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Augmented Reality soll in der Logistik Barcodes ersetzen

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Ubimax will mit einer AR-Brille und der Anwendung “Xpick AR” das Kommissionieren per Barcode-Scanner ablösen. Die Einblendung von Computer-Informationen in das Realbild soll die zum Auffinden von Produkten im Lager benötigte Zeit verkürzen. Informationen über Entnahmen aus dem Lager werden dabei per Gestensteuerung an angebundene Datenbanken weitergegeben.

Die Bremer Ubimax GmbH hat auf dem Bitkom Trendkongress in Berlin diese Woche eine Möglichkeit zur Kommissionierungs mit Unterstützung der Datenbrille Meta Glasses des kalifornischen Herstellers Meta vorgestellt. Der Anbieter von Anwendungen rund um das Wearable Computing nahm am Förderprogramm “Meta-Pioneers” des Brillenherstellers teil und konnte so die Anwendungsentwicklung für die Meta Glasses schnell umsetzen.

Datenbrille Meta-Glasses (Bild: Meta)
Die Datenbrille “Meta Glasses” wirkt noch ein wenig klobig. Die Progammierer von Ubimax haben eine Lageranwendung für sie produziert (Bild: Meta).

Die Lager-Applikation “Xpick AR” deckt auch Produktion und Qualitätssicherung ab und blendet Computer-Informationen in Realbilder ein. Prototypen von Xpick AR sind bereits fertiggestellt und erweitern die Kommissionierungsanwendung Xpick. Die erste Version verfügt über eine automatische Entnahme- und Ablagekontrolle, was den Prozess des Barcode-Scans überflüssig macht. Zudem können Kopfbewegungen des Benutzers erkannt werden; mittels Gestensteuerung lassen sich virtuelle Knöpfe im Blickfeld des Betrachters betätigen.

Lagerarbeitern sollen so die Hände für die eigentliche Arbeit frei haben, das Herauskramen von Papieren und das Scannen von Barcodes soll überflüssig werden. Die deutschen Entwickler produzieren industrielle AR-Anwendungen auch für Datenbrillen anderer Hersteller, unter anderem Google Glass, Vuzix M100 und Epson Moverio.

Ubimax ist vor allem mit kundenspezifischen Entwicklungen und standardisierten Lösungen wie Xpick oder Xmake für Kommissionierung, Fertigung und Qualitätssicherung aktiv. Das Unternehmen sieht auch seine Lösung “Xcare” für Gesundheits- und Altenpflege als zukünftiges Anwendungsgebiet der “erweiterten Realität” via Datenbrillen.

Den Einsatz von Datenbrille, Augmented Reality und Apps in der Logistik haben bereits im vergangenen Jahr SAP und der ebenfalls aus den USA stammende Datenbrillenspezialist Vuzix vorgestellt. Zum Start der Kooperation im Mai 2013 war die Vuzix-Brille zusammen mit den SAP-Produkten SAP Inventory Manager, SAP Work Manager, SAP CRM Service Manager, SAP Rounds Manager und SAP Machine-to-Machine Platform nutzbar. Ein Einsatzszenario zeigen die beiden Partner in einem Video bei YouTube.



Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.

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