Der Localyd-Messenger meldet sich, wenn ein Kontakt in der Nähe ist. Zur Standortbestimmung greift er auf GPS zurück.

Wer bei Localyd auf den Treff-Button klickt, nimmt sofort Chat-Kontakt auf. In der Positionsanzeige sieht man, wo sich der Kontakt aufhält (Bild: Localyd)
Wer bei Localyd auf den Treff-Button klickt, nimmt direkt Chat-Kontakt auf. In der Positionsanzeige sieht man, wo sich der Kontakt aufhält (Bild: Localyd)..

Der als “Nähe” bezeichnete Radius lässt sich vom Nutzer festlegen. Befindet sich einer der Kontakte darin, erhält der Anwender eine Push-Benachrichtigung. Damit sollen sich Chat-Kontakte im “echten Leben” leichter erneuern lassen, erklärt der Hersteller. Wenn etwa Freunde aufgrund eines Jobwechsel wegziehen und später zufällig wieder in der Nähe sind, erhöhe sich so die Wahrscheinlichkeit, sie wieder einmal zu sehen. Der Nutzer müsse nicht mehr in sozialen Netzen nachsehen, wer wo abgeblieben ist und sich wann an welchem Ort aufhält – beziehunsgweise enttäuscht feststellen, dass man sich wieder einmal kanpp verpasst hat.

Die Möglichkeit, den Umgebungsradius einzustellen hilft, zwischen eng begrenzten Plätzen – zum Beispiel Restaurants oder Sportstätten – sowie weiter gefassten Orten – etwa einer anderen Stadt – zu unterscheiden. Der Begriff “Nähe” kann so situationsgerecht definiert werden. Das “Treff”-Symbol zeigt, wo sich der Kontakt befindet. Das funktioniert aus Datenschutzgründen aber nur, wenn beide Seiten die Funktion aktiviert haben. Wer seine Ruhe haben will, stellt mit einem Knopfdruck den Unsichtbarkeitsmodus ein.

Darüber hinaus weist Localyd mit zwei weiteren Besonderheiten auf. Zum Einen versprechen die Entwickler “witzige Smileys und andere verrückte Sachen”. Außerdem haben Nutzer die Möglichkeit, ein versehentlich an einen falschen Empfänger versendetes Bild oder eine fehlgeleitete Nachricht mit einem Klick zu löschen.

Hinter der App stehe der Wunsch, “dass sich Menschen nicht hinter Monitoren verstecken und sich nur noch virtuell unterhalten” erklärt Rainer Brosy, Gründer und Geschäftsführer der in Frankfurt am Main ansässigen Firma Webkarat, die hinter Localyd steht. Ihm zufolge soll die App helfen, dass das reale Leben wieder mehr in den Vordergrund zu rücken.

Die App ist bisher nur für Android erhältlich. An der Variante für iOS arbeitet der Hersteller noch. Localyd steht kostenlos zum Download bereit und setzt mindestens Android 2.2 voraus. Die aktuelle Version 1.2.1 des Messengers kann auf dem Gerät nach Konten suchen und Kontakte lesen, den Standort ermitteln, Telefonnummern direkt anrufen sowie den Telefonstatus und die Identität abrufen. Außerdem benötigt sie Speicherzugriff, kann den Ruhezustand deaktivieren, Netzwerkverbindungen abrufen sowie den Vibrationsalarm steuern, Google-Servicekonfiguration lesen und wird beim Start ausgeführt.

Tipp der Redaktion: Die PSW Group aus Fulda hat einen kostenlos und ohne Registrierung nutzbaren Online-Konfigurator zur Verfügung gestellt, mit dem Anwender sich unter zwölf gängigen Messenger-Apps die für sie geeignetste heraussuchen können. Dazu lassen sich einzelne Aspekte in den Kategorien Verbreitung, Usability, Informationssicherheit und Sonstige je nach Bedarf gewichten.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen