Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test

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Lenovo Yoga Tablet 2 Pro (Bild Lenovo)

Ausgestattet mit einem Standfuß, einem Projektor und einem JBL-Soundsystem kann das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro auch für einen Heimkinoabend eingesetzt werden. Ob sich das 13,3 Zoll große Gerät mit Intel-Prozessor dafür eignet, zeigt ein Test des Android-Tablets.

Mitte Oktober hat Lenovo das Yoga Tablet 2 Pro angekündigt. Das Android-Tablet ist mit einem 13,3 Zoll großen Bildschirm ausgestattet und verfügt über einen zylindrischen Griff samt Standfuß. Lenovo hat dem Tablet zudem eine Besonderheit spendiert: In dem Gerät ist ein Projektor eingebaut.

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist ab 499 Euro bei Online-Shops und im Einzelhandel erhältlich (Foto: CNET).
Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist ab 499 Euro bei Online-Shops und im Einzelhandel erhältlich (Foto: CNET).

Lenovo bietet das Yoga Tablet 2 Pro in unterschiedlichen Modellen an. Für 499 Euro erhalten Nutzer die WLAN-Variante. Das Gerät mit LTE-Modul kostet 599 Euro. Das Tablet von Lenovo reiht sich damit im oberen Preissegment ein. In einigen Online-Shops sowie im Einzelhandel ist das WLAN-Modell bereits verfügbar. Erst in ein bis drei Monaten ist die LTE-Variante dann verfügbar.

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro verfügt über ein 13,3 Zoll großes IPS-Display und bietet eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkte. Der 10-Punkt-Multitouchscreen erreicht somit eine Pixeldichte von etwa 221 ppi. Zum Vergleich: Das iPad Air 2 kommt auf 264 ppi bei einem 9,7-Zoll-Bildschirm.

Inhalte des Bildschirms lassen sich auch aus einem größeren Blickwinkel gut erkennen. Sitzt man zu zum Beispiel zu dritt vor dem Tablet, um sich zusammen Fotos und Videos anzuschauen, können auch die außen sitzenden Personen alles gut sehen. Für seine Größe bietet das Yoga Tablet 2 Pro ein scharfes sowie äußerst blickwinkelstabiles Display und kann diesbezüglich überzeugen.

Prozessor und Leistung

Im Inneren des Android-Geräts arbeitet ein Quad-Core-Prozessor von Intel mit 1,33 GHz Takt (Burstmodus 1,86 GHz). Unterstützt wird die CPU von 2 GByte Arbeitsspeicher. Intern verfügt das Tablet über 32 GByte. Knapp 8 GByte davon belegen das Betriebssystem sowie vorinstallierte Anwendungen. Mit einer MicroSD-Karte kann der Speicher aber um bis zu 64 GByte erweitert werden.

Die Power der Intel-CPU ist im Grunde ausreichend. Doch etwas mehr Leistung täte dem Yoga Tablet 2 Pro ganz gut. Denn die QHD-Auflösung des Bildschirms zeigt dem Prozessor das ein oder andere Mal seine Grenzen auf.

Das System läuft weitgehend flüssig, nur bei dem Aufrufen von Apps, Youtube-Videos, vielen Bildern in der Galerie oder Scrollen und Zoomen im Browser zeigt sich die fehlende Leistung. Es ist zwar nicht störend, aber als Nutzer merkt man es. Grafisch aufwändigere Spiele wie Riptide GP 2 oder Dead Trigger 2 laufen aber bis auf seltene Micro-Ruckler auf dem Lenovo-Tablet flüssig.

Das Lenovo-Tablet ist mit dem auf der 64-Bit-Architektur basierenden Intel-Prozessor schon auf Android 5.0 vorbereitet. Diese Betriebssystemversion dürfte dem Tablet nochmals einen Leistungsschub geben. Ob und wann es ein Update auf Android 5.0 gibt, ist bisher noch nicht bekannt.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro (Bild: CNET)
Der Beamer löst 854 mal 480 auf und schafft 40 bis 50 ANSI-Lumen (Foto: CNET).

Projektor & Sound

Das Besondere am Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist der integrierte Projektor. Er befindet sich auf der rechten Seite des zylindrischen Griffs des Tablets. In schwach beleuchteten oder abgedunkelten Räumen soll er ein maximal 50 Zoll großes Bild in einem Abstand von zwei Metern projizieren können.

Der Beamer bietet eine WVGA-Auflösung 854 mal 480 Pixel und eine Helligkeit von 40 bis 50 ANSI-Lumen. Offizielle Angaben zur Lebensdauer liegen nicht vor. Im Internet finden sich Werte von um die 20.000 Stunden. Dass er mit teuren HD-Pico-Projektoren nicht mithalten kann, ist nicht überraschend. Er erreicht aber durchaus das Niveau mittelpreisiger Geräte.

Bei einer Entfernung von 2,5-Metern ermöglicht der Projektor im Test immer noch ein etwa 70 Zoll großes und scharfes Bild. Ist genügend Platz und eine entsprechend große, weiße Fläche verfügbar, ist sogar ein 120 Zoll großes Bild möglich. Die Schärfe ist auch dann noch ausreichend. Sie kann über einen kleinen Regler auf der Rückseite eingestellt werden. Je größer das Bild desto, schwächer wird die Helligkeit. Bereits ab einer Entfernung von 1,5 Metern und maximaler Helligkeitseinstellung sollte der Raum abgedunkelt sein.

Der Projektor im Lenovo Yoga Tablet 2 Pro kann Bilder automatisch an das Format 16:9 anpassen und eine Trapezbildung ausgleichen. Inhalte spiegelt der Beamer einfach vom Display, dabei projiziert er alles, was auf dem Tablet angezeigt wird – vom Spiel bis zum Film.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro (Bild: CNET)
Im Griff des Yoga Tablet 2 Pro befindet sich der 9600-mAh-Akku. (Bild: CNET)

Der Sound kann mit dem Bild mithalten. Dafür sorgt ein JBL-Soundsystem mit zwei 1,5-Watt-Stereolautsprechern auf der Vorderseite und einem 5-Watt-Subwoofer auf der Rückseite. Auch aus circa 3 Metern Entfernung reicht die Lautstärke noch, um einen Film zu genießen.

Insgesamt macht der Projektor des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro einen besseren Eindruck als erwartet. In entsprechend abgedunkelten Räumen eignet er sich trotz der etwas niedrigen Auflösung gut für Kinoabende zu Hause oder auch um vor Kollegen oder sogar Kunden etwas zu präsentieren.

Akkulaufzeit

Lenovo gibt die Laufzeit des Tablets mit bis zu 15 Stunden an. Dafür soll ein 9600-mAh-Akku im Griff sorgen. Bei der Videowiedergabe über den Beamer soll eine Ladung für bis zu drei Stunden reichen. Im Test hält der Projektor mit voller Helligkeit und ausgeschaltetem Display sogar knapp 5,5 Stunden durch. Beim Streamen eines HD-Youtube-Clips hielt das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro mit maximaler Helligkeit gut 6 Stunden und 40 Minuten durch. Wer das Display etwas herunterregelt, dürfte gar auf 7,5 bis maximal 8 Stunden kommen.

Videos streamen mit maximaler Helligkeit konnte das Tablet im Test für etwa 6 Stunden und 40 Minuten. Im Standby-Modus verbraucht das Gerät so gut wie keinen Strom. Nach einem Tag hatte es immer noch 100 Prozent angezeigt.

Fazit

Für gelegentliche Heimkinoabende oder sponatne Präsentationen in der Firma ist das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro bestens geeignet. Dafür sorgen der überraschend gute Projektor und das JBL-Soundsystem mit Front-Stereo-Lautsprechern und Subwoofer. Allerdings könnte das Android-Tablet für die alltägliche Arbeit etwas mehr Leistung mitbringen. Zum Spielen ist dennoch geeignet. Auch grafisch aufwendige Spiele laufen abgesehen von gelegentlichen, kleinen Rucklern flüssig. Mit 499 respektive 599 Euro ist das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro eines der teureren Android-Tablets auf dem Markt. Aber wer den Projektor zumindest gelegentlich nutzen möchte, wird mit dem Presi-Leistungsverhältnis dennoch zufrieden sein.

Einen vollständigen, ausführlichen Testbericht mit mehr Bildern des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro finden Interessierte auf der ITespresso-Schwestersite CNET.de.