Anbieter von Spyware muss 500.000 Dollar Strafe zahlen

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passwort-sicherheit (Bild: Shutterstock)

Die Verbreitung der mobilen Spyware StealthGenie kommt Hammad Akbar teuer zu stehen. Das FBI hatte ihn im September wegen Vermarktung und Vertrieb der App verhaftet. Mit ihr lässt sich ein Mobilgerät vollständig überwachen. Neben der Zahlung der Strafe muss Akbar auch den Quellcode übergeben.

500.000 Dollar Strafe muss der mutmaßliche Entwickler und Verkäufer der mobilen Spyware StealthGenie in den USA zahlen. Zusätzlich muss der 31-jährige Hammad Akbar den Quellcode der Software an die US-Regierung übergeben. Es ist die erste Strafsache, die die Vermarktung und den Online-Verkauf einer speziell für Mobilgeräte entwickelte Spyware behandelt hat.

Hammad Akbar (Bild via Twitter)
Hammad Akbar (Bild via Twitter)

Wie die Ermittlungsbehörden mitteilen, kann StealthGenie Anrufe, Textnachrichten, E-Mails, Adressbucheinträge, Kalendereinträge sowie Fotos und Videos auf einem Mobilgerät ausspähen. Darüber hinaus können Kriminelle Anrufe in Echtzeit abfangen und aufzeichnen. Zudem sei die Aktivierung eines Smartphones aus der Ferne genauso möglich, wie das Belauschen in einem Umkreis von etwa 4,5 Metern.

Im September hatte das FBI den aus Pakistan stammenden Akbar verhaftet. Er soll die Malware bereits vor zwei Jahren an einen Undercover-Agenten verkauft haben. Akbar betrieb nach Aussage des FBI die Online-Plattformen InvoCode und Cubitium, über die StealthGenie beworben und vertrieben wurde.

In einem Werbevideo heißt es, dass die Spyware über 100.000 Mal verkauft wurde. Gehostet wurde sie in einem Rechenzentrum in Ashburn im US-Bundesstaat Virginia. Die Behörden schalteten die StealthGenie-Website mittels einstweiliger Verfügung am 26. September ab. Akbar bekannte sich in der vergangenen Woche bei einer Anhörung vor dem zuständigen Bezirksgericht in Virginia der Vermarktung und des Verkaufs von StealthGenie für schuldig.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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