Mobile-Geschäft von Samsung soll durch B2B-Fokus angekurbelt werden

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Samsung (Bild: Samsung)

Die B2B-Sparte wurde ebenso wie die Software-Abteilung und ein Teil des koreanischen Media Solution Centers in die Mobile-Division eingegliedert. Das Media Solution Center America im Silicon Valley bleibt hingegen bestehen. Es war der dritte und letzte Teil der alljährlichen Restrukturierung.

Im Rahmen seiner jährlichen Reorganisation hat Samsung die Abteilungen für Software sowie das weltweite Firmengeschäft (B2B) in die Mobile-Sparte eingegliedert. Zudem wurde das südkoreanische Media Solution Center (MSC) aufgelöst und auf die anderen Abteilungen verteilt. Das Media Solution Center America (MSCA) im Silicon Valley bleibt erhalten und soll laut Pressemitteilung “weiter höchst wettbewerbsfähige Dienste entwickeln”.

Samsung Logo (Bild: Samsung)

Es war der dritte und letzte Teil der alljährlichen Umstrukturierung. Die grundsätzliche Dreiteilung des Konzerns in die jeweils durch einen eigenen CEO geführten Sparten Consumer Electronics (CE), IT & Mobile Communications (IM) sowie Device Solutions (DS) existiert aber weiterhin.

Der B2B-Vertrieb wird jetzt ebenfalls der Mobile-Sparte zugeschlagen, seine Strategieabteilung gehört dagegen künftig der weltweiten Marketingabteilung an. Samsung will sich mit dieser Maßnahme auf den Markt für mobile B2B-Lösungen fokussieren.

Das strategische Marketing innerhalb der Mobile-Einheit leitet ab sofort Executive Vice President Kim Seok-pil, der bislang für das B2B-Center verantwortlich war. Er ersetzt den scheidenden President D.J. Lee. Executive Vice President Koh Dong-jin ist nun für die Forschung in der Mobile-Abteilung zuständig.

Zudem hat Samsung in den USA seine Tochtergesellschaften Samsung Electronics America (SEA) und Samsung Telecommunications America (STA) zusammengelegt, um mittels Integration sich überschneidender Abteilungen effizienter zu werden. Gemeinsam werden sie in Ridgefield Part im Bundesstaat New Jersey angesiedelt. Dort war SEA bisher ansässig.

Zwei von zehn regionalen Zentralen erhalten überdies neue Präsidenten, nämlich jene in Europa und Südwestasien. Präsident für Europa wird Executive Vice President Eon Young-hoon, der bislang für Vertrieb und Marketing von Digital Appliances verantwortlich war. In Südwestasien übernimmt Executive Vice President Hong Hyun-chil. Er war bisher Präsident von Samsung Electronics in Mittel- und Südamerika.

Die Spitze der Division IT & Mobile Communications erfährt hingegen kaum Veränderungen. Bereits in der vergangenen Woche hatte Samsung entschieden, an J.K. Shin als CEO festzuhalten. Auch in der Abteilung Device Solutions kommt es nach solider Leistung in diesem Jahr zu keinen erwähnenswerten Wechseln. Samsung geht davon aus, dass insbesondere System LSI und das Foundry-Geschäft (Auftragsfertigung von Halbleitern) im kommenden Jahr seinen Geschäftsbetrieb ankurbeln werden.

Samsung hat seine Reorganisation zuletzt durch den Verkauf seines Rüstungsgeschäfts vorangetrieben. Es will sich in Zukunft stärker auf die Bereiche Elektronik, Finanzen und Bau konzentrieren. Die Neuausrichtung soll auch die Abhängigkeit von Heimanwender-Elektronikgeräten verringern, die 2013 noch 75 Prozent aller Umsätze und Gewinne ausmachten.

Darüber hinaus hadert Samsung vor allem mit seinem Smartphone-Geschäft, das ebenfalls einen Großteil der Umsätze und Gewinne des Unternehmens generiert. Wachsende Konkurrenz in Schlüsselmärkten wie China hat IDC zufolge dazu geführt, dass Samsung auch im dritten Quartal der einzige Top-5-Anbieter war, der weniger Smartphones verkaufte als im Vorjahr.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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