Euronics stellt erste Ganzkörperscanner der Doob AG auf

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Euronics Doob 3D-Figuren (Bild: Euronics)

Sie werden derzeit in den Märkten in Bensheim und Biberach aufgebaut und sollen am 6. Dezember in Betrieb genommen werden. Kunden können sich dort dann scannen und als zwischen 10 und 35 Zentimeter große Figur im 3D-Drucker “doubeln” lassen.

Die Düsseldorfer Doob Group hat für ihre im Oktober vorgestellten 3D-Ganzkörperscanner nun wie bereits damals angekündigt den ersten Partner gefunden, der sie in seinen Ladengeschäften aufstellt. In den Fachmärkten der Verbundgruppe Euronics in Biberach und Bensheim wurden aktuell die ersten 3D Dooblicator aufgebaut. Aus den eingelesenen Daten lassen sich dann ab 6. Dezember 3D-Figuren drucken. Die sind in der Regel zwischen 10 und 35 Zentimeter groß.

Euronics 3D-Figuren von Doob (Bild: Euronics)

Grundlage ist die Photogrammetrie genannte und etwas modernisierte Technik, die früher zur Fernvermessung von Objekten und für Kartenmaterial, sowie das Modellieren von Büsten verwendet wurde. Jetzt dient sie dem Dooblicator dazu, selbst komplexe Oberflächenstrukturen zu erfassen. Dazu sind in einem Dooblicator bis zu 64 Kameras verbaut, deren Fotos in 3D-Koordinaten umgewandelt werden. Ein Mensch wird damit laut Anbieter in 0,01 Sekunden präzise in 3D-Daten erfasst.

“Das Pilotprojekt mit den 3D-Figuren von Doob – eine in Deutschland bisher einzigartige Technik – ist eine von vielen Aktionen und Maßnahmen, mit denen wir systematisch die Geschäftsfelder der Zukunft erschließen wollen”, sagt Euronics-Vorstandssprecher Benedict Kober. Kunden können sich die 3D-Figur maßstabsgetreu ausdrucken und später im jeweiligen Euronics-Markt abholen oder per Post zusenden lassen.

Neben den Standardgrößen mit maximal 35 Zentimetern Höhe sollen auch lebensgroße Figuren angeboten werden. Außerdem sollen Kunden zudem Haustiere oder zum Beispiel ihre bevorzugten Sportgeräte scannen und ausdrucken lassen können.

“Mit dem Launch des 3D-Dooblicators demokratisieren wir das drei-dimensionale Foto für Jedermann. Schnell, präzise und völlig unkompliziert. Mit nur einem Klick kann jeder mit Hilfe unseres Know-hows und unserer Services Teil der digitalen 3D-Welt werden: als physisches 3D-Modell des eigenen Scan-Datensatzes oder als eigener digitaler Avatar die Weiten des World Wide Web betreten”, erklärt Edwin Davis, CEO der Doob Group.

Konkurrenz bekommt er dabei unter anderem von der Firma Artec aus Luxemburg. Die hat diese Woche erstmals in Deutschland ihren Shapify Booth genannten, vergleichbaren Ganzkörperscanner vorgestellt. Damit lassen sich ebenfalls 3D-Daten erfassen, die später als 3D-Druck ausgegeben werden können. Die Shapify Booth besteht aus einem Podest und vier hochauflösenden 3D-Scannern von Artec, die um das Scan-Objekt rotieren.

So werden 700 gescannte Oberflächen erzeugt, die dann zu einer Datei zusammengesetzt werden. Dieser Vorgang dauert allerdings 12 Sekunden – und damit deutlich länger als bei der fotografischen Erfassung im Dooblicator. Artec will sein Produkt ebenso wie die Doob Goup in vielfrequentierten Geschäften oder anderen Orten aufstellen. Betreibern empfiehlt das Unternehmen für die in 9, 12 und 15 Zentimetern Größe erhältlichen Figuren Preise von 63, 113 respektive 160 Euro.

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