Synology bringt NAS mit Quad-Core-CPU und bis zu 30 TByte Speicher

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Synology_DS1515+ (Bild: Synology)

Das DS1515+ kommt mit einem Intel-Atom-Prozessor mit 2,4 GHz Takt. Er kann auf 2 GByte RAM zugreifen, der sich auf bis zu 6 GByte erweitern lässt. Die Laufwerksschächte bieten regulär Platz für fünf 6-TByte-Festplatten. Über via eSATA angeschlossene Eerweiterungseinheiten kann die Kapazität des DS1515+ auf bis zu 90 TByte ausgebaut werden.

Nach dem Modell DS415+ hat Synology mit dem DS1515+ nun ein weiteres, mit einer Quad-Core-CPU versehenes NAS seiner Diskstation-Reihe vorgestellt. Der verbaute Intel-Atom-Prozessor (C2538) taktet mit 2,4 GHz und kann auf 2 GByte DDR3-RAM zugreifen, der sich auf bis zu 6 GByte erweitern lässt. In die Laufwerksschächte des DS1515+ können fünf SATA-II- oder SATA-III-Festplatten (2,5 und 3,5-Zoll-Format) respektive fünf SATA-II-SSDs (2,5-Zoll-Format) mit je 6 TByte Storage-Kapazität eingeschoben werden – und zwar auch im laufenden Betrieb.

Synology DS1515+ (Bild: Synology)
Der Netzwerkspeicher Synology DS1515+ fasst bis zu 30 TByte. Über Erweiterungseinheiten kann die Kapazität auf bis zu 90 TByte erhöht werden (Bild: Synology).

Die insgesamt 30 TByte an internem Datenspeicher, die abhängig von der jeweiligen RAID-Konfiguration variieren können, sind über via eSATA angeschlossene DX513-Expansionseinheiten auf bis zu 90 TByte erweiterbar. Synology gibt als Datenübertragungsgeschwindigkeit rund 450 MByte/s im Lesemodus und etwa 396 MByte/s im Schreibmodus an. Der DS1515+-Netzwerkspeicher verfügt neben den erwähnten zwei eSATA-Schnittstellen noch über vier USB-3.0-Ports für den Anschluss externer Speichermedien.

Die 15,7 mal 24,8 mal 23,3 Zentimeter große und rund 4 Kilogramm schwere NAS-Box ist mit vier Gigabit-Ethernet-Ports ausgestattet, die über eine Ausfallsicherung verfügen und Link Aggregation unterstützen. Letztere soll die verfügbaren Verbindungsgeschwindigkeiten über einzelne Netzwerkkabel oder Ports hinaus bündeln und somit verbessern.

Darüber hinaus kommt das DS1515+ mit einer Hardware-Verschlüsselungs-Engine, die Dateien und Verzeichnisse im laufenden Betrieb verschlüsselt. Laut Synology werden bei der Verarbeitung dieser Daten noch Transferraten von 448,71 MByte/s beim Lesen und 191,12 MByte/s beim Schreiben erreicht.

Bei der Dateifreigabe bietet der NAS-Server eine 256 Bit starke AES-Verschlüsselung, um alle unautorisierten Zugriffsversuche zu blockieren. Wenn ein gemeinsamer Ordner erstellt und verschlüsselt wurde, bedeutet das laut Hersteller, dass ohne den zugehörigen Schlüssel niemand die chiffrierten Daten verwenden kann – selbst wenn die Festplatten aus der NAS-Box entfernt und in einem anderen Gerät eingesetzt werden sollten.

Die Zwei-Stufen-Verifizierung während des Anmeldevorgangs im Netzwerk offeriert einen zusätzlichen Schutz durch einen sechsstelligen Einmal-Code. Dieser wird an das mobile Endgerät des Nutzers gesendet. Zur Datensicherheit tragen Synology zufolge auch Features wie IP-Blockierung, Antivirus-Pakete, eine Firewall sowie ein Schutz vor DoS-Angriffen bei.

synology_DS1515+_LAN (Bild: Synology).
Das Synology DS1515+ bietet vier Gigabit-Ethernet-Ports mit Ausfallsicherung und Link Aggregation (Bild: Synology).

Als NAS-Betriebssystem kommt erneut der browserbasierende DiskStation Manager (DSM) zum Einsatz. Er enthält das sogenannte Synology Paket-Zentrum, mit dem der Nutzer Add-On-Pakete herunterladen und installieren kann, die für Firmenanforderungen entwickelt wurden, der privaten Unterhaltung dienen oder für eine höhere Arbeitsproduktivität sorgen sollen.

Das DS1515+ unterstützt Virtualisierungsumgebungen von VMware und Citrix sowie Microsofts Hyper-V. Mittels VMware vSphere 5 sowie der Integration von VAAI (vStorage APIs for Array) kann die NAS-Box zusätzlich bestimmte Speichervorgänge auslagern und damit die Rechenleistung in VMware-Umgebungen erhöhen.

Das Synology-NAS beinhaltet überdies die hauseigene SHA-Technologie (Synology High Availability), die einen aktiven und einen passiven Server in einem Cluster zusammenschließt, wobei ersterer immer auf letzteren gespiegelt wird. Treten beim Hauptserver unerwartete Ausfälle auf, übernimmt sofort der passive Server, sodass die Verfügbarkeit permanent gesichert ist.

Tipp: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

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