XYZ Printing kombiniert 3D-Drucker und 3D-Scanner in einem Gerät

DruckerWorkspace
Da Vinci 1.0 AiO (Bild: Xyzprinting)

Auf der Euromold 2014 in Frankfurt zeigt der Hersteller einen 3D-Drucker und All-in-One 3D-Scanner. Das Kombisystem “Da Vinci 1.0 AiO” wird für 599 Euro als preiswerter 3D-Kopierer vermarktet. Er benötigt einige Minuten für den dreidimensionalen Scan, bevor er mit dem Druck beginnt.

XYZ Printing, eine Tochter der taiwanischen Kinpo Group, hat mit dem Da Vinci 1.0 AiO eine Verbindung von 3D-Drucker und 3D-Scanner angekündigt. Das Gerät wird auf der Messe Euromold in Frankfurt Ende November dem Publikum gezeigt und dann für 599 Euro in Deutschland verkauft.

Da Vinci 1.0 AiO (Bild: Xyzprinting)
Der Da Vinci 1.0 AiO scannt und druckt dreidimensional (Bild: Xyzprinting).

Das 3D-Drucksystem mit Single Extruder nutzt das Druckprinzip ABS – für das Arbeiten mit diesem Plastikmaterial wird ein Heizbett benötigt, das der Hersteller ins System integriert. Im Vergleich zum 3D-Druck-Material PLA ist das Ergebnis flexibler, der Druckvorgang ist allerdings mit mehr Geruchsbelästigung verbunden.

Die maximale Geschwindigkeit beträgt bis zu 15 Zentimeter pro Sekunde bei der gröbsten Auflösung von 0,4 Millimeter pro Schicht. Das Kassetten-Filament-System nimmt firmenspezifische Cartridges (runde Rollen in viereckigen Kassetten) in unterschiedlichen Farben auf, die jedoch von Hand gewechselt werden müssen, wenn mehrfarbig gedruckt wird, denn der Printer arbeitet mit nur einer Spritzdüse.

Druckmaterial von Drittherstellern kann nicht verwendet werden. Damit geht der Hersteller den Weg, den Gartner prognostiziert hat: Nämlich dass die Do-it-yourself-3D-Drucker durch günstige Systeme mit proprietäre Druckkassettensysteme ersetzt werden.

Der geschlossene Bauraum und die feuchtigkeitsgeschützten Filament-Kassetten sollen einen problemlosen Druck ohne störende Einflüsse von außen ermöglichen. Das komplett vormontierte System kann in vier Auflösungen arbeiten: “Fein” mit 0,1 Millimeter Dichte, “Standard” mit 0,2 Millimeter, “Schnell” mit 0,3 Millimeter und “Ultraschnell” mit 0,4 Millimeter.

Der 3D-Drucker spuckt im Verfahren “Fused Filament Fabrication” ABS-Material mit einem Durchmesser von 1,75 Millimeter durch eine 0,4 Millimeter durchmessende Düse. Die Kassetten-Filamente sind in verschiedenen Farben für jeweils 36 Euro erhältlich. Ein Add-on für die Verwendung von PLA-Material ist geplant.

Da Vinci-Plattformen (Bild: CNET.om)
Der All-in-One-3D-Printer hat eine Plattform fürs Scannen und eine fürs Drucken (Bild: CNET.com)

Im LC-Display zeigt das System, wie es um den Druckvorgang steht. Das All-in-One-Gerät kommt mit zwei Plattformen: einer für das Scannen und einer für das Drucken. Das macht das Gerät größer (46,8 mal 51 mal 55,8 Zentimeter), aber einfacher zu bedienen. Die Druckobjekte können eine Größe von 20 mal 20 mal 19 Zentimetern annehmen. Die Scan-Objekte dürfen eine Größe von 15 mal 15 mal 15 Zentimetern haben.

Als Scan-Technik verwendet das System die Spaltlasertriangulation mit einer Zwei-Megapixel-Kamera und einem Laserdiodenmodul. Der Vorgang wird von einer integrierten Dual-Scan-Engine gesteuert und speichert zunächst das eigene 3D-Format .xyz. Die Kombi-Hardware wird per USB 2.0 an den Rechner angeschlossen und kann von Windows ab Version 7 und Mac OS X ab Version 10.9 genutzt werden.

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