Facebook at Work: Soziales Netzwerk für Firmen vorgestellt

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Facebook Logo (Bild: Facebook)

Bislang können aber nur Mitarbeiter von Firmen die App für Android und iOS herunterladen, die an dem Test von Facebook at Work teilnehmen. Das Angebot soll auf lange Sicht die Firmen-E-Mail ablösen. Daten sammelt der Dienst angeblich nicht und auch Werbung ist nicht geplant.

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Facebook eine Android- und eine iOS-App mit dem Namen Facebook at Work entwickelt. Der Konzern will in dem damit nutzbaren Sozialen Netzwerk für Unternehmen weder Werbung schalten, noch Anwenderdaten speichern oder das Nutzerverhalten nachverfolgen.

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Nutzer in Firmen sollen sich über die Plattform mit Kollegen und Geschäftskontakten austauschen sowie gemeinsam an Dokumenten arbeiten können. Dem WSJ zufolge macht die Web- und Mobile-App die E-Mail in der Firmenkommunikation überflüssig. Vor allem die Funktion Groups soll die endlosen, unübersichtlichen E-Mail-Diskussionen ablösen. Noch befinde sich die App in einem frühen Stadium. Das Aussehen der Oberfläche orientiert sich an Facebook. Das vertraute Design sieht der Konzern als einen Pluspunkt der Plattform.

In Zukunft soll Facebook at Work per Abo angeboiten werden. Allerdings sieht sich der Dienst etablierten Mitbewerbern wie Microsoft Yammer gegenüber. Und im Oktober vergangenen Jahres hatte Unify den SaaS-Dienst Circuit vorgestellt. Das Angebot soll nicht nur die Kommunikation bündeln, sondern auch den veränderten Ansprüchen an die Arbeitswelt gerecht werden. Dafür vereint die Web-Applikation die Kommunikation via Sprache, Messaging und Video und ermöglicht darüber hinaus auch Screen- und File-Sharing.

Auch die Firma Blueend Web Applications bietet mit der Groupware Xelos 6.0 eine Kollaborationslösung für Firmen an. Die Workplace-Lösung wird als eine Art virtuelle Maschine installiert, eine fertige VM steht bereit, um sie schnell im Netz verteilen zu können. Ein integrierter, spezieller Messenger für die Teamarbeit ermöglicht das Einbinden von Externen wie Kunden oder Projektpartner in Gruppen des Systems und damit in die projektspezifische Konversation. Die Idee, eien Facebook-ähnliche” Oberfläche zu nutezn, hatten aber neben den Machern von Xelos auch schon andere Anbieter von Kollaborations-Tools.

Bislang können nur Mitarbeiter von Firmen die “Facebook at Work”-Apps für Android und iOS herunterladen, die an den ersten Tests des Sozialen Netzwerkes teilnehmen. Noch ist nicht bekannt, wann eine öffentlich zugängliche Version folgt.

Laut Financial Times kommt die Plattform bei Facebook selbst bereits länger im Rahmen der täglichen Arbeit zum Einsatz. Da habe der Gedanke nahe gelegen, diese auch anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen, hieß es im November. Seit 2013 arbeite Facebook ernsthaft an der Umsetzung der Pläne.

Tipp der Redaktion: Max Schrems war vor drei Jahren Jurastudent in Wien – einer von vielen. Das änderte sich, nachdem er durch seine Klage gegen Facebook bekannt geworden war. Er warf dem Konzern vor, zu emsig Daten zu sammeln. Mit “Kämpf um deine Daten” hat er jetzt inzwischen sein erstes Buch vorgelegt – ein Weckruf für alle Internet-Nutzer.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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