iStreamData soll durch Verteilen der Daten für deren Schutz sorgen

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Das Prinzip des Cloud Crowding (Bild: Cloud Crowding)

Die deutsche Firma T&T Cloud Crowding Solutions zerhackt Daten so, dass sie für Hacker und stattliche Schnüffler wertlos werden und verteilt die Fragmente im Netz. Ein Cloud-Service trägt die Informationen wieder sinnvoll zusammen. Zudem agiert dieser wie ein RAID-System und soll vor dem Verlust der Daten schützen.

Die baden-württembergische Firma T&T Cloud Crowding Solutions setzt mit ihrem Angebot iStreamData auf die Speicherung vertraulicher Daten in schwer ausspionierbarer Form auf frei verfügbaren Online-Storage-Plattformen. Mit eigenen Fragmentierungsalgorithmen “zerfetzt” das System die Informationen und verteilt sie dann mit wiederum anderen Berechnungen auf 10 bis 30 Rechenzentren in Deutschland und Europa.

Cloud Crowding (Bild: Cloud Crowding)
Mit iStreamData verteilt Cloud Crowding Informationen chiffriert und zerhackt auf viele Rechenzentren (Bild: Cloud Crowding)

Für Nutzer stellt sich die verteilt abgelegte Datenmenge trotzdem wie ein klassisches Festplattenlaufwerk dar. “Auf Ihrem PC hätten Sie neben den Windows Laufwerken C, D, F, und so weiter zusätzlich ein X –Laufwerk, hinter dem sich iStreamData verbirgt und Ihre Dateien, Fotos oder Entwürfe auf Data Center verteilt”, erklärt Firmengründer und Geschäftsführer Thomas Firnkorn.

Backup-Software präsntiert sich das Pseudo-Laufwerk dagegen wie eine unendlich skalierbare Festplatte. Die ist auch über PCs, Tablets und andere interne und zugelassene Geräte ansteuerbar und wird wie ein lokales NAS-System angesprochen.

Statt alle Daten an lediglich einer, möglicherweise angreifbare Stellen zu speichern und sich der Zugriffe von außen mit Firewalls und anderer Security-Software zu erwehren, verteilt Crowd Clouding die Informationen. Um die vielen Speicherorte muss sich der Nutzer nicht kümmern: iStreamData sorgt als Cloud-Service, hinter dem Server stecken dafür, das die Verteilung funktioniert. Crowd Clouding bucht die entsprechenden Dienste und nutzt deren Speicherkapazität “bis zum Anschlag” aus, erklärt Firnkorn.

Durch eine statistische Spiegelung der Fragmente entstehen viele Redundanzen wie bei höheren RAID-Leveln. Im Falle eines Ausfalls einzelner Rechenzentren sei es daher möglich, die Daten komplett zu restaurieren, wenn zumindest 70 Prozent der Daten weiterhin vorhanden sind. Dieses Verfahren hat das schwäbische Unternehmen zum Patent angemeldet.

Kunden zahlen rund 0,75 Euro pro GByte und Monat für asysnchronen Speicher und 0,15 Euro pro GByte und Monat für die sichere Massenarchivierung. Crowd Clouding betreibt den Dienst mit einem Pay-as-you-use Modell in Verbindung mit der Public Cloud. Für große Unternehmen wird er auch als klassisches Lizenzgeschäft angeboten, da die Sicherung in der Public Cloud oft durch Policy-Vorgaben untersagt ist. Diese Unternehmen erwerben eine Lizenz (Preis vereinbar) und bilden dieselbe Methode auf ihren eigenen, vernetzten Rechenzentren ab.

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