Univention erneuert seinen Corporate Server auf Version 4.0

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Univention Corporate Server 4.0 (Bild: Univention)

Der Hersteller hat seine Mittelstandslösung UCS zum Ansteuern von Rechnern im physischen wie virtuellen IT-Fuhrpark überarbeitet. Das Server-Betriebssystem kommt mit neuer Benutzerführung und einem veränderten Design. Eine Komponente verwaltet jetzt VMs aus Openstack-Clouds und Amazon EC2.

Univention hat Version 4.0 des Corporate Servers fertiggestellt. Insbesondere das Univention App Center zur Einbindung von Anwendungen in die IT-Umgebung wurde aufgewertet: Sie ist jetzt die zentrale Oberfläche zur Administration sämtlicher auf den Systemen einer Domäne installierten Anwendungen.

Univention Corporate Server 4.0 (Bild: Univention)
Die neue Oberfläche von UCS soll die IT erfasbarer machen. (Bild: Univention)

Der Hersteller will mit dem Univention Corporate Server 4.0 den Überblick in der Server- und IT-Management-Lösung verbessern und die Steuerung erleichtern. Die Komponente zum Management virtueller Maschinen wurde um die Fähigkeit erweitert, Ressourcen in Amazon EC2 und in mit Openstack realisierten Clouds zu verwalten.

UCS 4.0 unterstützt Openstack-Umgebungen ohne Anpassungen. Für die Einbindung von Amazon-EC2-Instanzen müssen Administratoren im Univention App Center die App “Amazon EC2 Cloud-Verbindung” nachinstallieren.

Da virtuelle und physische Komponenten gleichwertig dargestellt werden, sieht der Hersteller seine Lösung als sinnvolle Grundlage für das Management hybrider Cloud-Umgebungen. Im umgestalteten Univention App Center in UCS 4.0 finden sich über 50 zusätzliche Applikationen und Anwendungen von Drittanbietern. Administratoren können damit alle auf den Systemen einer Domäne installierten Anwendungen zentral verwalten oder neue Anwendungen installieren. Auf einer einzelnen Übersichtsseite zeigt das App Center, welche Software auf welcher Maschine installiert ist und welche Updates bereitstehen.

UCS 4-0 VM-Manager (Bild: Univention)
Im Virtual Machine Manager können virtuelle Instanzen von Openstack-Umgebungen oder Amazon EC2 überwacht werden. (Bild: Univention)

Eine neue Struktur der UCS-4.0-Oberfäche soll die IT-Umgebung schon auf der Startseite erfassbar machen und die Navigation durch Untermenüs vereinfachen. Unabhängig von der Größe des Displays soll ein “responsive Design” die Management-Oberfläche immer übersichtlich darstellen.

Module für das Identity- und Infrastrukturmanagement sind in sieben jeweils farblich voneinander abgehobene Kategorien zusammengefasst, um dem Anwender deutlich zu vermitteln, in welchem der Module er sich gerade befindet.

Die unter UCS liegende Linux-Distribution Debian ist auf Version 7.7 (“Wheezy”) aufgerüstet, der Linux-Kernel auf Version 3.16. Damit können UCS-Nutzer aktuelle Hardware und neueste Open-Source-Anwendungen einbinden. Zur Bereitstellung der eingebauten Active-Directory-Funktionen aus Windows-Umgebungen liefert UCS 4.0 das Integrations-Tool Samba 4.2 mit.

Version 4.0 von UCS steht online kostenlos zum Download als VM- oder ISO-Image bereit.

Das Linux-basierte Produkt lässt sich als Bestandteil vorhandener Microsoft-Infrastrukturen betreiben und erlaubt eine Ablösung von Microsoft-Windows-Domänen.

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