GoPro will Verbrauchern 2015 auch Drohnen mit Kamera anbieten

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Action-Cams von GoPro (Bild: GoPro)

Der Hersteller will sich Berichten zufolge damit für sein Geschäft ein zweites Standbein aufbauen. In den Drohnen sollen GoPros von den Action-Camcordern bekannte Kameras verbaut sein, damit Aufnahmen aus der Luft möglich werden. Angeblich sollen erste Modelle Ende nächsten Jahres zu Preisen zwischen 500 und 1000 Dollar auf den Markt kommen.

GoPro will für Verbraucher Drohnen auf den Markt bringen, die mit den von den Action-Cams des Herstellers bekannten Kameras für Aufnahmen aus der Luft ausgerüstet sein sollen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf “Personen, die mit den Plänen vertraut sind”. Dem Blatt zufolge plant der Hersteller mit dem Verkauf der Kameradrohnen Ende nächsten Jahres zu Preisen zwischen 500 und 1000 Dollar zu beginnen.

Action-Cams von GoPro (Bild: GoPro)

Erfolgreich wurde GoPro mit kompakten und robusten Action-Cams, die insbesondere bei Sportlern beliebt sind. 2012 erwarb der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn einen Anteil von 8 Prozent an dem Unternehmen und seit Mitte 2014 werden seine Aktien an der Börse gehandelt. Auf den Umstand ist es sicherlich auch zurückzuführen, dass nun ein weiteres Standbein geschaffen werden soll. Zuvor wurde bereits versucht, durch Partnerschaften mit TV-Sendern, Filmemachern, Sportlern, Sportveranstaltern und Musikern ein Geschäft mit den mit GoPro-Kameras aufgenommenen Videos aufzubauen.

Außerdem könnten so die Einbußen ausgeglichen werden, die dadurch entstanden, dass Drohnenhersteller wi DJI und Parrot ihre Produkte inzwischen nicht mehr GoPros-Kameras ausrüsten. Bei deren für die private Nutzung gedachten Drohnen handelt es sich in der Regel um sogenannte Quadrokopter. Die zunehmende Verbreitung solcher Fluggeräte und die dadurch befürchteten Eingriffe in die Privatsphäre lösen aber nicht mehr nur in Deutschland Besorgnis aus. Inzwischen beschäftigt sich zum Beispiel auch die US Federal Aviation Authority mit dem Thema. Eine Studie der University of Birmingham warnte zudem erst kürzlich vor erheblichen Risiken für Privatsphäre und Sicherheit, durch den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge. Und der sonst in bezug auf die Privatsphäre nicht zimprliche Google-Chairman Eric Schmidt bezeichnete Drohnen als “Alptraum”.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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