Die interessantesten Personal-Storage-Produkte des Jahres 2014

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storage-festplatte (Bild: Shutterstock / kubais)

Durch leistungsfähigere Multimediaprodukte nehmen auch die Datenmengen rasant zu. Gleichzeitig wächst der Bedarf, auf Daten immer zugreifen zu können. Die Speicherprodukte müssen da mithalten. Sie sichern für weniger Geld immer mehr Bits und Bytes auf weniger Platz. ITespresso lässt die Produkte Revue passieren, denen das besonders gut gelang.

Das Jahr 2014 brachte viele interessante Neuerungen und Verbesserungen bei Storage-Produkten. Das gilt nicht nur für den Siegeszug von SSDs, auch bei Festplatten, einem Bereich in dem viele schon dachten, dass Ende der Fahnenstange sei erreicht, gab es einige Neuheiten. Allerdings feilen die Hersteller hier derzeit vor allem daran, die Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten in Firmen und Rechenzentren zu optimieren.

Im Bereich Personal Storage, also den Speicherprodukten, die wir entweder mit uns herumtragen oder die wir täglich am Arbeitsplatz nutzen, werden Festplatten immer weiter zurückgedrängt. In der Masse der Produktankündigungen gehen aber viele interessante Neuheiten unter. ITespresso hat daher einige Storage-Neuheiten des Jahres 2014 herausgesucht, die auf die eine oder anderen Art Pioniere sind, entweder bei Technik, bei der Benutzung oder bei der Vermarktungsstrategie.

Samsung SSD 850 Evo

Samsung SSD-850 Evo
Das Samsung 850 Evo hat ein Welle der Preis-/Leistungsverbesserungen für SSDs eingeläutet. (Bild: Josh Miller, CNET.com)
Das Solid State Drive 850 Evo ist als Nachfolger des 840 Evo gedacht, das hohe SSD-Kapazität für wenig Geld bot. Erst ein Firmware-Update konnte Leistungsprobleme des 840 Evo beheben.

Mit dem 850 Pro bot Samsung ein hochperformantes System an, das allerdings einen ebenso “hochperformanten” Preis hatte. Am Ende kam dann die Mischung 850 Evo auf den Markt, die ein Preis-/Leistungsverhältnis bietet, das zuvor fast kein weiterer weltweit aktiver SSD-Hersteller erreichen konnte.

SanDisk Ixpand Flash Drive

Sandisk Ixpand (Bild: Dong Ngo, cnet.com)
Der erste USB-Flashspeicher, der zugleich über Apples Lightning-Schnittstelle per iOS betriebn werden kann ist Sandisks Ixpand (Bild: Dong Ngo, CNET.com).

Das Ixpand wirkt wie ein “normaler” USB-Speicher – was es im Grunde auch ist. Allerdings ist es mit einem Lighting-Adapter ausgestattet, durch den es auch mit neueren iPhones oder iPads sowohl als Backup-System als auch als Quelle für Medien-Playback genutzt werden kann.

Auch wenn der Speicherriegel nur mit USB 2.0 funktioniert und Dateien nicht größer als 4 GByte sein dürfen: Das fehlerfreie Arbeiten unter iOS- und Lightning-Systemen ist zweifelsfrei eine Erwähnung wert. Erst später im Jahr zog Anbieter Photofast dann mit einem vergleichbaren Produkt nach.

Samsung Wireless Mobile Media Streaming Device

Samsung Wireless Mobile Streaming (Bild: Dong Ngo, CNET.com)
Das Wireless Streaming Device von Samsung speichert bis zu 1,5 TByte Daten und kann fast alle Videoformate streamen (Bild: Dong Ngo, CNET.com)

Das Samsung-Drahtlosgerät ist ein transportabler batteriebetriebener Festplattenspeicher mit bis zu 1,5 TByte Kapazität für Tablets und Smartphones. Seine einfach zu bedienende App funktioniert unter Android. Der Speicher unterstützt als erster seiner Art das Streaming aller bekannten Videoformate, das aktuelle Open-Source-Datenformat Mastroska (.mkv) inbegriffen.

SanDisk Extreme Pro SSD

Sandisk Extremepro (Bild: Sandisk)
Mit der zehnjährigen Garantie auf seine SSDs machte SanDisk einen Schritt, dem andere Hersteller dann folgten (Bild: Dong Ngo, CNET.com).

Die Sandisk-SSD-Serie Extreme Pro überzeugt zwar auch mit Highend-Leistung – aber vor allem der 10-jährigen Herstellergarantie. Es war das erste Solid-State-Angebot auf dem Markt, das mit einer derart langen Garantie angeboten wurde. Kurz darauf reagierte Samsung allerdings mit einem ähnlichen Angebot für sein SSD 850 Pro. Weitere folgten, doch die Extreme-Pro-SSD-Reihe von SanDisk hat den Stein definitiv ins Rollen gebracht.

Lacie Christofle Sphere

Lacie Sphere Christofle (Bild: Dong Ngo, CNET.com)
Der “Weihnachtskugel”-Speicher “Sphere Christofle” von Lacie ist ein Hingucker, aber in der Leistung nicht besser als andere externe USB-3.0-Speicher (Bild: Dong Ngo, CNET.com)

Nicht ein Produkt, das man unbedingt kaufen muss, aber dennoch außergewöhnlich ist Lacies externer Speicher Christofle Sphere, der daherkommt wie eine Christbaumkugel. Das USB-3.0-Laufwerk ist eine Festplatte, aus Aluminium handgefertigt und mit einer Silberschicht überzogen – im Grunde also ein Vorzeigeobjekt für Neureiche und solche, die sich als solche darstellen.

Das Luxus-Kunstwerk ist durch USB 3.0 schnell genug , funktionierte aber im Test von CNET nicht mit jedem der theoretisch abwärtskompatiblen USB-2.0-Ports unterschiedlicher Computer. Schade, bei dem Preis hätte man das erwarten dürfen.

NAS-System Drobo Mini

Drobo Mini
Klein trotz vier 2,5-Zoll-Bays: Das Drobo Mini (Bild: Connected Data)

Mit seinem tragbaren All-Flash-Storage-Array zeigte der Hersteller des einfach zu bedienenden NAS-Systems Drobo, dass Network Attached Storage auch mit SSDs, RAID-Level-Schutz und in besonders kleiner Größe funktioniert.

Die 2,5-Zoll-Einschübe des Drobo Mini fassen bis zu vier SSD-Laufwerke im SATA-II- oder SATA–III-Standard. Die Speicherzentrale kann durch USB 3.0 oder Thunderbolt verbunden werden und erreicht Übertragungsgeschwindigkeiten von 500 MByte/s. Der Hersteller gibt zwei Jahre Garantie.

Angelbird SSD2go Pocket

Angelbird Pocket2go (Bild: Angelbird)
Das Pocket2go von Angelbird ist durch das UAS-Protokoll schneller als die meisten USB-3.0-SSDs (Bild: Angelbird)

Nach einem schweren Start der Solid State Drives als externe Laufwerke durch hohe Preise und vergleichsweise schlechte Performance hat der österreichische Anbieter Angelbird mit seinem SSD2go Pocket einen großen Sprung nach vorne gemacht. Das 8,8 mal 7 mal 1 Zentimeter große Gerät mit 90 Gramm Gewicht kam zum fairen Preis auf den Markt. Zur Markteinführung kostete die Variante mit 128 GByte 170 Euro, die mit 256 GByte 240 Euro und für 400 Euro gab es die Ausführung mit 512 GByte.

Mit seinem “USB Attached SCSI (UAS)”, einem Protokoll, das im Vergleich zum Standardprotokoll von USB 3.0 (USB Mass Storage = UMS) einen wesentlich höheren Datendurchsatz erlaubt, erreicht das externe Drive eine Geschwindigkeit, wie sie sonst nur interne SATA-III-SSDs erreichen. Um das zu schaffen, müssen Computer und Betriebssystem zwar UAS unterstützen, doch für die bessere Leistung ist der leicht höhere Preis angebracht.

Synology Disk Station DS115j

Synology DS115j (Bild: Synology)
Die Diskstation 115j war das erste NAS-System, das schon für knapp 90 Euro als Cloud-Speicher agieren konnte (Bild: Synology).

Das NAS-System DS115j von Syology war das erste Angebot des Jahres, das zu einem Preis von unter 100 Euro die Möglichkeit bot, darauf nicht nur im Heimnetzwerk Daten abzulegen, sondern es auch zum Betrieb einer privaten Cloud zu nutzen. Für eine Preisempfehlung von 89,90 Euro kann das System als Web-Server, Fileserver, Netzwerkrekorder für IP-Videoüberwachung oder als Multimedia-Zentrum genutzt werden.

Mit dem NAS-Server erhalten Nutzer eine vollausgestattete Netzwerk-Videoaufnahmelösung mit zwei IP-Kamera-Lizenzen. Grundsätzlich werden bis zu fünf Kameras unterstützt. Das wichtigste Argument für dieses System ist jedoch tatsächlich seine Cloud-Server-Fähigkeit. Für den Privatgebrauch reicht es auch, dass die DS115j nur ein einziges Einschubfach hat. Sicherungen lassen sich durch das NAS-Betriebssystem immer noch mit angeschlossenen USB-Laufwerken oder Online-Speicher durchführen.

Blick in die Festplattenfabrik in Springtown

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Die Festplattenfabrik in Springtown
Der Umkleideraum der Seagate-Festplattenfabrik in Springtwon, in der englischen Grafschaft Derry. Ohne ihn geht aufgrund der empfindlichen Produktionsprozesse hier gar nichts (Bild: Lorcan Doherty).

[mit Material von Dong Ngo, CNET.com]

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