Consumer Electronics Show will Motor für Internet of Things werden

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Internet of Things (Bild: Wilgenbroed, Wikipedia Commons)

Die Unterhaltungselektronikmesse in Las Vegas will dieses Jahr mit vielen speziellen Ausstellungsflächen konkrete vernetzte Produkte rund ums “Internet der Dinge” zeigen. Für die Teilbereiche Sensoren und das Vernetzte Heim hat der Verband der US-amerikanischen Elektronikindustrie sogar spezielle Marktplätze geschaffen. Auch in den Keynote-Vorträgen steht das IoT an erster Stelle.

Mit dem “bisher größten Showcase für das “Internet of Things” will die Consumer Electronics Assocation zeigen, dass sie am Puls der Zeit liegt und nicht bei Unterhaltung und Computertechnik hängenbleibt – auch wenn im Januar viele neue Konsumer-Produkte präsentiert werden, will man schon einen Schritt weiter sein. Auf der “2015 International CES” werden über 900 Aussteller Produkte, Services und Technologien zeigen, die Alltagsgeräte mit dem Netz verbinden. Vom 6. bis 9. Januar soll die Wüsten- und Glücksspielstadt in Nevada der Sammelpunkt für die Neuentwicklungen um das IoT werden, verlautbart die CEA.

Internet of Things (Bild: Wilgenbroed, Wikipedia Commons)“Das Internet der Dinge ist das heißeste Technikthema im Moment”, erklärt Karen Chupka, Senior Vice President, International CES und Geschäftsstrategie bei der Interessengemeichaft der Elektronikindustrie. Die Möglichkeit, alles zu vernetzen, von Küchengeräten über Computer und Unterhaltungselektronik bis zu Autosicherheit bringe viel mehr Kontrollmöglichkeiten für Konsumenten, erklärt sie. Mit den Ausstellungsschwerpunkten lehnt sich die CES auch an die Ideen zum “Internet of Everything” an, die von Netzwerkpionier Cisco Systems deklariert wurden.

Chupka erklärt, jetzt erstmals viele reale Produkte zu zeigen, statt wie bisher nur die Ideen dahinter oder die ersten Prototypen. In ihrem Sensors Marketplace zeigt die Messe unter anderem 3D-Brillen und andere Wearables. So sollen etwa die Firmen Logbar (mit ihrem Ring, der Elektronik per Gesten steuern kann) und QuickLogic Corp (mit ihren tragbaren Sensoren) ihre aktuellen Minigeräte ausstellen. Und im Smart Home Marketplace zeigen Unternehmen wie Bosch, Samsung, Loewe, Connect Labs, iDevices, Muzzley und Blinksight Anwendungen, über die Heimelekronik, Heizungen, Bewässerungssysteme und anderes via Tablet oder Smartphone gesteuert werden können.

Ausstellungen und Marktplätze zu 3D-Drucken, Robotern Gesundheit, HDMI, Alter und Kindheit, Sport, Smartwatches, Zigbee und anderen Themen sollen die Show abrunden.

Zu den Keynote-Speakern zählen Samsung-Chef Boo-Keun Yoon und Intel-CEO Brian Krzanich, die ihre Erfahrungen zum IoT verlautbaren und dabei höchstwahrscheinlich passende Produkte vorstellen.

Zu den Themen der IoT-Vorträge gehören Datensicherheit, Privatsphäre, nötige Vorschriften, gesellschaftliche Auswirkungen und ein “Research Summit”, das den gegenwärtigen Stand der Technik, die daraus folgenden Trends und zukünftige Entwicklungen ums Internet of Things beleuchtet.

Über das IoT hinaus sollen mehr als 3500 Aussteller die neuesten Consumer-Electronics-Entwicklungen zeigen. Den Dschungel der Neuheiten zu bezwingen, dürfte fast so viel Bewegung wie auf der CeBIT bedeuten (die CES ist auf viele Hotels mit langen Fußwegen dazwischen verteilt) und ebenso unübersichtlich wie die IFA in Berlin werden.

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