Wyse vWorkspace 8.5 liefert skalierbare VDI-Desktops über das Netz

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Dell Logo (Bild: Dell)

Die Desktop-Virtualisierung aus Microsofts Hypervisor-System Hyper-V kann mit Hilfe der Software von Dell-Tochter Wyse konfiguriert und im laufenden Betrieb angepasst werden. Die aktualisierte Version des VDI-Connection-Brokers funktioniert mit Thin Clients oder Zero Clients. Dell oder seine Handelspartner fungieren als Gesamtdienstleister.

Dell positioniert sich mit Wyse vWorkspace 8.5 und einem dazu passenden Hardware-Angebot von Zero Clients und Thin Clients als Komplettdienstleister rund um die Desktop- und Anwendungsvirtualisierung “in Unternehmen aller Größen”. Der aus der Microsoft-Umgebung gelieferte virtuelle Rechner wird dazu in einer möglichst auf die Hardware optimierte Form im Standard des Virtual Desktop Interface (VDI) übertragen. In Dell-Foren sprechen Nutzer von einer Latenzzeit von 12 Millisekunden, bis ein virtueller PC mit allen Software-Elementen und Hardware-Zugriffen bereitsteht.

Wyse vWworkspace (Bild: Dell)
Mit vWorkspace 8.5 lassen sich virtuelle Desktops aus Microsoft- und VMWare-Umgebungen binnen Millisekunden ausliefern (Bild: Dell).

Dell hatte den Thin-Client-Hersteller Wyse nicht wegen der Thin-Client- Hardware, sondern vor allem wegen dessen Software zur Übertragung von virtuellen PCs auf leistungsärmere Hardware gekauft. Die Lösung Wyse vWorkspace 8.5 ist nun ein zentraler Bestandteil von Dells “Wyse Technology Datacenter for Microsoft VDI”geworden. Wyse respektive Dell liefert jedoch auch eine Variante für VMWare.

Das Produkt benötigt wenig Rechenpower und erreicht damit eine höhere Benutzerdichte pro Server. Dieser kann damit mehr VMs gleichzeitig ausliefern, ohne dass der Nutzer Verzögerungen bemerkt. Monitoring aller virtuellen Maschinen und Anpassung der einzelnen virtuellen Maschinen ist durch die vWorkspace-Funktionen abgedeckt. Die Bedienerführung ist auch durch die üblichen Helpdesk-Mitarbeiter und Endnutzer möglich, verspricht Dell; Experten für Virtualisierungsumgebungen seien nicht mehr erforderlich.

Die neue Version der Software enthält den “vWorkspace-Connector for HTML5”, der nun weit mehr Geräte unterstützt als vorherige Versionen. Damit können virtuelle Rechner an jeden HTML5-fähigen Browser übertragen werden. Auch Geräte mit ChromeOS werden so als Clients unterstützt – oder sogar schon einige Smart TVs.

Wyse vWorkspace VM-Screens (Bild: Dell)
Mehrere virtuelle Rechner lassen sich über vWorkspace auch auf einzelne Clients übertragen, mittels HTML5 auch auf ChromeOS-Geräte (Bild: Dell)

Die Browser-Auslieferung umgeht auch das Deployment von Client-Software auf den Rechnern. Eine Konfiguration virtueller PCs ist dabei auf Basis von Richtlinien für größere VM-Gruppen möglich. Der vWorkspace Connector bietet automatisch die Voreinstellungen an, die zu den jeweiligen Geräten kompatibel sind. Der IT-Administrator kann Benutzern Zugangsmöglichkeiten zu individuellen Einstellungen gewähren oder entziehen.

Die Software unterstützt Unified Communications, darunter Produkte von Cisco und Avaya, Microsoft Lync und Skype, über die von ihr gemanagten virtuellen PCs. Der “Secure Access Service” bietet über eine – hinter der Firewall positionierte – Windows Server Virtual Machine (VM) einen sicheren Fernzugriff für bis zu 10.000 Benutzer.

Lizenzmodelle kommuniziert Dell trotz offiziellem Verkaufsstart ab 9. Dezember nicht offen. Es verweist vielmehr auf seine Partner, die kundenspezifische Komplettangebote unterbreiten. Die Aufrüstung der speziellen Lösungen und Software-Varianten, etwa eine Premium Edition mit Streaming Manager, und die Verknüpfung mit verschiedenen Wartungsverträgen beeinflussen den letztendlichen Preis.

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