Windows 10: Diskussion um Synchronisation mit OneDrive

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Windows 10 Veranstaltung (Bild: Microsoft)

Mit der aktuellsten Technical Preview rückt Microsoft von dem mit Windows 8.1 vorgestellten Konzept der “smart files” ab. Platzhalter zeigten dadurch im Explorer auch nur in der Cloud liegende Dateien an, die nicht synchronisiert wurden. Windows-10-Tester bemängeln das: Sie wollen mindestens eine Option, damit wenigstens Power-User alle Dateien sehen.

Microsoft hat mit dem zweiten Update für die Enterprise Technical Preview von Windows 10 ein grundlegendes Feature der Synchronisation mit OneDrive modifiziert. Während zahlreiche weitere Veränderungen sowie neue Touch-Gesten überwiegend positiv aufgenommen werden, stößt diese eine Änderung bei vielen Nutzern auf wenig Gegenliebe.

OneDrive (Bild: Microsoft)

Nachdem auf Microsofts UserVoice-Site die Journalistin und Buchautorin Mary Branscombe am Freitag die Rücknahme der Änderung vorschlug, bekam sie bisher Unterstützung von über 4600 Nutzern der Testversion – und deren Zahl erhöht sich noch immer. Auch die Kommentare unter ihrem Beitrag lehnen die Änderung fast durchweg ab.

Branscombe regt zumindest eine Option an, um erneut alle OneDrive-Dateien im Datei-Explorer angezeigt zu bekommen, ob sie synchronisiert sind oder nicht. “Wenn diese Integration entfällt, dann bietet die Nutzung von OneDrive keine Vorteile gegenüber jeder anderen Cloud”, argumentiert sie. “Bitte fügen Sie eine Option für Power-User hinzu, damit sie weiterhin alle Dateien sehen können, und zeigen Sie durch eine Icon-Einblendung, welche Dateien lokal oder in der Cloud gespeichert sind.”

Mit Windows 8.1 hatte Microsoft Platzhalter für Cloud-Dateien eingeführt, die aus Platzgründen nicht automatisch mit dem Rechner synchronisiert wurden. Kleine Platzhalter-Dateien dienten dazu, verfügbare Ordner und Dateien anzuzeigen. Vom Nutzer geöffnete Dokumente wurden dann automatisch synchronisiert. Dieses Konzept fand sich auch in der Vorschauversion von Windows 10, bevor es mit dem jüngsten Update verschwand.

Mit dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Build 9879 erfolgt die Synchronisation innerhalb der OneDrive Sync App, die im Hintergrund läuft und über ein Symbol im Infobereich erreichbar ist. Die automatische Synchronisation aller Dateien erfolgt jedoch nur unter idealen Bedingungen -nämlich wenn lokal sehr viel Speicherplatz bereitsteht und auf OneDrive weniger als 500 MByte belegt sind. In der Regel müssen Nutzer zu synchronisierende Ordner auswählen. Da es keine Platzhalter mehr für nur online verfügbare Dateien im Explorer gibt, sind diese dann nur über den Zugriff auf OneDrive mit einem Browser einsehbar.

Der für OneDrive verantwortliche Microsoft-Manager Jason Moore nahm die Kritik zur Kenntnis, begründete jedoch die Änderung mit dem Feedback anderer Nutzer. Diese seien beispielsweise verwirrt gewesen, weil sie nicht auf angezeigte Dateien zugreifen konnten, wenn sie offline waren. Auch hätten einige Anwendungen nicht gut mit den Platzhaltern harmoniert, und die Verlässlichkeit der Synchronisation habe gelitten. Zudem seien die Platzhalter nicht einfach “abgeschaltet” worden. “Wir haben grundlegende Verbesserungen darin vorgenommen, wie die Synchronisation erfolgt. Dabei haben wir uns auf Zuverlässigkeit in allen Szenarios konzentriert.”

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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