ARD fühlt heute Abend Google auf den Zahn

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Die ARD zeigt heute Abend eine Reportage über Google (Screenshot: ITespresso).

Von 22 Uhr 45 bis 23 Uhr 30 zeigt der Sender den von Ulrich Stein im Auftrag des WDR produzierten Beitrag “Die geheime Macht von Google”. Das Kamerateam hatte Zugang zur Zentrale in Mountain View sowie dem Entwicklungszentrum in Zürich. Als Kontrastprogramm präsentiert es den Kampf der Unternehmer Robert M. Maier und Michael Weber gegen den Konzern.

Die ARD zeigt heute Abend zwischen 22 Uhr 45 und 23 Uhr 30 den von Ulrich Stein im Auftrag des WDR produzierten Beitrag “Die geheime Macht von Google”. Der Sender verspricht Einblicke in einen Milliardenkonzern, “der wie kein anderer unseren Alltag unter Kontrolle hat”. Er knüpft damit an andere Berichte öffentlich-rechtlicher Sender an, die mit den Stars des Internets kritisch umgehen: Im Februar 2013 sorgte etwa eine ARD-Sendung über Amazon für viele Reaktionen und Diskussionen, im August 2014 wirbelte eine ZDF-Sendung über Rocket Internet viel Staub auf.

Die ARD zeigt heute Abend eine Reportage über Google (Screenshot: ITespresso).

Der heutige Beitrag über Google verspricht vor allem durch zwei Aspekte für Spannung zu sorgen: Einmal bekam das Kamerateam Zutritt zur Google-Zentrale in Kalifornien sowie dem Google-Entwicklungslabor in Zürich, zum anderen beschäftigt sich der Beitrag auf intensiv mit den beiden Unternehmern Robert M. Maier und Michael Weber.

Sie werfen Google vor seine Dominanz im Suchgeschäft zu missbrauchen, indem es bei den Suchergebnissen eigenen Produkte besser als die der Konkurrenz platziert. Damit zogen sie bisher erfolgreich bei der Europäischen Kommission gegen Google zu Felde: Gemeinsam mit anderen Firmen reichten sie eine Beschwerde ein, die die EU-Kommission veranlasst hat, Google aufzufordern, seine Geschäftspraxis zu ändern.

Das alleine dürfte allerdings nicht genügen, um die Marktmacht des Konzerns zu brechen. Dazu gehört dann auch ein gründliches Umdenken der Verbraucher. Denn schließlich stehen zum Beispiel mit Microsofts Bing, der mit ökologischen Aspekten werbenden Suchmaschine Ecosia.org, dem mit Datenschutz werbendem Schweizer Angebot Swisscows oder der dieses Jahr auch in Deutschland gestarteten französischen Suchmaschine Qwant auch hierzulande mehrere Alternativen zur Verfügung – die allerdings nur von wenigen genutzt werden.

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