Testcloud.io automatisiert regelmäßige Tests bei der Software-Entwicklung

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Testcoud Continuous Testing

Der Berliner Anbieter hat seine Plattform für das Software-Testing erneuert. Das Test-Management-System (TMS) kombiniert nun automatisierte Testing-Tools mit dem Zugang zu einer Online-Gemeinde von Software-Prüfern. Das “Continuous Testing” soll kürzere Reaktionszeiten im Entwicklungsprozess ermöglichen.

Testcloud, ein Cloud-Dienst rund um das Testen von Software-Entwicklungen, hat eine Plattform für “Coninuous Testing” gestartet. Statt, wie in vielen Development-Projekten üblich, Testsitzungen nur beim Erreichen bestimmter Meilensteine festzulegen, sollen Entwickler durch den Dienst dabei unterstützt werden, ihre Programme und Services andauernd auszuprobieren. So sollen sie den dynamischen Bedingungen des Marktes besser gewachsen sein.

Testcloud Integrate
Im Dashboard zeigt der Test-Management-Service den aktuellen Stand der Überprüfungen (Bild: Testcloud).

Schnelle Update-Zyklen bei Betriebssystemen können beispielsweise die gerade erst fertiggestellten und geprüften Programme wieder funktionsunfähig machen. Mit dem stetigen Testen unter laufend angepassten Bedingungen sollen funktionale Fehler und Optimierungspotenziale der Software aber so früh wie möglich entdeckt werden.

Die “agile Software-Entwicklung” ist durch unbegrenzt viele Testläufe möglich. Unentdeckte Bugs oder Optimierungspotenziale protokolliert das System über Nacht. Eine Test-Management-API kann den Prüfprozess gleich in die eigene IT-Infrastruktur integrieren, um so auch die Besonderheiten verschiedener Auftraggeber zu berücksichtigen.

Der Dienst, der sowohl Test-Tools bereitstellt als auch manuelle Prüfungen durch eine Community von Software-Testern organisiert, soll so die Kosten für das Debugging von Code minimieren. Denn je früher ein Fehler enteckt werde, desto geringer die Kosten. Statt in Abnahmetests kurz vor Release könnten so Bugs schon wesentlich früher entdeckt oder sogar vermieden werden. “Bugs treten in jedem Entwicklungsprozess auf. Dabei kurz vor Release noch schnell nach Fehlern zu suchen und zu hoffen, dass diese möglichst unkritisch ausfallen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß”, erklärt Jan Schwenzien, Technikchef bei Testcloud.

Testcloud-Setup
Im Setup wird festgelegt, wer oder was welches Produkt testet (Bild: Testcloud).

Das Test-Setup für das Continuous Testing im TMS dauert wenige Minuten. Der Nutzer stellt den Testern via Upload der zu testenden App oder Angabe der URL einen gesicherten Zugang zu seiner Anwendung her. Im Anschluss wählt er Methoden, Geräte und Personen aus, mit denen der Test durchgeführt werden soll.

Während des Testlaufs gibt das Dashboard jederzeit Einblick in den Status. Die gefundenen Bugs werden im Anschluss automatisch via API in den eigenen Bug-Tracker überführt. Darüber hinaus generiert das System automatisch den “Release Readiness Score”: Er gibt Aufschluss über die Marktreife der Anwendung.

Die Plattform richtet sich nach dem Zeitplan des Entwicklers, ohne den Entwicklungsprozess zu verzögern. Darüber hinaus sorge die Auslagerung des Testings für eine “Reduktion der Projektblindheit”, erklärt das Unternehmen. Nach kostenloser Registrierung kann die Plattform ab 49 Euro pro Monat mit beliebig vielen eigenen Testern genutzt werden. Zum Start erhalten User zusätzlich einen kompletten Testlauf mit Profi-Testern geschenkt.

Für Mobil-Apps, Websites, PC-Software, Spiele, Wearables und Smart-TVs bietet das Münchner Unternehmen Testbirds Entwicklern ebenfalls die Möglichkeit, ihre Produkte von einer über die Cloud angesprochenen Gemeinschaft von Testern auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ähnlich wie Testcloud argumentiert auch Testbirds, dass die externen Tester erstens unvoreingenommener seien und zweitens auch die Möglichkeit besteht, schon früh Tester aus der anvisierten Zielgruppe zu Rate zu ziehen – statt dass Experten Dinge bewerten, die später Nicht-Experten benutzen sollen. Die Preise beginnen bei Testbirds bei 1000 Euro.

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