Red Brick: Tinkerforge stellt Minisystem für Programmierung des Internets der Dinge vor

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Red Brrick Größenvergleich

Ein Baustein in der Größe von 4 mal 4 Zentimetern soll als eine Art “Hardware-Middleware” die Steuerung von Sensor-, Motorsteuerungs- und Ein-/Ausgabe-Modulen übernehmen. Auf dem Kleinstrechner kann Software per grafischer Oberfläche konfiguriert und übertragen werden, ohne dass sie zu hardwarenah auf den einzelnen Bauteilen eingebettet werden muss. Spezielle Programmiersprachen für Einzelelemente sind nicht erforderlich.

Mit dem Bausatz Red Brick von Tinkerforge sollen Szenarien für das das Internet der Dinge in nahezu jeder Programmiersprache entstehen können. Das Set aus kleinem Computer und diversen Sensor-, Motorsteuerungs- und Ein-/Ausgabe-Modulen unterstützt unter anderem JavaScript, Python und C#. Damit sollen intelligente Geräte für Anwendungen wie Messung von Umweltdaten, Heimautomatisierung und Robotik entstehen. Das programmierbare Elektronikset wird von den Programmiersprachen über eine API angesteuert, die wiederum die angeschlossene Elektronik weiterer Teile kontrolliert.

Red Brick Größenvergleich
Der Bausatz “Red Brick” hilft, viele Teile mit nur einer Programmiersprache anzusteuern (Bild: Tinkerforge)

Im Innern des kleinen Systems finden sich ein 1-GHz-ARM-Prozessor (Allwinner A10s, eine Cortex A8-CPU mit Mali400-GPU), ein Arbeitsspeicher von 512 MByte (DDR3 SDRAM), ein Micro-SD-Slot (dessen Befüllung mit Karte kann schon bei der Bestellung ausgewählt werden), ein USB-Host-Anschluss und ein Micro-HDMI-Slot.

Ein Programm, das die angeschlossenen zu programmierenden Teile, die bei Tinkerforge “Bricks” und “Bricklets” heißen, steuert, kann auf einem PC oder Mac geschrieben und getestet werden. Anschließend überträgt ein Knopfdruck es auf den Red Brick und führt sie auf diesem aus. Das geht auch mit mehreren Programmen gleichzeitig; ihre Ausführung kann konfiguriert (direkt nach dem Booten, jede Stunde, und so weiter) sowie überwacht werden.

Für jede der unterstützten Programmiersprache sind die Tinkerforge API und häufig genutzte Bibliotheken vorinstalliert. Für Profis bietet das System vollen Zugriff auf das zugrundeliegende Debian Linux.

Red Brick (Bild: Tinkerforge)
Der Red Brick kann über Schnittstellen zahlreiche Geräte ansteuern – eine Programmier-API macht ihn unabhängig von Eigenheiten der angeschlossenen Komponenten (Bild: Tinkerforge).

Ein GPIO-FPC-Steckverbinder ermöglicht den Zugriff auf ausgewählte Prozessorsignale und kann genutzt werden, um eigene Hardware-Entwicklungen anzubinden. Mit der Ethernet Master Extension ist der Baustein um eine Ethernet-Schnittstelle erweiterbar. Sie ist Gigabit-Ethernet-fähig und kann Geräte über Power-over-Ethernet mit Strom versorgen. Wenn erforderlich, können Schnittstellen wie WLAN und RS485-Bus über Erweiterungsmodule hinzugefügt werden. Sie werden im Huckepack-Prinzip auf den USB-Port gesetzt.

Der Red Brick kostet 69,99 Euro, der Hersteller bietet Zusatzmodule wie SD-Karten zu handelsüblichen Preisen, einen IP-fähigen WLAN-USB-Stick für 9,99 Euro, Ergänzungen wie sein Solid State Relay Bricklet (Relais-Steuerung) für 4,99 Euro und Makerbeam, ein Maschinenbauset für die Anbringung von beweglichen Motoren zum Preis von 21,95 Euro. Das Komplett-Starterset aus Red Brick und vielen Steuerungs-Elementen kostet 105 Euro.

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