Mindestlohngesetz: Timecard von Reiner SCT erfasst Arbeitsaufwand und Projekte

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Timecard Packshot

Auch Reiner SCT nimmt das Mindestlohngesetz zum Anlass, um seine Angebote als Lösung für das daraus bei der Mitarbeiterverwaltung erwachsende Problem zu vermarkten. Die Software hält bereits alle Vorgaben des Gesetzes ein Zeiten und Zuweisungen zu Projekten können per PC, Web, Smartphone oder stationärem Terminal aufgezeichnet werden.

Reiner SCT, bisher vor allem bekannt durch seine Chip-Kartenleser, setzt auf die stationäre und mobile Zeiterfassung und deren Auswertung durch seine Software Timecard. Die Regierung habe im Mindestlohngesetz, das am 1. Januar 2015 in Kraft tritt, explizit die elektronische Erfassung gefordert und Vorgaben gemacht, was genau aufgezeichnet werden muss. Timecard ermittelt Anfangs- und Schlusszeiten, zeichnet auf, was der jeweilige Mitarbeiter tut und liefert Arbeitszeitnachweise, Daten für die Buchhaltung und für das Projektmanagement.

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Die Zeiterfassungs-Software Timecard kann von mobilen und stationären Systemen gefüttert werden und Daten an Lohnbuchhaltung oder DATEV weitergeben (Bild: Reiner SCT).

Festzuhalten sind nach den Vorschriften die geleisteten Stunden, der Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit. Diese Aufzeichnungen müssen spätestens eine Woche nach erbrachter Arbeitsleistung vorliegen. Sie sind für mindestens zwei Jahre aufzubewahren und müssen auf Verlangen der Prüfbehörde auch am Ort der Beschäftigung bereitgehalten werden.

Die Timecard-Software von Reiner SCT bietet auch Reportfunktionen, die etwa durch Prüfer des Aufsichtsamts oder durch die Planer im Unternehmen ausgewertet können. Ohne Aufzeichnungsgeräte kostet sie 299 Euro in einer Lizenz für 5 User.

Nach Verabschiedung des MiLoG meldeten sich schon zahlreiche Anbieter, von Start-ups bis Industrieveteranen zu Wort, um ihre Systeme in diesem Zusammenhang zu bewerben. Je nach Ansatz des Unternehmens im Umgang mit dem Thema und mit den Mitarbeitern bieten sich unterschiedliche Ansätze an. Die Lösung von Reiner SCT ist bereits bei 13.000 Kunden im Einsatz, und auch die Clients oder Erfassungssysteme sind schon geprüft. Schnittstellen zu Lexware Lohn+Gehalt und zu DATEV Lodas verbinden die Zeitaufzeichnung direkt mit dem betriebswirtschaftlichen Umfeld.

Etwas kreativer, einfacher und mehr an das Projektmanagement angelehnt ist die vor allem für den Schreibtisch geeignete Lösung der Stuttgarter Firma Timebuzzr: Die Kollegen wählen zu Arbeitsbeginn per Drehknopf die Arbeitsprojekte aus. Nach Drehen und Drücken wandern die Daten in die zugehörige Software.

Der Zeiterfassung im Baubetrieb durch 123erfasst.de ermöglicht die branchentypischen Planungs- und Durchführungs-Prozesse des Baugewerbes. Für diese Branche und für andere Industriezweige bietet das Unternehmen Virtic mit vTime eine Lösung, die alle aufgezeichneten Werte direkt auf eine zentrale Datenbank spielt. Aus ihr heraus können unter anderem Aufgaben wie die Reisekostenabrechnung abgewickelt werden.

Die Newcomer von Teamgrid wiederum sehen die Arbeitszeitermittlung nur als Bruchteil des Gesamtorganisationskonzepts ihrer Groupware. Das Aufnehmen von Arbeitszeit soll hier vor allem automatisiert in die Team-Planung einfließen – bei Marketingagenturen werden etwa Telefonzeiten in die Projektplanung und –abrechnung aufgenommen, GPS- oder Bluetooth-Anbindungen ziehen auch die Zeit in der Kaffeeküche automatisch von der Bürozeit ab. Offene Schnittstellen binden andere Systeme ein.

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