Blackberry dementiert Gerüchte zu Übernahmegesprächen mit Samsung

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(Bild: Shutterstock/Rugdal)

Berichten zufolge hat der koreanische Konzern angeblich 7,5 Milliarden Dollar geboten. Samsung gehe es vor allem um Blackberrys geistiges Eigentum. Die Kanadier sind aber fest entschlossen, unabhängig zu bleiben – obwohl offenbar in den vergangenen Wochen mehrere Kaufinteressenten vorstellig wurden.

Blackberry hat Berichte dementiert, das Unternehmen führe Übernahmegespräche mit Samsung. Zuvor hatte die Agentur Reuters unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen und Dokumente berichtet, Samsung habe für Blackberry rund 7,5 Milliarden Dollar geboten.

Blackberry (Bild: Blackbery)

“Blackberry sind bestimmte Presseberichte in Bezug auf ein mögliches Kaufangebot von Samsung bekannt”, heißt es in einer Stellungnahme des kanadischen Unternehmens. “Blackberry hat in Bezug auf ein Kaufangebot keine Gespräche mit Samsung geführt.” Allerdings geht es nicht ausdrücklich darauif ein, ob es ein Angebot erhalten hat oder nicht. Das wiederum könnte ein Hinweis sein, dass zumindest Samsung Interesse gezeigt hat.

Die kanadische Zeitung Globe and Mail berichtet, Blackberry habe in den vergangenen Monaten mehrere Übernahmeangebote ausgeschlagen. Der Verwaltungsrat und auch der größte Investor von Blackberry seien überzeugt, dass die Restrukturierung für die Aktionäre letzendlich mehr bringe, als ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt.

Die Berichte über den möglichen Verkauf führten gestern zu einem deutlich Kursanstieg der Blackberry-Aktie. Im Lauf des Tages legte das Papier um 29,71 Prozent oder 2,89 Dollar auf 12,60 Dollar zu. Im nachbörslichen Handel gab der Kurs zwar wieder nach, er sank aber nur um 14,41 Prozent auf 10,78 Dollar. Er liegt damit immer noch klar über den 9,62 Dollar, mit denen die Blackberry-Aktie in den gestrigen Handelstag gestartet war.

Gerüchte über einen Zusammenschluss von Samsung und Blackberry – damals noch Research In Motion –, waren bereits 2012 aufgetaucht. Damals hatte sie jedoch Samsung schnell zurückgewiesen. 2013 waren dann als mögliche Käufer Lenovo, Microsoft und Facebook im Gespräch. Nachdem Blackberry eine Finanzspritze von einer Milliarde Dollar von seinem Investor Fairfax Financial erhalten und CEO Thorsten Heins durch John Chen ersetzt worden war, richtete sich das Unternehmen stärker auf Business-Software aus und stellte den Blackberry Messenger sowie Blackberry Enterprise Service 12 in den Mittelpunkt.

Im Ende November 2014 zu Ende geangenem dritten Fiskalquartal erwirtschaftete Blackberry nach mehreren Quartalen mit teilweise erheblichen Verlusten erstmals wieder einen kleinen Gewinn und berichtete von einem positiven Cash Flow. Sogar die Hardwaresparte konnte eine positive Bruttomarge vorweisen.

Im Sommer vergangenen Jahres war Blackberry zudme selbst als käufer aktiv geworden. Im Zuge seienr Umstrukturierung übernahm er die deutsche Firma Secusmart, die vor allem dadurch zu Bekanntheit gekommen war, dass sie die Sicherheitstechnologie für das Mobiltelefon der Kanzlerin geliefert hatte. Im November wurde dann eine Technologiepartnerschaft mit Samsung angekündigt. Die Plattform Blackberry Enterprise Services 12 soll demnach im Zusammenspiel mit Samsung Knox eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ermöglichen. Verfügbar werden soll dies Anfang 2015.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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