Tabbles sortiert Dateien in virtuelle Ordner

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Mit einer Mischung aus Tagging, Indizieren und dem Erzeugen künstlicher Ordner soll Tabbles das Auffinden von Informationen im Datenwust erleichtern. Die Zuordnung in logische Container soll unabhängig vom wirklichen Speicherort helfen, Dokumente wiederzufinden.

Die italienischen Software-Entwickler von Yellow Blue Soft liefern mit ihrem Windows-Tool Tabbles einen Dateimanager, der Funktionen wie aus Dokumentenmanagementsystemen in eine Form bringt, die Informationen – bei DRM die “Metatags” – wie Ordner und Dateien wirken lässt.

Tabbles Screenshot (Bild: Yellow Blue Soft)
Das Tag-Sharing von Tabble wird abgewickelt wie E-Mail-Austausch (Bild: Yellow Blue Soft).

Als Beispiel für die Anwendung dieser Technik nennt der Hersteller die Suche nach einer PDF-Datei. Die könnte der User auf mehrere Weisen abgelegt haben: Entweder in den Ordner “Kunde X”, weil es eine Rechnung für diesen Kunden ist. Oder im Ordner “Rechnungen”, weil es eben eine solche ist. Oder in den Ordner “2014”, weil die Datei in diesem Jahr angelegt wurde. Oder auch im Ordner “PDF”, weil das Dokument in diesem Format vorliegt.

Mit Verknüpfungen oder Kopien kann er sie zwar leichter wiederfinden, doch oft träte dann das Problem der Versionsvielfalt oder der Speicherplatzverschwendung auf. Mit Tabbles für Windows werden die nur einmal vorhandenen Dateien einfach “getaggt” und damit künstlichen Ordnern zugewiesen.

In der Dateimanagement-Software lassen sich diese “Ordner” (also eigentlich die Tags) aufrufen und anklicken, als seien sie tatsächliche Verzeichnisse. Die darin enthaltene Datei gibt es trotz mehrfacher Zuordnung aber nur einmal.

Tags lassen sich über einen Kontextmenübefehl den Dateien zuweisen. Alternativ dazu können die Dateien per Drag and drop in einen Tabbles-Ordner gezogen werden. Mit Automatismen lassen sich bestimmte Auszeichnungen, etwa Zeit oder Dateityp, automatisch vergeben. Eine Sharing-Funktion erlaubt es, die Zuordnungen mit Kollegen im gleichen Netz oder Online-Speicher zu teilen.

Tabbles liegt derzeit in der Version 3.1.21 für Windows Vista, 7, 8 und 8.1 vor. Für die Nutzung im Netzwerk und das Sharing ist SQL Server Express 2008 oder höher nötig.

Das Programm steht zum Download bereit. Für den persönlichen Gebrauch ist es in der Version “Free” kostenlos und taggt bis zu 2000 Dateien. Ordnersynchronisation mit Dropbox funktioniert nur 90 Tage lang, dann muss dafür eine Lizenz erworben werden.

In der Version “Home” (29 Dollar, drei Lizenzen 60 Dollar, vier 80 Dollar) können bis zu vier Nutzer ihre “Tabbles” teilen. Ordnersynchronisation ist unlimitiert. In der Version “Business” (69 Dollar für einen Arbeitsplatz und 621 Dollar für 10 Lizenzen) ist das Sharing unterbunden, die eigenen Tags lassen sich aber von drei Geräten aus abrufen. Ordnersynchronisation ist enthalten.

Tabble Corporate schließlich für 129 Dollar pro User hat keine Limitierungen beim Tag-Sharing und den Kollaborationsfunktionen. Jeder Nutzer kann seine eigenen Zuordnungen teilen oder auf die der anderen Anwender zugreifen, auch die Ordnersynchronisation, zum Beispiel mit Dropbox, ist unlimitiert.

Die Dollarpreise werden beim Online-Kauf automatisch in die aktuellen Euro-Kurse umgewandelt, die dann auch live im Warenkorb erscheinen. Bezahlt werden kann per Kreditkarte, Paypal oder Überweisung, die Zahlungsabwicklung erfolgt über einen deutschen Dienstleister.

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